Hochzeit

  • Hallo ,ich bin am verzweifeln .

    Und hoffe das mir hier eventuell jemand einen Tipp geben kann.


    Wir wollen am 25.6. heiraten und haben eine Feier über einen Veranstalter letztes Jahr schon gebucht . Ein Angebot wurde erstellt das wir angenommen haben einige email und Telefongespräch folgten.

    Wir haben weder den Raum sehen können in den wir feiern wollten noch essen , deko, Torte oder sonstiges ausgewählt . Es kam auch von alleine nie eine Reaktion von Veranstalter nur auf Nachfrage von uns.


    Durch Corona haben wir dann gefragt wie es sich verhält wenn wir nicht feiern können .

    Dann würde der Veranstalter 500€ pauschal von uns bekommen für die bisher geleisteten arbeiten . 500€ würde es kostet ob wir absagen , das Gesetz es verbietet zu feiern oder wie die Hochzeitsfeier verschieben .

    Begründet wurde es von Veranstalter damit das wie gebucht hätten mit dem Wissen das Corona existiert . Aber auch sie haben die Veranstaltung ja fest zugesagt im Wissen das Corona existiert.

    Auf unsere Frage wann wir eine Entscheidung treffen müssen wurde uns mitgeteilt das der Veranstalter eine Vorlaufzeit von 4-6 Wochen beraucht damlt die Feier überhaupt stattfinden kann.

    Da wir nur noch 4 Wochen haben und noch immer nichts feststeht was Veranstaltungen betrifft ,haben wir gezwungenermaßen abgesagt .


    Es ist nicht so das wir nicht verstehen das es für jeden schwer ist in dieser Zeit aber wir verstehen nich wo genau 500€ geleistet wurden.eine Aufstellung die wir angefordert haben erhielten wir auch nicht .



    Gerechtfertigt oder nicht ?


    Danke !

  • Hallo liebe fast Braut,

    es ist verständlich, dass euch die Gebühr für das Absagen der Hochzeitsfeier ärgert. Das mag durchaus auch oder insbesondere an dem Verhalten des Veranstalters in der Vorzeit der Feier liegen.

    Es liest sich so, als ob ihr wenig bis gar keine Unterstützung erhaltet und auch so, als ob bisher noch nicht wirklich eine Dienstleistung erbracht wurde.


    Um nun aber eine Frage - Gerechtfertigt oder nicht ? - beantworten zu können, oder besser gesagt eine eigene Meinung abgeben zu können, müssten wir den Vertrag kennen.

    Du kannst den Vertrag abfotografieren, schwärzt eventuelle Namen und Adressen und lädst ihn hier als Anhang hoch.


    Einiges kann man aber schon im Vorfeld sagen.

    Damit eine Stornogebühr oder eine Vertragsstrafe wegen Absagen der Hochzeitsfeier überhaupt in Frage kommt, muss zunächst einmal ein wirksam abgeschlossener Vertrag vorliegen. Das geht im Grunde auch mündlich, dann aber steht nicht nur Aussage gegen Aussage auch regeln viele Dinge dann nicht vertragliche Regelungen sondern gesetzliche Bestimmungen.


    Sofern ein vertrag über die Ausrichtung der Hochzeitfeier vorliegt, das werden wir ja dann bald sehen, stehen die darin befindlichen Regelungen über den gesetzlichen Bestimmungen, sofern die Klauseln den Verbraucher nicht zu stark überraschen oder benachteiligen.

    Verträge kann man zudem durch einen Anwalt oder eine Verbraucherschutzorganisation recht günstig prüfen lassen.


    Bei dem Vertrag zur Ausführung bzw. Durchführung dürfte es sich um einen Werksvertrag handeln. Der kann mehrere Dienstleistungen beinhalten, wie einen Fotografen, Musik, Catering Deko usw.

    Dann sprechen wir in einigen Teilen aber von einem Dienstvertrag oder einem Mietvertrag.

    Nach § 648 BGB kann jeder einen solchen Vertrag zu jeder Zeit kündigen. Ist nicht anderes vereinbart, so kann aus dem Paragrafen auch direkt eine Ableitung für den durch die Kündigung des Vertrages entstandenen Schaden ermittelt werden.


    Zitat

    Der Besteller kann bis zur Vollendung des Werkes jederzeit den Vertrag kündigen. Kündigt der Besteller, so ist der Unternehmer berechtigt, die vereinbarte Vergütung zu verlangen; er muss sich jedoch dasjenige anrechnen lassen, was er infolge der Aufhebung des Vertrags an Aufwendungen erspart oder durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erwirbt oder zu erwerben böswillig unterlässt. Es wird vermutet, dass danach dem Unternehmer 5 vom Hundert der auf den noch nicht erbrachten Teil der Werkleistung entfallenden vereinbarten Vergütung zustehen.


    Würde bedeuten, dem Unternehmer stehen zumindest fünf Prozent als Schadensersatz zu, sofern er nicht höhere Auslagen geltend macht. Du hast von einer Klausel gesprochen, wonach fünfhundert Euro anfallen würden. Hier müsste dann halt der genaue Text des Vertrages zu sehen sein.


    Die Corona Pandemie läuft ja nun schon einige Zeit, so dass es auch schon Urteile und Aussagen von Fachleuten gibt. Deshalb müsste genau geschaut werden, wann ist der Vertrag zu welchen Bedingungen vereinbart worden.

    Corona als solches dürfte nur schwer für eine Kündigung aus wichtigem Grund dienen.


    Aber hier muss man zwischen einer Absage wegen Corona oder wegen Behördlicher Umstände unterscheiden.


    Muss aufgrund einer behördlichen Anweisung (Veranstaltungsverbot, Ausgangssperre oder Quarantäne) abgesagt werden, spricht man von „höherer Gewalt“. Damit wird die Abhaltung der Hochzeit rechtlich unmöglich und die Geschäftsgrundlage gemäß § 1447 ABGB für das getroffene Arrangement fällt weg. In so einem Fall haftet das Brautpaar nicht für die Zahlung des vereinbarten Entgelts; nur allenfalls bereits vom Dienstleister erbrachte, entgeltliche (Vor-)Leistungen müssen gegebenenfalls ersetzt werden (zB Beratung, Konzeptionierung, sonstiger frustrierter Aufwand). Wird mit dem Dienstleister kein passender neuer Termin gefunden, könnt ihr vom Vertrag zurücktreten und seid in der Regel nicht verpflichtet Stornokosten zu zahlen


    Zum Abschluss zunächst noch ein guter Artikel zum Thema Absagen der Hochzeit wegen Corona auf den Seiten der Welt.

    Was passiert jetzt mit der lang geplanten Hochzeit?

    Für eine persönliche unverbindliche und rechtlich nicht aussagekräftige Einschätzung warte ich nun darauf, ob du den Verrtag zeigen möchtest.


    Das Helferlein

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