Vodafone - "Vertragsoptimierung" - Rücktritt

  • Ich habe leider ziemliche Probleme mit Vodafone und möchte sie hier einmal schildern.

    Seit ca. 1 1/2Jahren habe ich einen vertrag bei Vodafone, der mich mit Festnetz-Flat, Flat zu Vodafone, 3000 frei-SMS (Teil des "Junge-Leute-Rabatts), und Internet (500MB), mit einem "Junge-Leute-Rabatt" (10€) immer 40€ gekostet hat. Plus natürlich die Telefonate in Fremdnetze usw. versteht sich

    Nun bin ich mitte März auf einen "Vertragsoptimierungs-Anruf" reingefallen...

    Die Frau erzählte mir die ganzen Vorzüge (SMS-Flat, die mich jetzt nicht interessiert hat und auch unbegrenztes Internetvolumen) zum gleichen Preis.

    Ich stimmte also zu und während der Aufnahme sprach sie dann von 50€ monatlich, ich natürlich eingelenkt und auf 40€ "korrigiert", was die Dame auch bestätigte.

    So weit so gut...

    Die erste Rechnung im April war natürlich nicht überschaubar, da der neue Tarif nur anteilig berechnet wurde und ich somit den Preis auch nicht nachvollziehen konnte.

    Letzten Monat traf mich dann der Schlag. Ich sollte 50€ Basisgebühr zahlen.

    Also rief ich bei Vodafone an, um dies sofort richtig zu stellen. Nachdem ich gefühlte 1000x zu einem anderen Kollegen in einer anderen Abteilung umgeleitet wurde, hatte ich Glück.

    Der Herr verstand mein Anliegen und sagte, dass er die Vertragsänderung zurück nimmt, also der alte Vertrag wieder hergestellt wird. Ich fragte noch, wie es mit einer Rückerstattung der Kosten stünde. Hierzu konnte er mir nicht viel sagen, da ich ja "das Angebot schon genutzt hätte", er würde aber eine Nachricht an die Verwaltung(?), den Chef(?) schicken.

    Also war ich glücklich und habe über diese "einmalige" Rechnung hinweggesehen.

    Heute kam die nächste Rechnung ins Haus geflatter.

    Und mich traf schon wieder der Schlag. Wieder 50€ Basisgebühr. Ich also auf 180 und so freundlich es ging wieder bei Vodafone angerufen.

    Dieser Mitarbeiter hörte sich meine Geschichte an und konnte auch die verschiedenen Umleitungen beim vorherigen Telefonat bestätigen.

    Allerdings meinte dieser nun, dass man es nicht rückgängig machen kann, da die Frist nur 2 Wochen nach Abschluss beträgt.

    Das habe ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen und sprach den Telefonmitschnitt an (dieser suggerierte mir immer meine(!) Sicherheit bei einem Abschluss per Telefon), hier sind schließlich die versprochenen 40€ klar zu hören. Er meinte, dass er da keinen Zugriff drauf hätte und ich mich doch am dem Postweg bzw. per FAX direkt an die Zentrale wenden soll.

    Ich meine ich will den Vertrag ja nur "indirekt" wieder zurücksetzen lassen, ich will ja das bekommen, was ich abgeschlossen habe.

    Nun habe ich mehrere Fragen:

    1. Was für Chancen habe ich? Was kann ich tun? Ich bin Studentin und habe demnach nicht die Möglichkeit "mal eben" 10€ mehr zu zahlen. Und das dann noch bis November.

    2. Kann mir Vodafone einen Strick daraus drehen? Ich habe oben immer die Brutto-Preise (mit Mehrwertsteuer angesprochen), in der Rechnung sind zunächst immer Nettopreise angegeben und dieser beträgt rund 42€. Wobei die Mitarbeiterin ja 40€ und nicht 42€ bestätigt hat...

    3. Wie verfasse ich so ein Schreiben? Ich möchte mein Anliegen klar schildern, aber auch alles wichtige enthalten haben und es natürlich trotz meiner Wut auch formell gestalten. Ich würde auch gerne ansprechen, dass bald (im Nov.) mein Vertrag abläuft und das ganze seeeeeeehr ungünstig für eine eventuelle Vertragsverlängerung ist.

    Ich hoffe, dass ihr mir hier helfen könnt, da ich doch schon ziemlich verzweifelt bin und das nicht mit mir machen lassen möchte.

  • Hallo,

    diese Story kenne ich auch von mir. Ein Telefonverkauf unterliegt wie ein Internetkauf dem Fernabsatzgesetz. Hier hat der Verbraucher 14 Tage Widerrufsrecht sofern er in Textform belehrt wurde. Also per email, Fax oder Postbrief. Haben Sie sowas erhalten ?

    Wenn nicht, läuft das Widerrufsrecht „unendlich“ da Sie ja nicht belehrt wurden.

    Also am Besten einen Postbrief an Vodafone senden mit dem Sachverhalt (auch das Telefonat mit dem MA schildern) und vorsorglich von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen.

    Dazu mal Dieses vom Shopbetreiber-Blog (Trusted-Shops): Lesen Sie Verbrauchern am Telefon die Widerrufsbelehrung vor? » shopbetreiber-blog.de

    Viel Spass nun mit Vodafone….die werden sich ersteinmal sträuben…..hart bleiben..

    Nachtrag:

    dazu Dieses: § 312d BGB Widerrufs- und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen – dejure.org

    Wichtig ist dieser Passus:

    Das Widerrufsrecht erlischt bei einer Dienstleistung auch dann, wenn der Vertrag von beiden Seiten auf ausdrücklichen Wunsch des Verbrauchers vollständig erfüllt ist, bevor der Verbraucher sein Widerrufsrecht ausgeübt hat.

    Aber dazu müssen Sie belehrt worden sein. Siehe Absatz 2:

    Die Widerrufsfrist beginnt abweichend von § 355 Abs. 3 Satz 1 nicht vor Erfüllung der Informationspflichten gemäß Artikel 246 § 2 in Verbindung mit § 1 Abs. 1 und 2 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche, bei der Lieferung von Waren nicht vor deren Eingang beim Empfänger, bei der wiederkehrenden Lieferung gleichartiger Waren nicht vor Eingang der ersten Teillieferung und bei Dienstleistungen nicht vor Vertragsschluss.

  • Danke für die Rückmeldung.

    Eine „richtige“ schriftliche Erklärung habe ich nicht erhalten. Allerhöchstens eine SMS, aber die kann ich in meinem Handy nicht finden (kann aber sein, dass ich sie gelöscht habe). Aber ich glaube ich habe keine bekommen.

    Was heißt das jetzt für mich? Was kann ich also tun?

    Kann ich letztendlich nur den Brief schreiben?

    Anm. Heute morgen habe ich noch einmal dort angerufen. Der Mitarbeiter meinte, dass man das Rücktrittsrecht noch auf die ersten 1 1/2 Rechungen ausdehnen kann. In diesem Zeitraum habe ich ja schon das erste Mal dort angerufen. Der Herr meinte jedoch, dass er das ja nicht nachvollziehen kann.

    Er sagte, dass ich nur einen Antrag auf „Einzelfallüberprüfung“ stellen könnte.

    Hat man als Verbraucher denn keine Rechte mehr? Ich meine ich kann ja jetzt nicht eine waschmaschine für 100€ verkaufen und schlussendlich 500€ in rechnung stellen, weil mir danach ist.

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