Reisepreisminderung von 100 Prozent fordern

Das Empfinden des einzelnen ob ein Mangel im Urlaub vorliegt kann sehr unterschiedlich sein. Sind die Richter einmal angerufen um zu klären ob ein Reisemangel vorliegt, so wird in aller Regel nicht nur der Mangel selbst, sondern alle Begleitumstände geprüft.
Das musste ein Ehepaar schmerzlich feststellen, die eine Reisepreisminderung von 100 Prozent forderten.
Wie kam es dazu, welche so schwerwiegenden Mängel lagen vor?

Zum einen war das Hotel, gebucht als Glücks bzw. Roulette – Hotel von der direkten Standlage durch eine Straße abgeschnitten.
Da keine direkte Standlage zugesichert war, erfolgte keine Minderung

Die Urlauber bemängelten die in ihren Augen eintönige Verpflegung.
Wird jeden Tag ein Fleisch und ein Fischgericht angeboten, gibt es beim Frühstück nur eine Ei, Wurst oder Marmeladensorte, so sei dies nicht als Eintönig zu bewerten, so die Richter.

Besteht die Sportanimtion nur aus einer Sportart ist dies kein Grund zur Minderung des Reisepreises.
Das Die Urlauber ein Plastikarmband tragen mussten, sei ebenfalls schon durch mehrere Urteile bestätigt, das es sich um keinen Umstand handle der zur Minderung berechtige.

Aber die Urlauber gingen auch nicht leer aus.
Zu wenig Wasser im Pool, Baustellenlärm und keine Tauchbasis, keine Thalassotherapie obwohl angeboten
ließen die Richter als Mängel gelten und sprachen dem Paar statt der geforderten 1700 Euro satte 370 Euro zu.
AG München Az: 222 C 13094/09



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