Schreiben von Bussek & Mengede

  • Schreiben von Bussek & Mengede

    Auszug aus dem Orginal Schreiben:

    In Sachen: mr.nextnet . / . mein Name

    Aktenzeichen : jede Menge Nummern

    Sehr geehrter Herr ..... ,

    dieser Vorgang ist uns nun mit dem Auftrag vorgelegt worden, alle zur Realisierung der Forderung notwendigen Schritte vorzubereiten.

    Bla, Bla gerichtliches Mahnverfahren bla Vollstreckungsbescheid

    Die Gesamtforderung beträgt 42,96 EUR.

    Da die Durchführung dieses Schrittes für beide Seiten kostenintensiv und zeitaufwendig ist, hat sich unser Mandant entschlossen, bei einer einmaligen Zahlung von 70% der oben genannten Gesamtforderung auf die Restforderung zu verzichten.

    Voraussetzung für dieses Entgegenkommen ist jedoch, dass die Zahlung bis spätestens 06.01.2010 bei uns eingeht.

    Andernfalls ist dieses Angebot hinfällig und die Gesamtforderung lebt in vollem Umfang auf.

    MfG

    Rechtsanwälte

    Ich habe mit der Fa. mr.nexnet keine Geschäfte gemacht und die Fristsetzung der Zahlung ist auch Humbug. Der Stempel von TNT auf dem Umschlag ist vom 06.01. und den Brief habe ich erst heute bekommen.

  • Das nächste Schreiben ist da !

    Sehr geehrter Herr ….. ,

    in vorbezeichneter Angelegenheit danken wir für ihr Schreiben vom 18.01.2010. Bezüglich der von uns angemahnten Forderung möchten wir ihnen nach Rüchsprache mit unserer Mandantin Folgendes mitteilen.

    Im vorliegenden Fall handelt es sich um Verbindungen über den Auskunftdienst 11880 der telegate AG. Diese Verbindungen wurden ihnen in ihren Telefonrechnungen vom 30.10.07, 03.01.08 und 01.02.08 unter der Rubrik “ Beträge anderer Anbieter“ in Rechnung gestellt.

    Bitte beachten Sie, dass einige Telefongesellschaften für die Nutzung von Sonderrufnummern (z.B. 0900, 118xx) eine separate Rechnung erstellen. In diesen Fällen kann das Rechnungsdatum von dem der regulären Monatsrechnung abweichen.

    Sollten Ihnen die Rechnungen nicht vorliegen, wenden sie sich bitte an Ihre Telefongesellschaft.

    Diese tätigt nur den Ersteinzug für den Gesamtbetrag der Rechnung und leitet die Verbindungsentgelte an die jeweiligen Verbindungsnetzbetreiber weiter.

    Dies setzt jedoch voraus, dass der Zahlungseingang fristgerecht und vollständig bei ihrer Telefongesellschaft verzeichnet werden kann.

    Da Sie diese Rechnung augenscheinlich nicht fristgerecht oder inh voller Höhe beglichen haben (möglicherweise haben sie auf eine Mahnung hin bezahlt), wurden die einzelnen Positionen den entsprechenden Anbietern als offene Forderung gemeldet.

    Da die Anbieter nun selbst für die weitere Durchsetzung ihrer Forderung verantwortlich sind, erfolgt die Mahnung nunmehr durch sie bzw. ihre Beauftragten. Die telegate AG hat ihre Forderung gegen Sie an die mr.nexnet GmbH abgetreten und diese mahnte Sie bereits mehrmals an.

    Da kein Zahlungseingang zu verzeichnen war, hat uns die mr.nexnet GmbH mit der weiteren Geltendmachung beauftragt.

    Wir hoffen, dass wir ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet haben und erwarten nunmehr den Eingang Ihrer Zahlung bis zum 12.03.2010 auf unser Konto bei der

    “ Bankverbindung Bussek&Mengede“

    Den Gesamtbetrag entnehmen sie bitte nachfolgender Forderungsaufstellung.

    Bla, Bla : 43,04 Euro

    Sollte Ihnen der Ausgleich in einer Summe nicht möglich sein, erwarten wir innerhalb der vorgenannten Frist einen angemessenen Zahlungsvorschlag.

    MfG….

