Mitfahrgelegenheit - Schadensersatzanspruch bei nicht Erscheinen des Fahrers

  • Schönen guten morgen,

    ich wurde gerade von einem Fahrer, der eine Mitfahrgelegenheit auf dem Onlineportal mitfahrgelegenheit.de angeboten hatte sitzen gelassen. Ich muss dringend morgen in Nürnberg sein, da ich eine Klausur schreibe. Der Fahrer hat mir vor 4 Tagen meine Mitfahrt nach einer Emailkonversation per Mail bestätigt und mir seine Handynummer geschickt. Als ich ihn heute zur vereinbarten Zeit anrief (ca. 20 mal) ging er nicht an sein Handy und es war einmal besetzt, also hat er vermutlich gerade gesprochen. Gewartet hatte ich insgesamt 50 Minuten auf ihn.

    Meine Frage nun: Kann ich ein Zug-Ticket kaufen, damit ich heute noch in Nürnberg ankomme und den Differenzbetrag ausgehend vom vereinbarten Mitfahrpreis von ihm einfordern? Gibt es da Rechtssicherheit?

    Ich habe seinen Namen, seine Handynummer und seine Email-Adresse, sowie die Konversation, in der er mir die Mitnahme + Preis bestätigt und die Dokumentation meiner Versuche zum gegebenem Zeitpunkt ihn per Handy zu erreichen.

    Vielen Dank für eure Hilfe im Voraus!

  • Schlappelseppel, das stimmt so nicht.

    Der relevante Auszug aus den AGB besagt nur, dass ein Vertrag

    im Falle einer Buchung über das BUCHUNGSSYSTEM zustande kommt.

    „Das Angebot einer Fahrt stellt noch kein rechtsverbindliches Angebot des Fahrers dar. Der Mitfahrer gibt mit seiner Mitfahranfrage jedoch ein rechtsverbindliches Angebot ab. Sobald der Fahrer dieses Angebot bestätigt, kommt der Vertrag mit den entsprechenden, im Buchungssystem angegebenen Bedingungen sowie unter Geltung der Verhaltensregeln (Ziffer 1.4) zustande.“

    (Allgemeine Geschäftsbedingungen | mitfahrgelegenheit.de | Mitfahrzentrale Deutschland, II,1.3)

    Wer schon einmal mit dieser Plattform gereist ist,

    weiß, dass man sich bei Erstellen der Anzeige aussuchen kann,

    ob man das rechtlich bindende Buchungssystem verwenden will, oder eben nicht.

    Im vorliegenden Fall haben weder Dennis, noch der Fahrer das Buchungssystem verwendet,

    der Fahrer wollte sich beim Erstellen seiner Anzeige also gerade NICHT rechtlich binden.

    Ohne Buchungssystem ist kein rechtswirksamer Vertrag entstanden

    und Dennis hat keine Ansprüche gegen den Fahrer.

    Da kann man nur sagen: Pech gehabt – aber selber schuld, das nächste Mal lieber auf Nummer sicher gehen,

    ein, zwei Euro mehr zahlen und dafür eine Fahrt mit Buchungssystem aussuchen.

    Gruß.

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