Urlaub auf der Autobahn: Sicher am Urlaubsort ankommen

Nach einer Woche schönes Wetter kündigt sich für die nächste Woche ein Rückgang der Temperaturen an. Bis zu 30° konnten wir diese Woche genießen und so echtes Urlaubsfeeling tanken. Wer Lust auf mehr bekommen hat, der packt seine Koffer und fährt mit dem Auto in den Badesee. Schöne Stellen gibt es dafür genug doch schon die Hinreise sollte gut überlegt werden, denn es lauern für Autofahrer überall Gefahren. Damit ihr sicher im Urlaub ankommt, habe ich einige Urteile für die Urlaubsfahrt herausgesucht damit die nächsten Tage schönste Zeit im Jahr für euch werden.

Wer zum Zelten oder auf einem Campingplatz fährt, ein Wohnmobil hat oder sonst eher den rustikalen Urlaub zum Beispiel im Schrebergarten genießen möchte, der hat so einiges in den Urlaub mitzunehmen. Badehose, Flipflop und Sonnen Creme reichen für den Hotelurlaub aus. Ist man jedoch am Urlaubsort ein Selbstversorger, so muss man eben Lebensmittel und Getränke auch für das Drumherum sorgen. Wer gern seinen Sonnenschirm, eine Liege und vielleicht auch noch die übergroße Badeinsel mit in den Urlaub nehmen will, der kann diese wohl auf den Autodach transportieren, sie müssen aber immer so gesichert sein, dass bei einer Vollbremsung oder einem plötzlichen Ausweichmanöver keine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer besteht. Am besten lassen sich solche Gegenstände in einer Dachbox transportieren. Alternativ geht es aber auch auf einem Dachgepäckträger, wobei hier alles gut fest gezogen werden muss. StVO § 22 Abs. 1 sagt dazu aus: Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können.

Die Koffer gepackt, Mutti und Kinder sitzen im Auto alle sind frohen Mutes und es geht ab auf die Autobahn. Hier sollte man die Ruhe antun denn schon der Reiseweg in den Urlaub. Kann einer Familie schöne Momente bieten. Mit genügend Pausen, spielen für die Kinder und einer interessanten Unterhaltung im Auto, ein wenig Musik lässt sich die Zeit bis zur Ankunft sinnvoll verbringen.. Raser auf der Autobahn um schnell am Urlaubsort anzukommen bringt viel zu viel Stress mit sich, ist gefährlich, und kann unter Umständen sogar dazu führen, dass man bei einem Unfall in die Mithaftung genommen wird. Dazu gibt es auf der Autobahn die so genannte Geschwindigkeit von 130 km/h. Wer diese überschreitet geht wissentlich ein Unfallrisiko ein, und muss selbst als Teilnehmer in einem unverschuldeten Unfall damit rechnen, zur Kasse gebeten zu werden. BGH VI ZR 62/91

Will man lieber auf Nummer sichergehen und reist mit der Deutschen Bahn an den Urlaubsort, so kann es vielleicht sinnvoll sein, sich dort ein Mietwagen zu buchen. So erspart man sich die lange Fahrt und ist trotzdem am Urlaubsort noch mobil. Es kann aber schon einmal passieren, dass der gebuchte Mietwagen am Urlaubsort nicht mehr vorhanden ist und auf die Schnelle kein Ersatzfahrzeug besorgt werden kann. Urlauber sind dann nicht berechtigt die Reise abzubrechen und die daraus entstehenden Kosten von dem Mietwagenverleiher einzufordern. AG München Az: 271 C 20914/01

Solltet Ihr euch dennoch für die Anreise im Auto entschließen und es kommt zu einem Unfall, so sind die Fahrzeuge insbesondere auf der Überholspur sofort zu entfernen.. Der Mensch ist gewohnt nach links bei einem Hindernis auszuweichen. Bis auf wenige Ausnahmen entscheiden sich Autofahrer nach einer Studie bei einem plötzlichen Hindernis eher dazu das Lenkrad nach links zu reißen, statt rechts an dem Hindernis vorbei zu fahren. Deshalb auch das Urteil vom Oberlandesgericht Zweibrücken, dass Fahrzeuge auf der Überholspur grundsätzlich zu entfernen sind und nicht darauf gewartet werden kann, bis die Polizei eintrifft. Nur wenn das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit ist, ist man von einer eventuellen Haftung ausgeschlossen. OLG Zweibrücken Az: 1 Ws 83/01

Wie wichtig eine gute Vorbereitung für die Autofahrt in den Urlaub sein kann, zeigt das Urteil vom Oberlandesgericht Saarland, insbesondere dann, wenn man mit den Kindern in den Urlaub fährt. Kinder verlieren sehr schnell die Lust daran sich nur zu unterhalten. Sind Sie schon etwas größer, kommt es nicht selten vor das sie sich ihre Langeweile durch toben und Zank auf der Rücksitzbank vertreiben. Wer hier nicht vorgesorgt hat, dass die Kinder beschäftigt sind, wird schnell seine Mühe damit haben, die Kinder im Zaum zu halten.

Was der Fahrer nicht machen sollte, so die Richter am OLG Saarland ist es während der Fahrt seine Kinder zu Maß regeln, und dabei den Blick von der Fahrbahn zu nehmen. Denn wer sich während der Fahrt umdreht und deshalb eine Unfall baut, weil er dabei das Lenkrad verreist, der handelt nach Angaben der Richter grob fahrlässig und muss damit rechnen, dass eine Versicherung die Begleichung des Unfallschadens ablehnt. OLG Saarland Az: 5 U 396/03-1/04


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