  • Hallo Wilfried

    Das ist schwer zu sagen. Die Begründung zur Kostenentstehung ist nachvollziehbar. Nur haben sie diese Kosten wirklich verursacht?

    Können sie eventuell über ihren Telefonanbieter die Rechnungen einsehen, nachträglich anfordern um zu überprüfen ob diese einen solchen Zahlungspunkt enthalten?

    Wir können ihnen weder zum einen noch zum anderen raten. Sofern sie sich sicher sind, dass sie die Kosten nicht verursacht haben, sollten sie mit Hilfe eines Anwaltes dagegen vorgehen. Es wäre aber fatal ihnen dazu zu raten, wenn nicht sicher ist, dass die Forderung zu unrecht erfolgt.

  • Wenn ich den Fall richtig interpretiere, wurde dieser Bericht Anfang Januar 2010 von B & M angefordert, offenbar aber nicht geliefert. Daher sollte Nexnet, die diese angebliche Forderung stellt, schlechte Karten haben. In der Gesetzesvorschrift heißt es immerhin: …oder wird die technische Prüfung später als zwei Monate nach der Beanstandung durch den Teilnehmer abgeschlossen , wird widerleglich vermutet, dass das in Rechnung gestellte Verbindungsaufkommen des jeweiligen Anbieters von Telekommunikationsdiensten für die Öffentlichkeit unrichtig ermittelt ist.

    Ich würde der Kanzlei schreiben, dass ich schon wegen dem nicht fristgerecht gelieferten Prüfbericht die Forderung nicht anerkenne.

  • Hallo,

    ich habe ebenfalls Post von der Anwaltskanzlei Bussek & Mengede im Auftrag der Firma mr. nexnet erhalten.

    Wie ich nun gesehen habe gibt es im Netz einige Seiten zu dem „Thema“, daher möchte ich jetzt auch keinen weiteren Beitrag eröffnen.

    Aber zum eigentlichen. Meine Frau hatte am 11.03.10 die 11 88 0 Auskunft der telegate AG angerufen. Bei der folgenden Telefonabrechnung hatte sie aber leider nicht den gesamten Betrag überwiesen, somit wurden die 1,99 Euro nicht von der Telekom an die telegate AG abgeführt. Soweit so klar.

    Nun hatten wir am 11.05.10 eine Mahnung, keine Zahlungserinnerung o.ä. sondern direkt eine Mahnung inkl. 1,50 Euro Mahngebühr, der Fa. mr. nexnet im Postfach.

    Das Schreiben selbst trägt jedoch das Datum vom 26.04.10

    Nach kurzer Prüfung haben wir dann fest gestellt das der Fehler wirklich bei uns lag und haben, um weitere Probleme oder Kosten zu vermeiden, die 3,49 Euro am 13.05 an mr. nexnet überwiesen. Gebucht wurde der Betrag dann am 14.05.10.

    Am 18.05.10 hatten wir dann plötzlich ein Schreiben der Anwaltskanzlei Bussek & Mengede (vom. 12.05.10) im Postfach, welche die Fa. mr. nexnet vertreten und von der wir aufgefordert wurden bis zum 19.05.10 einen Gesamtbetrag von 33,50 Euro zu zahlen (inkl. Anwaltsgebühren & Zuschlägen).

    Daraufhin habe ich direkt versucht bei mr. nexnet anzurufen um die Angelegenheit zu klären, da auf deren Schreiben (Rückseite) ja so schön steht: … oder nehmen Sie unter … Tel: …. direkt Kontakt mit und auf.

    Ja Pustekuchen direkt, da kam ich nur an eine Bandansage.

    Also habe ich aufgelegt und versucht die Anwaltskanzlei zu erreichen, was mir nach dem zweiten Versuch auch gelang. Ich hatte da einen doch sehr freundlichen Herrn am Apparat, der mir nach einem kurzen Gespräch eine 14 tägige Stundung des Betrags vorschlug.

    Ich habe dann der Anwaltskanzlei wie telefonisch vereinbart den Überweisungsbeleg zugefaxt und der Fa. mr. nexnet ein Schreiben geschickt auf das ich bis heute keinerlei Antwort erhalten habe.

