Rechnung von Zeitarbeitsfirma

  • Rechnung von Zeitarbeitsfirma

    Hallo,

    ich habe hier ein wenig Ärger mit einer Zeitarbeitsfirma.

    Habe mich im Mai bei einer Zeitarbeitsfirma beworben. Hatten kurzen Telefonischen Kontakt, wir einigten uns Telefonisch, dass man mir den Arbeitsvertrag per Post zukommen lassen wollte. Dieser traf nach einem Tag bei mir ein. Nach Einsicht in diesen Vertrag entschied ich mich, doch nicht die Stelle dort anzutreten. Ich teilte das per E-Mail mit, und am selben Tag bekam ich die Aufforderung die Unterlagen wieder zurück zu schicken, sonst stellt man mir das in Rechnung. Dem kam ich unverzüglich nach, versant die Unterlagen per Einschreiben mit Rückschein für mich, daß es auch angekommen ist.

    Nun nach fast 3 Wochen, bekam ich eine Rechnung von dieser Firma über 75€ für Bearbeitungsgebühren/Unterlagen etc.

    Während ich einen Einspruch gegen diese Rechung schrieb, ich wollte auch die Post Quittung und den Rückschein mit Einbringen. Stellte ich fest, daß der Rückschein nicht ordungsgemäß ausgefüllt war. Der Empfänger hat weder Datum, noch seinen Namen in Druckbuchstaben angegeben, und die Unterschrift ist auch nur ein unleserlicher Kringel. Auch der Postarbeiter hat sein Pflichtfeld nicht ausgefüllt (Datum/Unterschrift).

    Nun steh ich da, meiner Meinung nach habe ich so gut wie nichts in der Hand um es auf einen Rechtsstreit ankommen zu lassen. Hier steht dann wohl Aussage gegen Aussage.

    Daher wollte ich euch fragen, wie soll ich hier weiter Verfahren?

  • Hallo, dass man 75 Euro für einen nicht unterschriebenen Arbeitsvertrag zahlen soll ist uns völlig neu und wohl ein recht interessanter Einzelfall.

    Natürlich werden wir uns mal auf die Suche machen ob es nicht schon mal so einen Fall gegeben hat, aber rein aus dem Bauch heraus liegt der Verdacht nahe, dass die Zeitarbeitsfirma hier versucht rechtlich sehr bedenklich an Geld zu kommen.

    Wir empfehlen ihnen der Firma zu schreiben, dass es ihnen neu ist dass sie eine Gebühr bezahlen müssen, wenn sie einen Arbeitsvertrag nicht unterschreiben.

    Sie würden sich nun zuerst im Internet informieren und den Fall dort in verschiedenen Rechtsforen schildern.

    Zudem würden sie sich gern zuerst bei einem Anwalt bzw. der Verbraucherzentrale informieren, ob eine solche Gebühr nicht sittenwidrig ist.

    So holen sie etwas Zeit raus, in der sie sich auch an anderer Stelle bitte informieren.

    Eventuell ist ihre Gegenwehr auch dazu geeignet, dass die Firma von ihrer Forderung abtritt.

    Halten sie uns bitte auf dem laufenden

  • Ich wollte noch hinzufügen, daß ich am Samstag diese Rechnung erhalten habe und bis auf den darauf folgenden Mittwoch den Betrag bezahlen müsse, sonst gehe dies bei der Firma umgehend in die Rechtsabteilung. Die Rechnung enthält zudem keine Rechnungsnummer. Wenn das noch von Interesse sein sollte.

    Eine Frage noch:

    Soll ich den Brief gleich als Einspruch gegen diese Rechnung verfassen?

    Danke!

  • Hallo, leider konnten wir noch nicht einen Fall finden in dem eine Firma eine Gebühr für die Ausstellung eines Arbeitsvertrages forderte.

    Die Summe ist fern jeder Realität und in unseren Augen völlig ungerechtfertigt.

    Wenn sie sich rechtlich absichern wollen, können sie über Rechtsberatung und Rechtsfragen online. Finden Sie einen Rechtsanwalt bei frag-einen-anwalt.de eine kostenpflichtige dafür aber auch rechtsverbindliche Aussage eines Anwaltes einfordern.

    Wir sind uns aber ziemlich sicher, dass diese nicht anders ausfallen wird als unsere, persönliche Einschätzung.

    Eine fehlende Rechnungsnummer hat keinen Einfluss auf die Rechnung als solche.

    Die Fristsetzung ist sicher so kurz um den Zahlungsvorgang zu beschleunigen.

    Als provokative Überlegung könnte man annehmen, dass hier die Situation des Arbeitslosen / Arbeitssuchenden ausgenutzt werden soll.

    Eines aber noch. Nimmt man normale Vertragliche Geschäfte als Leitlinie, so hätte im Gespräch per Telefon darauf hingewiesen werden müssen, dass eine Gebühr fällig wird, wenn der Arbeitsvertrag nicht eingegangen wird.

    Aber auch das scheint uns rechtlich hart an der Grenze bzw. schon ein Stück weit darüber zu sein, was man im Vertragsrecht so vereinbaren darf.

    Eine Gebühr zu verlangen, wenn der Arbeitnehmer einen Vertrag nicht unterschreibt ist in unseren Augen eine unzulässige Benachteiligung des möglichen Vertragspartners.

    Wir bleiben dabei, die Gebühr ist zu unrecht erhoben worden.

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