Schulpflicht auch für strenge Christen

Streng religiöse Eltern weigerten sich, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Sie wollten auch verhindern, dass ihre Kinder zur Emanzipation erzogen werden. Den Eltern wurde ein Zwangsgeld von 300 Euro angedroht, falls ihre Kinder nicht zur Schule kämen. Dagegen klagten sie und verloren. Es gibt für Eltern kein Wahlrecht, ob sie Kinder zur Schule schicken oder nicht.
VGH Baden-Württemberg Az:12 K 718/11

Zwangsgeld bei Unterrichtung der Kinder von zu Hause aus

Ein Elternpaar hatte seine Kinder zu Hause unterrichtet. Weil in Deutschland Schulpflicht besteht, ist das nicht erlaubt. Den Eltern droht nun ein Zwangsgeld von 2.000 Euro, wenn die Kinder weiterhin der Schule fernbleiben.
VG Sigmaringen, Az.: 4 K 33/12

Schulpflicht gilt auch für Kinder religiöser Eltern

Streng religiöse Eltern wollten ihre Kinder nicht in die Schule schicken. Sie fanden den Lehrplan „neomarxistisch“ und sahen ihre christliche Erziehung bedroht. Vor Gericht kamen sie damit nicht durch. Religiöse Gründe rechtfertigten keine allgemeine Schulverweigerung. Nur eine Befreiung von einzelnen Veranstaltungen sei möglich.
OLG Köln Az: 1 RBS 308/12

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