Wer haftet für Schäden am Auto bei schlechten Straßenverhältnissen

Seit nun mehr über einem Jahr ist mein Arbeitsort nicht mehr über die „normale“ Zufahrt zu erreichen, da ein neues Wohngebiet erschlossen wird.

Als Ausweichmöglichkeit gibt es lediglich eine sehr schlechte Straße. Diese ist sehr eng, steil und besteht größtenteils aus Kopfsteinpflaster. Hinzu kommen 2 Regendrainagerillen, die man nur sehr schlecht überqueren kann und man somit hin und wieder aufsitzt.
Am Ende des Berges muss ich noch ca. 100m auf einem Schotterweg zurücklegen, dessen Qualität in keinster Weise der einer Straße im Straßenverkehr entspricht.

Hinzu kommen immer wieder parkende/haltende Autos (trotz) Verbot, die das Befahren noch schwieriger machen. Diese Straße fahre ich ausschließlich im 1. Gang und mit dementsprechender niedriger Geschwindigkeit!!! Bislang habe ich schon 2 defekte Radkästen, wovon einer schon repariert wurde.

Mein Auto klappert mittlerweile arg, jedoch werde ich es erst zur Werkstatt bringen, wenn die „alte“ Straße wieder freigegeben wurde.

Muss ich für die Reparaturen tatsächlich selbst aufkommen, obwohl ich so umsichtig wie möglich fahre, es aber die Straßenverhältnisse kaum zulassen, „unbeschadet“ zu fahren?


Antworten auf diese Rechtsfrage

Ich glaube nicht das hierfür jemand so leicht aufkommt.
Zudem wird der Nutzer des Gefahrenweges sich vorhalten lassen müssen, dass er vorsätzlich, trotz Wissens der schlechten Befahrbarkeit, diese Straße immer wieder trotzdem benutzt hat.

Vielleicht kann man mal die KFZ-Schäden bei der Steuererklärung als zusätzliche Belastung auf dem Arbeitsweg anmelden, welche über den pauschalen KFZ-Km-Satz für Hin- Und Rückfahrt von/zur Arbeitsstelle nicht mit abgedeckt ist.
Vielleicht erkennt das Finanzamt das ja, wie einen überraschenden Kolbenfresser auf dem Weg zur Arbeit, an? Vielleicht aber auch nicht. Ich glaube aber eher nicht daran.

Gibt es jemanden, welcher für die Gewährleistung der Befahrbarkeit der Straße zur Verantwortung gezogen werden kann (Eigentümer, Gemeinde, Bauunternehmung ?)?

Zu:“….und man somit hin und wieder aufsitzt…“. Also ich habe selbst schon einige 100tausende Km Fahrerfahrung mit zahlreichen verschiedenen PKW. Daran kann ich bei sehr vorsichtiger Fahrweise nicht so recht glauben. Es sei denn, die Straße wäre n u r mit einem Geländewagen oder LKW befahrbar. Dann ergäbe sich aber die Frage, warum man einen Wagen, welcher zur Bewältigung dieser Straße ungeeignet ist, immer wieder dadurch vorsätzlich in Gefahr bringt, dass man diese, trotz besseren Wissens, doch befährt.


Warum ich immer wieder diese Straße nutze? Weil es die einzige Möglichkeit ist, um
auf Arbeit zu kommen.
Die „normale“ Straße wird wie bereits erwähnt gerade saniert.

Das mit dem Aufsetzen kann ich dir erklären. Drainagerillen kann man lediglich schräg durchfahren. Sobald aber bspw. ein PKW genau an so einer Rille parkt, ist es mir mit meinem PKW nicht mehr möglich diese schräg zu durchfahren.

Diese Straße gehört der Stadt, also müsste sie eigentlich für den Belag der Straße sorgen.



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