    Vielmehr flatterte mir vergangenen Montag 31.05.10 erneut Post von der Anwaltskanzlei in´s Postfach. Hier wurde mir mitgeteilt das mr. nexnet den Zahlungseingang bestätigt habe, aber noch 30,01 Euro offen stehen würden.

    Bei uns ist es nun so das wir ein Postfach haben, in das sämtliche Briefpost geht. Selbst Post mit Hausanschrift wird ggf. vom Zusteller aussortiert und an das Postfach umgeleitet, eventuell kam daher die verspätete Zustellung. Jedoch haben wir den offenen Betrag von 3,49 Euro innerhalb von 2 bzw. 3 Tagen gezahlt. Ich meine ich überweise ja nicht einfach irgendwo hin Geld ohne vorab die Sache zu prüfen. Einer weiteren Zahlungsverzögerung oder Schuld bin ich mir aber nicht bewusst, daher bin ich nicht gewillt die 30,01 Euro auch noch zu bezahlen.

    Ich hatte dann am Dienstag Abend noch eine email an die Kanzlei geschrieben die, ebenfalls wie die Empfangsbestätigung hierüber, unbeantwortet blieb.

    Daher habe ich am Mittwoch erneut bei Bussek & Mengede angerufen und der ebenfalls netten Dame gesagt, das ich mir keiner weitren Schuld bewusst bin und den Betrag nicht zu zahlen gewillt bin.

    Dies würde von den Anwälten jedoch so nicht gesehen , da ich den Betrag erst nach Ablauf der Zahlungsfrist 04.05.10 bezahlt hätte.

    Ja klasse wie will ich denn den Zeitrahmen einhalten wenn ich die Mahnung erst am 11.05.10 erhalten habe ???

    Allein das wir gleich eine Mahnung ohne vorherige Zahlungserinnerung erhalten haben ist ja schon ein Hammer, dann aber gleich eine Anwaltskanzeil zu beauftragen ist schon …

    Nachdem ich beim zweiten Telefonanruf bei der Kanzlei erst einmal in der Warteschleife der fest hang und es hieß „der nächste freie Mitarbeiter ist für sie reserviert“ dachte ich was ist denn das für eine Kanzlei ?

    Noch misstrauischer wurde ich jedoch bei mr. nexnet da diese nicht im geringsten auf mein Schreiben reagiert haben.

    Dieses Mißtrauen wurde durch die zahlreichen Beiträge auf verschiedenen Seiten im Internet noch verstärkt.

    Aktueller Stand ist nun das ich erneut eine 14 tägige Stundung bei Bussek & Mengede erhalten habe und mr. nexnet nun via Einschreiben mit Rückschein anschreiben wollte.

    Wie gesagt wir haben diese Telefonauskunft angerufen, aber wir haben auch den Betrag inkl. Mahngebühr innerhalb von 2 Tagen gezahlt. Das wir das Schreiben erst nach der Zahlungsfrist erhalten haben, dafür kann ich doch nichts.

    Die Fa. mr. nexnet wird mein Schreiben wohl „gar nicht erhalten haben“.

    Für mich als Verbraucher sieht das ebenfalls nach Abzocke aus, auch wenn das vielleicht ein sehr häufig genutzer Begriff ist. Aber selbst wenn ich das Schreiben bereits am 27.04.10 erhalten hätte, hätten wir für die Überweisung auch nur etwa 4 Tage Zeit gehabt und die Zahlungsfrist einzuhalten.

    Sollte ich mr. nexnet nun noch einmal anschreiben oder mich lieber an eine Verbraucherberatung oder einen Anwalt wenden ???

    Vielen Dank für das lesen und etwaige Hilfe.

    Gruß Marc

  • Das hätte ich fast vergessen. Am Mi. 02.06.10 um 17:18 Uhr habe ich noch einen Anruf von der Nummer 080000010067 erhalten, als ich abhob war die Leitung jedoch tot.

    Wie ich ebenfalls im Internet gelesen habe, gehört diese Nummer wohl der Kanzlei Bussek & Mengede!

    Gruß Marc

  • Hallo,

    wir haben heute auch eine Mahnung über EUR 3.97 plus Mahngebühren erhalten. Angeblich für offenstehende Beträge bei unserem Telefonanbieter. Der Name unseres Telefonanbieters wird nirgends im Schreiben erwähnt. Da steht immer nur „Ihr Telefonanbieter“ Es steht auch nicht da für was wir eigentlich diesen Betrag zahlen sollen. Und eine Rechnung haben wir natürlich auch nie erhalten.

