Pauschalreise: Wenn der Flug früher los geht

Bald ist wieder Urlaubszeit. Schon jetzt schaue ich immer mal wieder in die Onlineportale um das passende Angebot nicht zu verpassen. Wo es letztlich hingeht spielt für mich keine so große Rolle, günstig und gut soll der Urlaub werden.

Interessant finde ich dabei das Urteil vom Bundesgerichtshof, nachdem eine erhebliche Vorverlegung eines Pauschalreisen-Fluges einen Reisemangel darstellt. Man ist dem Urteil zufolge in einem solchen Fall zur eigenmächtigen Buchung eines teureren Alternativflugs berechtigt, falls der Veranstalter keine Abhilfe schafft.

Ob das auf alle Reisen zutrifft sei mal dahin gestellt, in dem Fall ging es um die Vorverlegung des Fluges um 12 Stunden.
Dabei wollten Urlauber im Jahre 2009 eine Woche in die Türkei reisen. Der angegebene Rückflug sollte aber bereits einen halben Tag eher erfolgen. Das Paar klagte und wollte neben den Mehrkosten für den selbst gebuchten Rückflug auch Entschädigungszahlungen für nutzlos aufgewendete Urlaubszeit erstattet haben. Die gab es nicht, aber das Landgericht Düsseldorf wurde beauftragt zu klären, ob die Urlauber den „Mangel“ vor Ort gemeldet und den Reiseveranstalter aufgetragen hatten, für einen Alternativflug zu sorgen. Ist das der Fall, muss dieser die Mehrkosten für den selbst gebuchten Rückflug übernehmen, ansonsten bleiben die Urlauber auf ihren Kosten sitzen.

Also immer schön alles melden was einem im Urlaub nicht gefällt und natürlich irgendwie bestätigen lassen.
BGH: Az: X ZR 76/11



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