Unrechtmäßige Forderungen meines ehemaligen Arbeitgebers

  • Hallo,

    Mein ehemaliger Arbeitgeber, ist der Meinung, mir eine uneinbringbare Kundenforderung zu berechnen.

    Er beschuldigt mich eine Rechnung ohne Sachbearbeiter Nummer erstellt zu haben(ja solche DMS gibt es noch) und diese dämmt komplett verschwinden gelassen zu haben...

    Er ist der Meinung, das diese nur von mir erstellt worden sein kann, da nur ich so arbeiten würde... Dies ist aber nicht der Fall... Ich kann mir lediglich vorwerfen lassen bis zur letzten Minute gearbeitet zu haben und nicht meine Grippe auszukurieren ... Ich war in dem beschriebenen fall nur an einem Punkt involviert, als einer der Monteure die benötigt felgen nicht gefunden hatte... Ich half ihm und dem Lageristen bei der suche und ging dann wieder meiner Tätigkeit nach... Leider hatten weder ich noch der Monteur geschaut ob ein Auftragsersteller hinterlegt war.

    Nun habe ich bereits die dritte Mahnung erhalten obwohl ich mich umgehend nach Erhalt der Rechnung gemeldet habe und den Sachverhalt telefonisch gemeldet hatte. ...

    Wie soll ich mich nun verhalten?

  • Kenne mich mit der Materie nicht aus. Aber der AG ist der Meinung du hast Mist gebaut. Du bist der Meinung haste nicht.

    Er meint, so würdest nur du arbeiten.

    Du, so arbeite ich nicht.

    Er ist noch in der Firma, du nicht.

    Warum auch immer.

    Irgendwas ist da schief gelaufen und nun will man es dir in die Schuhe schieben.

    Hört sich zumindest so an.

    Nun mahnt er Kosten an die ihm entstanden sind?

    Ja hallo, dann muss er es auch beweisen, dass es deine Schuld war.

    Und selbst wenn das so ist, dann tritt immer noch die Frage auf, ist eine Arbeitnehmerhaftung überhaupt hier anzusehen.

    Arbeitnehmerhaftung

    Gruß Volker

  • Hi,

    Du bist Arbeitnehmer. Rechtlich gesehen ein Erfüllungsgehilfe. Wenn Du nicht vorsätzlich gehandelt hast, muss der AG auf den Kosten sitzen bleiben und darf Dich nicht zur Rechenschaft ziehen. Immer wieder passieren Fehler auf einer Arbeit. Das ist normal und zählt zum unternehmerischen Risiko.

  • Hallo danke für die schnellen Antworten.


    Ich hatte bereits Ende Oktober gekündigt, da es für mich in diesem Unternehmen unerträglich wurde. Sie haben das mit den Unterstellungen bereits das ganze letzte Jahr versucht und am Schluss grenzte das ganze von Seiten der AG Familie (2 Brüder, 1 Cousin und eine Cousine) immer mehr an Mobbing… Ich war einer permanenten Revision ausgesetzt und musste mich, obwohl ich als Kundendienstleiter tätig war, selbst für die kleinsten Entscheidungen die ich getroffen hatte rechtfertigen. Das ging bereits bei einem bestellten Schraubenzieher los… Mir konnten sie damals nie was nachweisen weil ich nie etwas getan habe… Jetzt wird mir im Endeffekt eine Unterschlagung bzw. Der Versuch einer Unterschlagung mit Vertuschungsabsicht unterstellt. Ich habe denen auch mitgeteilt, dass ich wenn ich sowas machen würde ganz sicher nicht so vorgegangen wäre, denn dafür hätte das DMS auch ganz banalere Möglichkeiten gehabt… (Auftrag gelöscht und nix ist mehr nachvollziehbar).

  • Guten Morgen, aber das hast du ihnen sicher nicht schriftlich mitgeteilt.


    Ich gehe davon aus, du bist nun seit Ende Januar aus dem Unternehmen ausgeschieden.


    Die Vorgeschichte ist hier sicher nicht uninteressant, denn sie wirft ein Licht auf die Sache die sich mit deiner Einschätzung deckt.


    Bisher warst du in der Firma vor Ort und konntest dich wehren, nun bist du Außenstehender.


    Sie haben nicht locker gelassen, du hast telefonisch versucht die Sache zu klären.


    Ich meine, nun ist die Gegenseite am Zug.


    Sie müssen dir nun ein Fehlverhalten nachweisen.


    Bis zu einem gerichtlichen Mahnbescheid oder einer anwaltlichen Forderung würde ich nichts unternehmen.


    Kommt aber eines von beidem, dann sofort zum Anwalt.