    In vielen Foren habe ich jetzt gelesen, daß diese Beträge entstehen können, wenn man die 11880 anruft. Ich kann nicht ausschließen, daß wir mal diese Nummer gewählt haben. (Werde dafür sorgen, daß das nie wieder passiert!) ABER wir haben bisher jede einzelne Rechnung unseres Telefonanbieters voll bezahlt ! Wäre es nicht Aufgabe unseres Telefonabieters diese Beträge in Rechnung zu stellen?

    Ich schreibe jetzt der mr.nexnet GmbH jedenfalls erst einmal. Und auch unserem Telefonanbieter. Mal gespannt was dabei herauskommt.

  • Hier ein Beitrag im Tagesspiegel vom 28.03.2011 zu dem Thema Kanzlei Bussek und Mengede hier tätig für Telegate.

    Abzocke am Telefon: Alte Rechnungen – Verbraucher – Wirtschaft – Tagesspiegel

    Hier der Text

    Alte Rechnungen

    Wie aus 1,51 Euro für eine Telefonauskunft plötzlich 37,66 Euro werden. Viele Verbraucher zahlen, ohne dass sie das tun müssten. Wie Firmen vorgehen und was die Politik dagegen tun will.

    Kürzlich bekam Ralf Lange (Name von der Redaktion geändert) Post vom Anwalt. Die Berliner Rechtsanwaltskanzlei Bussek und Mengede informierte ihn darüber, dass noch eine Telefonrechnung offen ist. Für 1,51 Euro soll Lange die Dienste der Telefonauskunft Telegate genutzt haben – im September 2006! Inzwischen sind Anwaltskosten und Mahngebühren hinzugekommen, statt 1,51 Euro soll der Berliner nun 37,66 Euro zahlen. Die Anwaltskanzlei handelt dabei im Auftrag des Inkassounternehmens Nexnet, das Schulden für Telefondrittanbieter eintreibt. So auch für die Telegate AG. „Das Ganze liegt fast fünf Jahre zurück. Ich kann die Forderung jetzt absolut nicht mehr nachvollziehen“, sagt Lange.

    Und: Eine Mahnung habe er vorher nie erhalten.

    Susanne Nowarra von der Berliner Verbraucherzentrale kennt das Problem: „Forderungen, die so alt sind, können vom Verbraucher oft nicht mehr nachvollzogen werden. Viele Menschen bekommen aber schon bei dem Schreiben der Anwaltskanzlei Angst und zahlen lieber“, weiß die Verbraucherschützerin. „Damit lässt sich Geld machen.“ Im Internet gibt es zahlreiche Beiträge über die Anwaltskanzlei Bussek und Mengede und das Inkassounternehmen Nexnet. Auch bei diesen Fällen geht es oft um Forderungen, die Jahre zurückliegen. Aus fünf Euro werden mit Anwaltsgebühren schnell 40 Euro.

    Mehr zum Thema

    Nach drei Jahren sind die Ansprüche verjährt

    Die Firmen setzen offenbar auf die Unwissenheit der Verbraucher. Denn nach drei Jahren setzt die Verjährungsfrist ein, die Forderungen verfallen. Der Kunde kann sich auf die Verjährung berufen und muss nicht mehr zahlen. Nur: Wer das nicht weiß und zahlt, kann sein Geld später nicht zurückfordern. „Die Firmen bewegen sich in einem rechtlichen Graubereich“, sagt Nowarra. „Grundsätzlich ist es nicht verboten, Uraltforderungen zu erheben.“ Und auch die erhebliche Spanne zwischen der eigentlichen Forderung und dem neuen Gesamtbetrag sei nicht strafbar.

    Die Verbraucherzentrale rät Betroffenen deshalb, zu prüfen, ob die Verjährungsfrist schon eingesetzt hat. Zudem sollte man alte Telefonrechnungen aufheben, um nachvollziehen zu können, ob die Forderungen von Drittanbietern wirklich berechtigt sind.

