Reisepreisminderung bei fehlender Klimaanlage im Speisesaal

Was der eine sich im Urlaub wünscht, das kann durchaus den anderen stören. Natürlich regt sich niemand im Urlaub über schönes Wetter auf, schwitzen beim Essen kann aber durchaus zur Qual werden.

Das mag auch der Grund für das Urteil vom Amtsgericht Duisburg sein. Die Richter aus dem Ruhrpott entschieden im Fall einer gebuchten Pauschalreise, dass Urlauber es nicht hinnehmen müssen, wenn die versprochene Klimaanlage im Speisesaal fehlt oder defekt ist.
Geklagt hatte ein Pärchen, dass sich regelmäßig über zu hohe Temperaturen beim Mittag und Abendessen beschwert hatten. Diese Beschwerde ist wichtig, denn wie in allen anderen Fällen muss der Urlauber dem Reiseveranstalter die Möglichkeit geben, einen Mangel noch während des Aufenthaltes abstellen zu können. Nur dann ist es möglich später einen Reisemangel gewichtig klären zu lassen.

In diesem Fall sprachen die Richter dem Pärchen eine Minderung von 5% des Reisepreises zu.
Die Einwände des Veranstalters ließen die Richter dabei nicht zu. Obwohl dieser polterte und nach „Gerechtigkeit“ rief, musste der Urlauber nicht einmal die tatsächliche Raumtemperatur angeben die zum Zeitpunkt des Urlaubes vorlag. Dies sei dem Reisenden nicht zuzumuten. Der Reiseveranstalter hätte bei Abgabe der Beschwerde selbst eine Messung durchführen und kontrollieren können.
Amtsgericht Duisburg Az: 33 C 1392/08



AnwaltOnline | Frag einen Anwalt

Ihre Rechtsfrage einem Anwalt stellen. Sie haben eine Rechtsfrage und möchten diese gern einem Anwalt vorstellen? Wir haben die Lösung für Sie.
In Kooperation mit AnwaltOnline können Sie über dieses Formular Ihre Rechtsfrage direkt an einen Anwalt senden. 

Ihr AnwaltOnline – Anwalt sagt Ihnen vorher, was Ihre Beratung kosten würde. Anders als bei anderen Anbietern können Sie Ihre Frage kostenlos und unverbindlich stellen – es fallen keinerlei Einstellgebühren an. Wenn Sie die Kosten nicht übernehmen wollen, sagen Sie einfach Bescheid. Auch wenn wir nichts mehr von Ihnen hören, kommt kein Auftrag zustande und fallen keine Kosten an. Vielmehr wird die Beauftragung erst wirksam, wenn Sie sich hierfür entscheiden und die veranschlagten Kosten überweisen. Bei AnwaltOnline haben Sie die volle Kostenkontrolle.





Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.