Abschleppen von Videothekparkplatz

  • Guten Tag, mein Auto wurde vom Parkplatz einer Videothek (für mich fremde Großstadt) abgeschleppt, nachdem ich nach dem Besuch der Videothek (ohne etwas zu kaufen) noch ca. 1,5 Std. in einem gegenüberliegenden Restaurant etwas gegessen habe.

    Erst nach Zahlung von 100,- € hat mir der Besitzer der Videothek den aktuellen Standplatz des Fahrzeuges mitgeteilt, der sich 3 Querstraßen weiter befand. Das Auto ist beim Abschleppvorgang zerkratzt worden. - Wie ist die Rechtslage?

  • Gibt es dort ein Schild „Privatparkplatz“ mit dem Hinweis das Fahrzeuge bei widerrechtlicher Benutzung abgeschleppt werden?

    Machen sie den Videothekbesitzer, als Auftraggeber, haftbar. Sie müssen natürlich beweisen das die Beschädigung vor dem abschleppen nicht da waren.

    Seriöse Abschlepper fotografieren eventuelle bestehende Beschädigungen.

    Ps.

    Bei Parkplätzen z.B. vom Supermarkt ist Vorsicht geboten. Viele Besitzer lassen ihre Parkplätze durch Abschleppfirmen überwachen.

    >> Abschlepp-Abzocker

  • Hier ist meiner Meinung nach einiges unklar.

    Es sind viel zu wenig Informationen vorhanden, um eine genauere unverbindliche persönliche Wertung fällen zu können.

    Was sehr fraglich ist :

    – „…Erst nach Zahlung von 100,- € hat mir der Besitzer der Videothek den aktuellen Standplatz des Fahrzeuges mitgeteilt…“.

    Die gesamten Abschleppkosten werden mit den 100 Euro doch nicht abgegolten gewesen sein. Oder doch ? War die Polizei vor Ort ? Haben Sie eine Knolle bekommen ?

    Hat der Besitzer der Videothek Ihr KFZ persönlich abgeschleppt ? Nichts ist heutzutage unmöglich.

    Wenn der Besitzer der Videothek sich die 100 Euro z u s ä t z l i c h eingestrichen hat, n u r zur Auskunftserteilung, dann würde ich mal, zwecks Gedankenaustausch, Kontakt mit der dort zuständigen Polizei aufnehmen.

    Haben Sie vom Besitzer der Videothek eigentlich eine Quittung über die 100 Euro erhalten ?

    Wenn nein, dann haben Sie Beweisprobleme. Vielleicht mal eine Kleinanzeige in der örtlichen Zeitung aufgeben, ob es weitere Geschädigte gibt !? Aber diese bitte sehr vorsichtig formulieren, wegen der Gefahr der „üblen Nachrede und Geschäftsschädigung“.

    Beschädigungen von KFZ beim Abschleppen sind für Versicherer Tagesgeschäft und nichts ungewöhnliches !

    Für Schäden an abgeschleppten KFZ hat der Abschlepper eine Versicherung (Hakenlast-Versicherung).Die Abschlepp-Versicherung/Hakenlast-Versicherung bietet dem Abschlepper

    (Versicherungsnehmer (VN)) Versicherungsschutz für Schadenersatzansprüche (z.B. wenn ein fremdes KFZ beim Abschleppvorgang beschädigt wurde), die gegen den VN als Unternehmer für gewerbliche Abschleppvorgänge aufgrund der Vorschriften des BGB/HGB erhoben werden.

    gez. L&O

  • Da scheint aber jemand etwas gegen neue Kunden zu haben.

    Ich kann mir hier wegen der fehlenden Informationen keine Meinung bilden.

    Ist es wirklich ein privater Parkplatz oder nur öffentlicher Verkehrsraum den sich der Besitzer unter den Nagel beeisen hat.

    Ist der Parkplatz als privat ausgezeichnet?

    Und noch was interessantes habe ich gefunden

    Auch für das Abschleppen von privaten Parkplätzen müssen Autofahrer bezahlen, wenn sie gegen die Regeln verstoßen. „Wenn der Parkplatzeigentümer festlegt, dass Autos nur für die Dauer des Einkaufs oder 60 Minuten lang parken dürfen, müssen Autofahrer sich daran halten“, erklärt ADAC-Juristin Katrin Elkner. Aber anders als wenn von einem öffentlichen Parkplatz abgeschleppt wurde, haftet nicht der Halter, sondern der Fahrer.

    Das Helferlein

  • Vorsicht: Privates Abschleppen erlaubt!


    Wie das Amtsgericht Hamburg (Urt. v. 13.02.2006, 5 C 139/05) festgestellt hat, darf ein privater Parkplatzbesitzer Fremdparker abschleppen lassen und die Kosten hierfür vom gegnerischen Halter erstattet verlangen, ohne dass es darauf ankäme, ob er selbst dort noch parken kann oder nicht.

    Wer also auf fremden Firmenparkplätzen oder sonstigen entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen parkt, muss sich vor Abschleppmaßnahmen der Parkplatzinhaber in Acht nehmen. Denn auch im Hinblick auf die Verhältnismäßigkeit des Abschleppens vertritt das AG Hamburg eine rigide Auffassung:

    Der rechtmäßige Besitzer darf also ohne größere Einschränkungen seinen Parkplatz – auch mit Hilfe von Abschleppmaßnahmen – „verteidigen“.

    Quelle:

    Verkehrsrecht Blawg

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