Sturz im Supermarkt kann Schmerzensgeld bringen

Eine Frau rutschte im Supermarkt aus und verletzte sich dabei stark am Knie, sodass sie zeitweise arbeitsunfähig war. Daraufhin verklagte sie den Supermarkt auf 4000 Euro Schmerzensgeld. Schließlich sei sie auf einem Fettfleck ausgerutscht, der nicht zu erkennen gewesen war.

In einem Fall wurde eine Summe von 25.000 Euro für den Sturz in einem Supermarkt als Vergleich gezahlt. Hier war vergessen worden, ein Warnschild aufzustellen, was die Kunden auf den frisch gewischten Boden hinweisen sollte.

Der Marktbetreiber dagegen sagte, die Frau sei auf einer Scheibe Wurst ausgerutscht. Diese hätte sie sehen können außerdem seien 4000 Euro Schmerzensgeld zu viel. Vor Gericht einigte man sich schließlich auf einen Vergleich über 750 Euro.
Amtsgericht München, 271 C 18055/11

Sofern ein Sturz im Supermarkt passiert ist vor Gericht zu klären, ob der Geschädigte einen Grund hatte den Supermarkt aufzusuchen. Der gewollte Kauf eines Produktes ist ein solcher Grund, nicht aber wenn sich ein Kunde vor dem Regen in den Markt begibt.

Das Amtsgericht Augsburg hat den Antrag auf Zahlung von Schmerzensgeld nach einem Sturz im Supermarkt verneint. Hier war eine große Menge an Öl ausgelaufen. Schnell hatte der Marktbetreiber die Fläche mit Sand ausgestreut und Warnhinweise aufgestellt.

Das Gericht war der Meinung, zwar müsse ein Supermarkt sicherstellen, dass seine Kunden gefahrlos einkaufen können, im Gegenzug kann vom Kunden aber auch erwartet werden, dass er sich aufmerksam verhalte und auf Warnschilder achte.

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