Wenn Reisekataloge lügen

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Der Reisekatalog versprach das blaue vom Himmel oder besser gesagt, ein blaues Meer und ein samtweichen Strand. Gerade bei Bildern der Umgebung des Hotels, hier das Wasser sind oft ausschlaggebend für eine Reisebuchung.

Blaues Meer und weißer Strand

So hatte das Amtsgericht Köln eine Beschwerde von Reisenden zu verhandeln, die ihren Urlaub aufgrund der Bilder im Katalog gebucht hatten. Sie wollen ein klares blaues Meer und einen weißen Strand.

Abweichungen vom Katalogbild

Auch wenn der Reiseveranstalter nicht in der Lage ist, die Wassereigenschaften zu beeinflussen, so ist er nach Entscheidung des Gerichts jedoch für enorme und längerfristige Abweichungen vom Katalogbild haftbar zu machen.

Kürzung des Reisepreises bei trüben Wasser

Geklagt hatten die Urlauber, weil innerhalb ihres zweiwöchigen Urlaubes das Wasser am Stand dunkel, trüb und braun war und zudem täglich eine erhebliche Menge Insektenschutzmittel versprüht wurde. Die Richter waren der Auffassung, dass hier ein Reisemangel vorliege, der zur Kürzung des Reisepreises um 15% berechtigte.
AG Köln Az: 134 C 419/07

Wasserqualität in der Dominikanischen Republik

Auf dem Foto im Urlaubsprospekt schimmerte das Wasser azurblau. Doch vor Ort, in der Dominikanischen Republik, sah die Lage ganz anders aus. Das Wasser war eine bräunlich trübe Brühe, in der die Urlauberin nicht baden mochte. Außerdem fand sie einen Strand mit Sandflöhen und Sandwespen vor.

Rückforderung des Reisepreises

Noch am Urlaubsort beschwerte sie sich bei der Reiseleitung. Zurück in Deutschland verlangte sie einen Teil der Reisekosten zurück. Als der Reiseveranstalter sich weigerte, zog sie vor Gericht und gewann. Die Qualität des Wassers müsse dem Foto des Prospekts entsprechen, so das Gericht.
Amtsgericht Köln Az: 101n 134 C 419/07

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