    Ralf Lange zahlte nicht, sondern rief bei Telegate an. Das Unternehmen konnte sich die Forderung angeblich auch nicht erklären. Hier hieß es, dass die Daten nur 180 Tage gespeichert würden und es nicht mehr nachprüfbar sei, ob und wann der Betrag angefallen sei. Weder Nexnet noch die Anwaltskanzlei Bussek und Mengede wollten sich gegenüber dem Tagesspiegel äußern.

    Die Abzocke mit Gewinnspielen nimmt zu

    Während das Eintreiben alter Telefonrechnungen nicht verboten ist, haben andere Firmen, die ebenfalls übers Telefon Geld verdienen, den Bereich des rechtlich Erlaubten verlassen. Vor allem die Abzocke mit Gewinnspielen nimmt zu. „Betrüger nutzen in letzter Zeit verstärkt Telefonabrechnungen, um das Geld ihrer Opfer einzuziehen“, sagt Frank Scheulen vom Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen. Dabei geraten häufig ältere Menschen in das Visier der Täter. Die Betrüger vertrauen auf die Gutgläubigkeit der Senioren. Die Methoden sind unterschiedlich: Manchmal werden die Opfer darüber informiert, dass sie angeblich bei einem Gewinnspiel gewonnen haben. Um den vermeintlichen Gewinn abzurufen, werden sie auf eine teure Rückrufnummer geleitet. Oder ihnen wird gesagt, dass sie sich von einem Gewinnspielabonnement abmelden können. Rufen die Rentner unter der angegebenen Nummer an, entstehen wieder Kosten. Abgebucht wird das Geld über die Telefonrechnung. „Oft kümmern sich nicht die Senioren um die Rechnungen, sondern deren Kinder. Da kann es passieren, dass gerade kleine Beträge gar nicht auffallen“, berichtet Frank Scheulen.

    Nach Angaben des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen gab es im vergangenen Jahr bundesweit 80 000 Fälle von unerlaubter Gewinnspielwerbung. Auch der Berliner Verbraucherzentrale ist dieses Vorgehen bekannt. „In einigen Fällen haben sich die Betrüger selbst als Mitarbeiter der Verbraucherzentrale ausgegeben und die Opfer angeblich vor Betrug gewarnt“, sagt Susanne Nowarra. Im Gespräch fragten sie dann nach der Kontonummer. „Wir als Verbraucherschützer würden aber nie initiativ anrufen“, berichtet Nowarra. Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen rät, bei kuriosen Anrufen sofort aufzulegen. Bei Abbuchungen sollten die Betroffenen das Geld sofort zurückbuchen und Strafanzeige stellen.

  • Da es zu dieser Firma ja offenbar bereits einen Thread gibt, mache ich mal keinen neuen auf, auch wenn sich die Sache bei mir (bisher!) etwas anders verhält, als bei den meisten hier, dazu mehr unten. Ich wäre für jeden guten Rate dankbar.

    Ich habe mich bereits im Netz umgesehen und es gibt ja mehr als reichlich Beiträge/Beschwerden/Artikel etc etc zu dieser Kanzlei und ihren Mandanten, aber teilweise widersprechen die sich etwas bzw. aus manchen wird man auch nicht recht schlau, daher frage ich hier mal ganz konkret, nach den Punkten, die mich beschäftigen.

    Vorweg: man könnte vielleicht meinen, daß ich etwas überreagiere oder mir im Vorfeld zu viele Sorgen mache, aber ich denke, das ergibt sich aus meiner unten geschilderten Situation UND auch einer gewissen Neigung meinerseits, alles etwas zu gründlich zu durchdenken.

    Zur Sache:

    Ich habe noch keine Schreiben dieser Kanzlei erhalten, aber heute einen Anruf von der Nummer 0800 0001 0067 und die gehört ja scheinbar zu der Kanzlei. Da ich irgendwelche dubiosen Nummern generell nicht einfach so zurückrufe, habe ich halt erstmal gegoogelt und mich durch Dutzende von Berichten anderen Betroffener aus der letzten 3-4 Jahren gewühlt. Danach habe ich von einem Rückruf natürlich erst recht abgesehen und will mich erstmal gründlich schlau machen.

