Verschwiegenheitspflicht Sozialpädagoge

  • Hallo an alle,

    wie verhält es sich in folgendem Fall:

    - Person A ist SozPäd, Person B ist Besucher einer Veranstaltung, die von Person A geleitet wird

    - die Veranstaltung findet regelmäßig statt

    - Person B verliebt sich in Person A und teilt ihr dies im Vertrauen mit, mit der Bitte dies nicht weiterzugeben

    - Person A gibt diese Information an Vorgesetzten weiter

    - Person B erfährt davon und droht A mit Anzeige

    Ist Person B hier im Recht? Wie kann sich Person A schützen?

  • Person A hat richtig gehandelt.Es könnte bei der Behandlung zu Konflikten kommen und Person A wollte sich wohl absichern.


    Ich,wäre ich Person A,würde die Behandlung sogar abbrechen.

  • Welche Behandlung meinst Du?

    Es handelt sich um eine Freizeitgruppe, die Person A im Rahmen der Tätigkeit als SozPäd betreut. Die betreffende Person ist kein SozPäd, sondern nur Besucher dieser Gruppe. Das ganze hat doch dann im beruflichen Umfeld des SozPäd stattgefunden, wodurch die Verschwiegenheitspflicht gilt, oder? Kann diese Anzeige als „Rache“ und somit als nicht durchsetzbar interpretiert werden?

  • Was hat eine Liebeserklärung bitte schön mit dem beruflichen Umfeld zu tun? Soetwas ist doch eher privat, oder? Offfensichtlich hegt Person A keine Gefühle für Person B und indem sie ihren Vorgesetzten informiert, sichert sie sich nur ab. Vielleicht hat sie Angst, dass die abgewiesene Person B aus Rache Anzeige wegen sexueller Belästigung erstattet. Alles schon dagewesen.

  • Ne ne, ganz falsche Richtung 🙂

    Person B ist hm nie zu nahe getreten, war nie unfreundlichen ihm gegenüber oder derglichen.

    Und warum kommt hier §203 Stgb nicht zum Tragen? Es handlet sich doch m.E. nach um ein privates Geheimnis, was dem SozPäd im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit mitgeteilt wurde… Der SozPäd sagt selbst, dass er Schweigepflicht hat, teilt diese Tatsache jedoch dem Vorgesetzten mit. Und droht der verliebten Person, dies auch vor den anderen Gruppenteilnehmern offen zu legen. Ist dies rechtens?

  • Jetzt mal ganz langsam, dass wir uns auch gegenseitig verstehen:

    Person B gesteht der Person A ihre Liebe. Dieses Geständnis macht sie doch wohl der Privatperson A gegenüber und nicht dem Funktionsträger A. Der § 203 StGb träfe dann zu, wenn Person B der Person A von ihrer Liebe zu einer anderen, sagen wir mal Person C, erzählen würde.

  • Person A „droht“ derweilen damit, diese Geheimnis auch vor anderen Gruppenteilnehmern offen zu legen, obwohl Person B dies ausdrücklich nicht wünscht. Wäre dies auch „erlaubt“?

  • Da dies eine Sache unter Privatpersonen ist wäre es sehr wohl möglich.

    Stellt sich die Frage, hat Person A einen triftigen Grund zu dieser Massnahme?

    Kann es sein das Person B etwas zu forsch, ich will nicht sagen stalkt, vorgeht?

    Wäre ich Person B, ich würde selbst vor die Gruppe treten.

  • Warum ist dies eine Sache unter Privatpersonen? Dies wurde im beruflichen Umfeld des SozPäds gesagt. Außerdem sehen sie sich nur dessen beruflichen Umfeld…

  • Noch mal von vorn:

    Der § 203 StGb besagt:

    (1) Wer unbefugt ein fremdes Geheimnis, namentlich ein zum persönlichen Lebensbereich gehörendes Geheimnis oder ein Betriebs- oder Geschäftsgeheimnis, offenbart, das ihm als

    5. staatlich anerkanntem Sozialarbeiter oder staatlich anerkanntem Sozialpädagogen

    anvertraut worden oder sonst bekanntgeworden ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

    Jetzt die Frage: Wurde die Liebeserklärung der Person A gegenüber als Privatperson abgegeben oder als staatlich anerkanntem Sozialpädagogen abgegeben?

    Mal ehrlich, es wird wohl der Privatperson gegolten haben, oder? Ansonsten wäre eine solche Erklärung unverbindlich und sinnlos.

    • :)
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