Schenkung an nicht biologische Tochter zurückfordern

  • Hallo an alle,

    ein naher Verwandter von mir hat zur Zeit ein großes Problem.

    In seiner Jugend hatte er eine Beziehung mit einer Frau in einer Beziehung. Daraus ist ein Kind entstanden, von dem erst einmal keiner wusste wer der Vater ist. Da die betreffende Person selbst Arzt ist veranlasste sie selbst einen Test (selber Blut abgenommen). Dabei kam raus dass eine Vaterschaft ausgeschlossen ist. Da diese Blutprobe aber privat entnommen wurde hat sie kein rechtliches Gewicht, was später noch zu Problemen führt.

    Trotzdem überweist die betreffende Person der vermeintlichen Tochter monatlich etwas Geld, da ihre eigenen Eltern über kaum finanzielle Mittel verfügen. Der biologische Vater weigert sich strikt einen Vaterschaftstest zu machen und bis heute steht mein Verwandter als Vater in der Geburtsurkunde.

    Die Abmachung war dass dieses Geld bis zum 18 Lebensjahr gezahlt wird. Ich kann diese Geste zwar nicht nachvollziehen, aber so war es halt. Die Überweisung geschah als Schenkung.

    Die Tochter ist dann auch 18 geworden und eigentlich sollte die Sache damit erledigt sein. Da die Tochter jetzt allerdings studieren will, klagt sie ihr Bafög ein. Mein Verwandter hat einen erneuten Vaterschaftsrecht und eine Streichung aus der Geburtsurkunde beantragt, dafür aber die Frist versäumt.... Das hätte alles schon vor 18 Jahren geschehen sollen.

    Durch seinen Rechtsanwalt hat dieser Verwandte jetzt auch erfahren, dass diese angebliche Tochter sogar Erbansprüche hätte.

    Da mein Verwandter bisher davon ausgegangen ist, dass diese Tochter dankbar für das Geld ist und das Bafög nur beantragt weil es unbedingt sein muss, bat er sie auf Erbansprüche zu verzichten. Darauf kam allerdings nur ein Brief dass es zur Zeit wichtigere Dinge in ihrem Leben gebe.

    Da er jetzt endlich gemerkt hat, dass diese Tochter ihn nur ausnutzt möchte er die Schenkungen der letzten Jahre zurückfordern.

    Meine Frage dazu ist jetzt, ob er da Chancen hat erfolgreich zu sein oder ob das ganze hoffnungslos ist. Ich würde das als Undankbarkeit interpretieren, was ja ein Grund der Rückforderung ist. Aber hält das auch juristisch stand?

    Danke schonmal für Antworten.

  • Hallo, könntest du noch mal kurz erläutern, wer nun biologischer Vater und wer Vater auf dem Papier ist, wo die Tochter zur Zeit wohnt, also bio Vater oder Papier Vater usw.

    Es ist schon etwas spät und ein bisschen schwer heraus zu lesen, wie die Verhältnisse wirklich sind.

    Das Helferlein

  • Klar. Sorry war in Eile und habs wohl etwas umständlich geschrieben.

    Mein Verwandter ist Vater auf dem Papier, aber nicht der biologische Vater.

    Der biologische Vater wohnt mit seiner Tochter und ihrer Mutter zusammen am anderen Ende Deutschlands. Er weigert sich aber einen Vaterschaftstest zu machen.

    Da sie jetzt studieren möchte ist die vermeintliche Tochter aber ausgezogen und wohnt alleine.

    Also nochmal kurz zusammengefasst:

    Mein Verwandter (Vater auf dem Papier aber nicht biologisch) wohnt in einer Ecke Deutschlands.

    Biologischer Vater (nicht auf dem Papier) in der anderen Ecke, und die Tochter hat bei ihrem biologischen Vater gewohnt, wohnt jetzt aber seit kurzem alleine.

    Hoffe das ist etwas verständlicher. Die Person weiß nicht, dass ich hier poste, also möchte ich das ganze etwas anonym halten.

  • Hallo, nun ist es verständlicher.

    Um eine Schenkung rückgängig machen zu können muss Grober Undank vorliegen. Dies ist der Fall bei:

    Bedrohung des Lebens

    körperliche Misshandlung

    grundlose Strafanzeige

    belastende Aussage trotz Zeugnisverweigerungsrecht

    schwere Beleidigung

    Es gibt natürlich noch viele andere, so wollte mal einer eine Rückforderung einer Schenkung wegen groben Undanks erstreiten, weil der Sohn seiner Zahlungspflicht aus einem Vertrag nicht nachgekommen ist. Hatten die Richter nach Würdigung der finanziellen Umstände des Sohnes aber abgelehnt.

    Würde in etwa passen, die Tochter braucht wohl das Bafög was man dann wohl nicht als grundlos ansehen kann, zumal sie ja eine eigene Wohnung und somit auch Kosten hat.

    Verständlich ist der Ärger des Verwandten schon, ich glaube aber nicht das hier was zu machen ist.

    Das Helferlein

  • Hallo, es mag moralisch falsch sein auf den Erbanspruch ihr zu verzichten, rechtlich gesehen aber ist es aber kein unrechtmäßiger Erbanspruch weil er halt der gesetzliche Vater ist, wenn auch nur auf dem Papier. Da hat er mit der Freiwilligen Zahlung wohl die Folgen nicht im Auge behalten.

    Das Helferlein

    Die Ethik des Kategorischen Imperativs

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