    Gerade bei einem gerichtlichen Mahnbescheid, den ja jeder erlassen kann und der vom Gericht nicht auf Richtigkeit geprüft wird, ist unbedingt die Fristeinhaltung zum Widerspruch zu beachten, da die darin enthaltene Forderung sonst als akzeptiert gilt.


    Das Helferlein

  • Hallo,

    vielen Dank für deinen Tip.

    Ich bin seit Ende November aus dem Unternehmen ausgeschieden. Die Rechnung wurde mir am 5.12. zugestellt… Ich habe mich daraufhin direkt mit einem der Geschäftsführer in Verbindung gesetzt und Ihn zu dem Vorgang befragt und auch unmittelbar meine Sicht der Dinge geschildert. Daraufhin stellte er mir ein unmoralisches Ultimatum, er wollte das bis Ende des Jahres Geld fließt, da es ansonsten auch Arbeitsrechtliche Konsequenzen für die anderen Beteiligten (der monteur und der Lagerist) hätte.


    Ich bin auf dieses Thema nicht weiter eingegangen und habe mich mit den anderen Beteiligten kurzgeschlossen um zu erfahren, was von deren Seite an die GEschäftsleitung mitgeteilt wurde. Beide haben mir unabhängig von einander bestätigt, dass Sie sich zwar an den Vorgang erinnern, aber nicht an den ersteller des Auftrages. Sie waren auch beide der Meinung, dass ich ausser bei der Suche geholfen zu haben, nichts weiter mit dem Vorgang zu tun hatte.


    Am Nachmittag habe ich dann den anderen Geschäftsführer, mit dem ich mich meist verstanden habe, informiert. Dieser sagte nun zu mir, dass Ich ja in diesem Falle nichts weiter unternehmen soll und er sich der Sache Hausintern annimmt. Das selbe sagte er zu mir als die erste Mahnung kam und als ich Ihm nach der zweiten mahnung Mitte januar ein Ultimatum gesetzt hatte, passierte wieder mal nichts… Ich hatte dann für Anfang Februar einen Termin vereinbart, da ich diesen zeitlich verschieben wollte habe ich an diesem Tag mehrfach versucht die beteiligten Personen zu erreichen, allerdings ohne Erfolg. Nachdem nun gestern die 3. und letzte Mahnung eingegangen ist, habe ich mich direkt ohne Ankündigung auf den Weg gemacht.


    Hier teilte er mir nun mit, dass er keinen Grund sehe mir die Rechnung gutzuschreiben und dass er mitlerweile davon ausgehen muss, dass ich das vorsätzlich gemacht habe. Er hätte mehrere Belege aus der letzten Zeit von mir heruassuchen lassen, bei dennen ich Identisch verfahren wäre und er daher berechtigten Grund hätte, zu Glauben, dass dieser Vorgang ebenfalls von mir wäre. Da ich aber die letzetn 2 Wochen meines Daseins so gut wie keine Kunden mehr bedient hatte, kann dies eigentlich nicht sein… Ich hatte extra in den letzten Wochen vor meinem Ausscheiden, meine Tätigleiten an meinen Nachfolger bzw. meine Nachfolger (ich hatte diverse Zusatzarbeiten zu der Tätigkeit als Kundendienstleiter übernommen) abgegeben und wollte diese noch umfangreich einarbeiten.


    Ebenso habe ich an dem besagten Tag nur ca. 2 Stunden im Kundenbereich gearbeitet, da ich mit unserem Montageleiter und einem Kollegen in der Buchhaltung diverse Themen durchgehen musste (es stand eine umfangreiche Änderung der EDV und des DMS bevor, bei der ich federführend war).

    Nun meine Frage, soll ich der 3. Mahnung nochmals in schriftlicher Form wiedersprechen? Oder reicht es aus, dass ich für das GEspräch Zeugen habe?

  • Hallo, sie haben sich gegen den Vorwurf der Unterschlagung nun schon sicher oft genug gewehrt.

    Was würde ein erneuter Einwand, eventuell noch bringen, wenn der Arbeitgeber

    keinen Grund mehr sehe mir die Rechnung gutzuschreiben und dass er mitlerweile davon ausgehen muss, dass ich das vorsätzlich gemacht habe

    Alles was sie nun dem Arbeitgeber noch äußern kann nur zu ihren Lasten gehen.

    Sofern der Arbeitgeber ihnen eine Unterschlagung angelastet und Anzeige erstattet ist dringend der Besuch eines Anwaltes anzuraten.

    Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber kann aber in diesem Fall nur ungünstig für sie Sein.

    MfG

    • :)
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