Zuzahlung für Zahnfüllung

      3 Kommentare zu Zuzahlung für Zahnfüllung

Aufgrund von Zahnschmerzen suchte ich am vergangenen Freitag einen Zahnarzt in der Nähe meines Arbeitsplatzes auf (leider reichte die Zeit nicht mehr, zu „meinem“ Zahnarzt zu fahren, da dieser seine Praxis um 12 Uhr schließt an den Freitagen).

Die Behandlung war bereits in vollem Gange (Karies in einem der Backenzähne), da erwähnte der Zahnarzt während des Bohrens so nebenbei, dass ich für die Füllung 27,16 EUR bezahlen müsste, weil er eine höherwertige nehmen würde.
Zu jenem Zeitpunkt konnte ich „umständehalber“ nichts erwidern oder Fragen stellen.
Ich war ziemlich erstaunt, denn noch nie habe ich für eine Füllung etwas dazuzahlen müssen.

Heute erhielt ich nun die Rechnung.

Meine Frage:
Bin ich als Kassenpatientin dazu verpflichtet, die Zusatzkosten zu bezahlen, obwohl ich gar nicht vom Zahnarzt gefragt wurde, ob ich damit einverstanden bin?
Kann er einfach bestimmen, welche Füllung ich bekomme, bzw., hätte er mich nicht fragen müssen, welche Füllung ICH haben will – und das VOR der Behandlung?
Und hätte es nicht eine schriftliche Vereinbarung geben müssen?
(Ich habe weder mündlich noch schriftlich meine Zustimmung erteilt!).

Ich habe nun vor, dem Zahnarzt einen Brief zu schreiben, in dem ich der Rechnung widerspreche mit der oben genannten Begründung.
Mich würde interessieren, wie die Rechtslage in diesem Fall ist, damit ich weiß, wie ich mich bei eventuellen Mahnungen etc. verhalten soll.

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3 Kommentare zu “Zuzahlung für Zahnfüllung

  1. Anonymous

     

    Ich habe bei “ Wikipedia Gebührenverordnung für Zahnärzte “ gelesen, das private Leistungen die nicht von der Kasse übernommen werden, zum Schutz des Patienten folgendes vorgeschrieben ist : Der Arzt muss den Patienten vor der Behandlung einen schriftlichen Vertrag abschließen, wo die Kosten genau hervorgehen und der Patient muss genaustens darüber aufgeklärt werden das die Behandlung über die gesetzliche Leistung der Krankenkasse hinausgehen und nicht von der Kasse bezahlt wird.
    Der Patient muss mit seiner Unterschrift ausdrücklich Bestätigen das er diese Leistung wünscht.

     

    Reply
  2. Anonymous

    Hallo Brigitte,

    der Zahnarztvertrag kommt entsprechend den allgemeinen Vorschriften durch konkludentes Verhalten zustande.

    Konkludente Handlung, bezeichnet eine Handlung, die auf eine bestimmte Willenserklärung schließen lässt, ohne dass diese Erklärung in der Handlung ausdrücklich erfolgt ist.

    Quelle und weitere Infos klicke hier:

    Zahnarzthaftung I | Grambusch – Kanzlei für Medizinrecht und Versicherungsrecht, Köln – Düsseldorf – München

    Dieses könnte m. E. in unserem Fall zum Tragen kommen und dann müßten Sie zahlen 

    Reply
  3. Kurt

    Also meines Wissens, welches sich auf Erkundigungen und telefonate bezieht bei Kassenzahnärztlichen vereinigung muss der Arzt den Patienten über Priavte Zusatzbehandlungen genaustens Aufklären und ihm Bedenkzeit geben und einen Kostenvoranschlag vorlegen, welcher der patient zu unterschreiben hat, womit er sein Einverständis gibt.
    Ist dies nicht passiert dann muss der Patient nicht zahlen.Und während der behandlung einem Patienten zu sagen, dass jetzt eine Hochwertige Füllung reinkommt ohne auf die Zustimmung zu warten ist nicht in Ordnung.
    Der Patient hat ein Recht über die Füllungen der Kassenleistung zu wählen oder eine teurere und der Arzt ist verpflichtet den Patienten vorher aufzuklären, über diese Optionen und eben auch über die Vor und Nachteile zu informieren.

    Aber, wenn die Füllung gut ist dann würde ich das Geld bezahlen, weil eine gute Füllung nun wirklich das Geld wert ist. Besser als eine schlechte nicht gut gelegte Füllung.
    Aber, so viel mir bekannt ist hat der Patient das recht zu entscheiden, was als Füllmaterial verwendet wird und hat das Recht sich auch für die Füllung der Krankenkasse zu entscheiden, welche allerdings nicht so gut sein soll.

    Ich glaube das die kassenzahnärztliche Vereinigung einem auch weiterhelfen kann bei solchen Fragen, bin mir, aber nicht sicher.
    Im Internet findet man auch einiges, wenn man Stichworte eingibt.
    Unabhängige Patientenberatung gibt es auch, aber inwiefern sie solche Fragen beantwortet weiß ich nicht.
    Aber, wenn man nicht zahlen will dann muss man so weit ich weiß Widerspruch schriftlich einlegen.

    Reply

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