Bestellung doch noch bekommen

  • Hallo,

    ich habe vor gut 2 Monaten was bei Amazon bestellt. Die Lieferung wurde aus den USA verschickt... nur leider kam sie nie an. Ich bin also mit den Verkäufern in Verbindung getreten und diese meinten sie hätte längst ankommen müssen!

    Also haben sie mir mein Geld zurück gebucht und die Sache war vergessen. Ich hab mir in der Zwischenzeit einen anderes Gerät gekauft (gleiche Sache, andere Hersteller und Verkäufer). Gestern kam dann das Päckchen doch noch.

    Meine Frage: Was muss ich jetzt machen, muss ich es zurückschicke, muss ich dort mitteilen, dass es doch noch gekommen ist???

  • Hallo, man sagt ist es dem Verkäufer nicht möglich die bestellte Ware zu liefern, so kann er vom Kaufvertrag zurück treten.

    Das ein Kaufvertrag zustande gekommen ist ergibt sich aus dem Versand der Ware, wenn auch der falschen.

    Wenn die eigentlich bestellte Ware nun nicht mehr lieferbar ist, kann der Verkäufer den Vertrag stornieren.

    Es stellt sich also die Frage, kann der Händler das Gerät noch besorgen?

    Wenn der Receiver in anderen Shops noch erhältlich ist, dann sollte es ihm auch möglich sein.

    Bliebe also nur die Klage vor Gericht.

    Es gibt da zwei Möglichkeiten warum das passiert ist.

    1. mit Absicht um Käufer zu locken

    2. es war eine falsche Preisangabe

    Aber egal wie, ohne Gerichtsverhandlung wird da wohl nichts passieren. Für diese solltest du dich von einem Anwalt beraten und vertreten lassen.

    Das Helferlein

  • Hallo Helferlein,

    vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ähnliches hatte ich mir gedacht, war mir jedoch bzgl. des Zustandekommens des Kaufvertrags durch die Lieferung der falschen Ware nicht sicher.

    In der Hoffnung, dass du dich mit diesem „Werk“ besser auskennst als ich: Kannst du mir zu deinen Aussagen Verweise zum BGB nennen? Ich gehe einfach mal davon aus, dass das BGB hier die richtige Grundlage ist?

    Und noch eine abschließende Frage: Wenn ich den Artikel bei einem anderen Anbieter kaufen würde, müsste ich min. 250,- Euro mehr zahlen. Wäre das dann ein „Schaden“ in dem Sinne, dass der ursprüngliche Anbieter schadenersartpflichtig würde?

    Nochmals vielen Dank!

    T.N.

  • Hallo NoName

    § 275 II BGB könnte in Betracht kommen

    Dieser die Unzumutbarkeit der Leistung.

    Darin heißt es:

    Der Schuldner kann die Leistung verweigern, soweit diese einen Aufwand erfordert, der unter Beachtung des Inhalts des Schuldverhältnisses und der Gebote von Treu und Glauben in einem groben Missverhältnis zu dem Leistungsinteresse des Gläubigers steht. Bei der Bestimmung der dem Schuldner zuzumutenden Anstrengungen ist auch zu berücksichtigen, ob der Schuldner das Leistungshindernis zu vertreten hat.

    Das es sich um eine falsche Ware handelt, liegt im Grunde auch ein Sachmangel vor.

    Auch mal hier rein schauen

    § 437 BGB Rechte des Käufers bei Mängeln

    Es ist nicht ganz einfach eine genaue Aussage zu treffen ob du nun Anspruch auf Erfüllung hast.

    Das traue ich mir auch nicht zu, allerdings glaube ich auch nicht daran, dass du auf die Lieferung bestehen kannst und wenn ja, ob da eine Klage Aussicht auf Erfolg hat.

    Das Helferlein

  • Hallo,

    durch:

    …..eine Benachrichtigung über den Versand der Ware als auch die Rechnung zu der Bestellung. Beide enthielten ebenfalls die korrekte Bezeichnung des bestellten Artikels

    .

    Damit wurde der Vertrag rechtsverbindlich. Der Verkäufer ist nun verpflichtet Ihnen die Ware zu dem Preis zu liefern.

    1. Senden Sie dem Verkäufer die „Falschlieferung“ zurück.

    2. Setzen Sie ihm eine Frist für die korrekte Lieferung der Ware

    Sie können sogar sich eine Ersatzware besorgen. Den Mehrpreis muss dann der Verkäufer bezahlen, sofern er nicht liefern kann. Werde dazu noch die passenden Urteile heraussuchen. Bin mom. im Stress deshalb auch mein sporatisches Dasein hier…. sorry.

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