Wer zahlt für die Abmahnung – Abmahnung in einem Forum

Moin,

Hans ist Moderator eines unbedeutenden Internetforums.

Peter hat im Forum böse über Marcus geschrieben.

Marcus hat einen Anwalt eingeschaltet, der verlangt, dass der Beitrag von Peter gelöscht wird.

Soweit kein Problem.

Nur, dass Marcus´ Anwalt jetzt 800 Euro Rechnung an Hans, dem das Forum „gehört“ geschickt hat.

Hans kann nicht an Peter rankommen… bleibt er auf der Rechnung sitzen?

Vielen Dank für jede Hilfe…

Grüße



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5 thoughts on “Wer zahlt für die Abmahnung – Abmahnung in einem Forum

  1. Worum geht es? Eine Abmahnung oder um eine Rechnung?
    Hans soll sich Rat bei einem Anwalt holen ob es überhaupt notwendig war das Marcus einen Anwalt einschaltet.

    Normal reicht es, wenn man sich beleidigt fühlt, das man den ADMIN fragt den Beitrag zu löschen.

    Peter hat im Forum böse über Marcus geschrieben.

    Böse schreiben will noch nicht sagen das es eine Beleidigung ist.
    Schon aus dem Grund ist es ratsam einen Anwalt einzuschalten.

    Ps.
    Sollte es sich um eine Abmahnung handeln,dann nie etwas ohne Anwalt unternehmen.

  2. Ich muss noch ergänzen, dass es KEINE vorige Bitte von Marcus gab, den Beitrag zu löschen. Marcus, der gar nicht im Forum aktiv ist, hat sofort einen Anwalt eingeschaltet.

    Aus dem Abmahnbrief:

    „Aus dem Gesichtspunkt der unerlaubten Handlung heraus sind Sie außerdem verpflichtet, die bei mir enstandenden Kosten zu tragen. […]

    Ihnen dürfte bekannt sein, dass Sie als Beteiber der Domain für die Inhalte voll verantwortlich sind.“

    Der Gegenstandswert beträgt 10.000 Euro…

    Aber wenn Hans sich nun einen Anwalt zur Rate zieht, kostet doch auch dieser Geld, auf dem er selber sitzen bleibt, oder?
    Zur Frage „Abmahnung“ oder „Rechnung“.

    Hans würde eine „kostenlose“ Abmahnung in kauf nehmen… aber eben nicht die Rechnung.

    Als Laie denkt sich Hans: wenn Peter mit meinem Auto fährt, dann bekomme ich den Brief für sein zu schnelles fahren. Aber ich bin ja nicht gefahren. Nur der Halter.
    Danke

  3. Das ist nicht richtig.
    Ein Forenbetreiber haftet erst nach Kenntnis (Störerhaftung).
    Zitat:
    Der Betreiber eines Forums im Internet haftet ab Kenntniserlangung für den Inhalt eines dort eingestellten Beitrags, unabhängig von den Ansprüchen des Verletzten gegen den Verfasser des beanstandeten Beitrags.
    Zitat Ende.
    Quelle: BGH, Urteil vom 27.03.07, Az.: VI ZR 101/06

    Aber wenn Hans sich nun einen Anwalt zur Rate zieht, kostet doch auch dieser Geld, auf dem er selber sitzen bleibt, oder?

    1.) Ein Anwalt drückt in der Regel die Kosten, so das es unterm Strich eine Ersparnis sein kann.
    2.)Gibt es die Beratungs-.Prozesskostenhilfe.

    Als Laie denkt sich Hans: wenn Peter mit meinem Auto fährt, dann bekomme ich den Brief für sein zu schnelles fahren. Aber ich bin ja nicht gefahren. Nur der Halter.

    Der Halter wird zur Kasse gebeten, oder er muss der Bussgeldstelle den Fahrer benennen.

  4. Zwei vergessene Punkte:

    Hans hat außerdem eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben (der Beitrag muss gelöscht und darf nicht mehr verbreitet werden, sonst Strafe) und soll Auskunft über Peter geben (Weitergabe von Emailadresse).

    Die Unterlassungserklärung würde Hans ohne Probleme unterschreiben… aber die Emailadresse darf er doch nicht weitergeben, oder?

  5. Eine Unterlassungserklärung unterschreibt man nicht ungeprüft.
    Diese sollte erst einem Anwalt vorgelegt werden.

    aber die Emailadresse darf er doch nicht weitergeben, oder?

    Einfach verneinen kann man es nicht, aus dem Grund auch hier anwaltlichen Rat einholen.

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