Hilfe zu Kündigung Freistellung

  • Hilfe zu Kündigung/Freistellung

    Guten Tag.

    Ich habe meinen Arbeitsvertrag ordnungsgemäss zum 31.7. gekündigt, da ich zum 01.08. eine neue Stelle bei einem anderen Arbeitgeber antrete.

    Durch Unstimmigkeiten droht mein Vorgesetzter nun, dass ich ohne Vergütung freigestellt werden soll. Dazu soll ich trotzdem bis zum 31.7. gesperrt werden, so dass ich den neuen Job nicht vorzeitig antreten kann.

    Ist sowas zulässig?

    Und eine andere Frage zu Freistellungen. Ich habe noch 17 Tage Resturlaub bis Ende Juli. Wenn ich freigestellt werde, zählt diese dann erst nach den 14 Tagen? anders gesagt, bekomme ich für die 14 Tage dann noch mein Gehalt wegen dem Urlaub und erst danach beginnt eine Freistellung ohne Bezahlung? Oder kann der Arbeitgeber mich sofort freistellen ohne Zahlung und der Urlaub verfällt?

    Vielen Dank

  • Hallo, dein Vorgesetzter hat ein bisschen zu viel Kakao getrunken

    Also, es gibt die Möglichkeit einen Arbeitnehmer von seiner Arbeit frei zu stellen, aber immer nur bei weiterer Zahlung des vereinbarten Entgeltes.

    Aber selbst in einem solchen Fall, kann der Arbeitnehmer auf seine weitere Beschäftigung Klagen.

    Machen aber die wenigsten, wohl ja auch verständlich.

    Also, eine Freistellung ja, ohne Vergütung auf keinen Fall!

    17 Tage Resturlaub, bedeutet bei der Freistellung, sie bleiben bestehen und du kannst sie dir im Anschluss auszahlen lassen.

    Die Freistellung müsste also bis 17 Tage vor Ablauf des Arbeitsverhältnisses laufen, damit dann der Resturlaub greift.

    Der Urlaub verfällt nicht, das Urlaubsgeld muss bezahlt werden.

    Fazit: die Freistellung ist eine eigenmächtige Handlung des Arbeitgebers, die deine Rechte auf Lohn, Urlaub und Urlaubsgeld in keinem Fall einschränkt.

    Hast du nachfragen?

    Das Helferlein

  • Danke für die Antwort.

    Ich muss es aber sicherheitshalber noch anders Fragen

    Der Wortlaut von meinem Vorgesetzten war „Dann wirst du ohne Bezahlung zu Hause bleiben, aber wir sperren Dich bis zum 31.7.“

    Vielleicht meint er damit nicht genau Freistellung. Vielleicht auch so in der Art fristlose Kündigung.

    Die Frage ist dann nun, hat er die Möglichkeit mich zu Hause zu lassen, ohne Bezahlung, und mich so zu sperren, dass ich die neue Stelle nicht vorzeitig antreten kann. Aus welchen Gründen auch immer.

    Danke

  • Hallo, wie schon geschrieben, es gibt keine Freistellung ohne Bezahlung.

    Dein Arbeitsvertrag verpflichtet dich zur Arbeit und deinen Chef zur Zahlung von Lohn

    Das BGB sagt dazu, du müsst deine Arbeitskraft anbieten und dein Arbeitgeber dir Arbeit zuweisen.

    Hat er eigene Arbeit oder weist er dir keine zu, so muss er trotzdem Zahlen.

    Das ist das eine. Also nochmal, bis zum 31.07 muss dein Arbeitgeber dir deinen Lohn zählen, sofern du arbeitest oder arbeiten willst.

    Nun zu dem was Montag vielleicht wichtig für dich ist.

    Dein Chef schickt dich nach Hause.

    Du musst dann am besten vor Zeugen deine Arbeit weiterhin anbieten.

    Notiere dir was er sagt und welchen Grund er als Rauswurf / Freistellung angibt.

    Am gleichen Tag schickst du per Post einen Brief an die Firma zu Händen deines Chefs in dem du angibst, sofort wieder arbeiten zu wollen und einen Lohnabzug nicht hinnehmen wirst.

    Am nächsten Tag fährst du wieder hin. Du hast doch sicher auch Freunde unter den Kollegen die später bezeugen können, dass du arbeiten wolltest.

    Schickt er dich wieder nach Hause, dann wieder einen Brief hissenden, dass du abermals deine Arbeit angeboten hast und nun einen Anwalt mit der Währung deiner Interessen beauftragst.

    Füge noch hinzu, dass der Anwalt seine Kosten dem Arbeitgeber in Rechnung stellen wird.

    Das Helferlein

  • Sehr gut ausgeführt, Helferlein……

    Noch einen Hinweis. Falls Dir Dein Chef eine andere Arbeit zuweist, zur der Du nicht eingestellt wurdest, kannst Du diese verweigern.

    Beispiel:

    Du bist kaufm. Mitarbeiter. Jetzt will Dich Dein Chef fürs Lager einsetzen (aufräumen). Das verstösst gegen Deinen Arbeitsvertrag und diese Arbeit brauchst Du nicht zu machen, das fällt nämlich unter handwerkliche Tätigkeiten. Auf der anderen Seite kann aber Dein Chef Dich zur kaufm. Ablage zwingen, obwohl Du z.B. als Sachbearbeiter eingestellt hat. Die Ablage zählt eben mit zu einer kaufm. Tätigkeit und die ist auch für einen Sachbearbeiter zumutbar.

    • :)
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