    Ich könnte mich natürlich bequem zurück lehnen und warten, ob noch was passiert und wenn ja, was… ABER das könnte m.E. evtl. zu Problemen führen und zwar aus diesen Gründen:

    -bei einer mittleren „Katastrophe“ vor 1-2 Jahren sind meine persönlichen Unterlagen, darunter Telefonrechnungen und Bankbelege fast vollständig vernichtet worden, was mir eine Kontrolle früherer Vorgänge sehr erschwert und das Beibringen von Belegen quasi unmöglich

    -ich bin berufsbedingt immer mal wieder mehrere Wochen am Stück nicht vor Ort und kriege dann natürlich auch meine Post nicht zu sehen. Normalerweise ist das kein Problem, regelmäßiges bringe ich im Vorfeld oder per Dauerauftrag auf den Weg, irgendwelche Bestellungen o.ä. lasse ich an Bekannte/Verwandte gehen, die dann auch (wenn nötig) die Bezahlung regeln usw… Mir entgeht da auch mal was, das führt aber nie zu echten Problemen, da ich sooo lange dann auch nicht abwesend bin und halt mit einer Mahnung hier und da schon mal leben kann, schließlich zahl ich’s dann ja auch.

    Sooo… nun habe ich halt die Befürchtung, daß folgender oder ein ähnlicher Fall eintreten könnte:

    Ich fahre weg. Die schicken eine Mahnung über wasweissichwas, geben zwei Wochen Frist, machen dann einen MB, ich verpasse die Widerspruchsfrist, weil ich nicht da bin und habe dann nicht nur die Forderung, sondern noch die Kosten des Mahnverfahrens am Hals. Ich weiss zwar, daß man in so einem Fall die Sache quasi auf den alten Stand zurück setzen lassen kann usw, wenn man seine Abwesenheit nachweist, aber das möchte ich mir gerne alles ersparen, zumal ich dann ja auch wieder unterwegs sein kann usw usw…. Ich hoffe, das war verständlich.

    Daraus ergeben sich für mich nun ein paar Fragen:

    1) Treibt diese Kanzlei eigentlich tatsächlich legitime Forderungen ein oder ist das zu 90% Abzocke?

    2) Es scheint sich ja fast immer um Minderbeträge zu handeln, die durch Kosten und Gebühren aufgebauscht werden. Leiten die in solchen Fällen ggf. auch tatsächlichen ein ger. MV ein oder basiert das auf dem „mal gucken, wer freiwillig zahlt“-Prinzip?

    3) Zum Verständnis: Ich habe seit Ewigkeiten meinen Anschluss bei der Telekom. Meine Rechnungen sind bezahlt, kann es dann überhaupt eine solche Forderung geben? (Theoretisch!)

    4) Bedingt durch mein ewiges Hin und Her habe ich auch mal eine Telekomrechnung nicht pünktlich gezahlt und ein oder zweimal wurde der Anschluss dann halt auch während meiner Abwesenheit gesperrt, aber nachdem ich dann sofort gezahlt habe, auch wieder angestellt. Daher könnte ich mir vorstellen, daß die dann etwaige Kosten für „Zusatzdienste“ an diese zurück geben, damit die die selber eintreiben. Aber müsste ich in einem solchen Fall nicht von denen schon längst mal was gehört haben?

    5) Ich habe noch nie irgendwelchen Kram wie Klingeltöne, Telefonsex, Spielchen etc etc genutzt, bestenfalls mal eine alternative Auskunft, aber das auch nur ein- oder zweimal und das ist auch schon Jahre her, also müsste es doch eigentlich großer Zufall sein, wenn ausgerechnet einer dieser Fälle mit den ein oder zwei kurzfristigen Sperrungen zusammenfallen würde, oder denke ich da falsch?

    6) Treiben die auch Forderungen der Telekom selbst ein? Ansonsten dürften die eigentlich weder meine Adresse noch meine Nummer haben (Geheimnummer). Da ich aber nach wie vor einen Anschluss habe, sage ich mir, daß´ich doch der Telekom kaum schon seit Jahren Geld schulden kann oder wäre das irgendwie erklärbar? Kann mir halt nicht vorstellen, wie die sonst zu meiner Nummer kommen sollen, außer die probieren alle möglichen Nummern durch, da man ja scheinbar eh von einer Maschine angerufen wird.

    7) Irgendwelche Vorschläge zum weiteren Verhalten?

    Sorry für den „Roman“ und vielen Dank im voraus!

    • :)
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    • ;)
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