Verhalten bei Gerichtsverhandlung ohne Anwalt

Verhalten bei Gerichtsverhandlung ohne Anwalt

Moin,

ich bin neu hier im Forum interessiere mich für ein Szenario. Über jede Antwort bin ich dankbar.

Nehmen wir an Person A wurde beschuldigt einen Poizeibeamten in Halle bei einem Fußballspiel tätlich angegriffen zu haben. Daraufhin hätte A Post mit einer Strafe von 1250 Euro erhalten. Daraufhin hätte A angegeben, dass A dem Vorwurf widersprechen und Zeugen bennen will. Jetzt würde diese Sache vor Gericht gehen. Verhandlung wäre demnächst. Nun hat A aber keinen Anwalt und auch keine Akteneinsicht. Wäre es schlau diese einzufordern und wie würde sich A am besten vor Gericht verhalten? Wie würden sich die Zeugen verhalten?

Zu den Zeugen zählt Person B. Das ganze würde bei tumultartigen Szenen im Gästeblock passiert sein. B würde dies aus einiger Entfernung beobachtet haben, und könnte behaupten, dass der Tatvorwurf haltlos wäre.



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One thought on “Verhalten bei Gerichtsverhandlung ohne Anwalt

  1. Grundsaetzlich kann auch ein Beschuldigter, der sich nicht anwaltlich vertreten laesst, Auskuenfte und Abschriften aus den Akten beantragen. Dies regelt StPO § 147 Abs. 7. Unter welchen Voraussetzungen dies moeglich ist und welche Auskuenfte erteilt werden duerfen, regeln die vorangehenden Absaetze des gleichen Paragrafen. Verweigert die Staatsanwaltschaft die Akteneinsicht, kann der Beschuldigte auf Erteilung der gewuenschten Auskuenfte bzw. Abschriften klagen. Eine leicht verstaendlich geschriebene Erklaerung hierzu findest du beispielsweise hier: Akteneinsicht durch Beschuldigte | Strafverteidiger in Kreuzberg – Kanzlei Hoenig Berlin | Strafrecht und Motorradrecht

    Wie der Beschuldigte sich vor Gericht verhaelt, haengt natuerlich ganz von dessen zuvor „zurechtgelegter“ Strategie ab. Dies setzt natuerlich voraus, dass er ueberhaupt eine vernuenftige und juristisch fundierte Strategie hat. Ist er dazu ohne Anwalt wirklich in der Lage? Auf alle Faelle darf er als Beschuldigter – wenn er es moechte – das Blaue vom Himmel herunter luegen.

    Der Zeuge sollte hingegen tunlichst streng bei der Wahrheit bleiben. Im Gegensatz zum Beschuldigten macht er sich naemlich strafbar, wenn er vor Gericht die Unwahrheit sagt. Im vorliegenden Fall duerfte es jedenfalls erheblichen Erklärungsbedarf dafuer geben, wie der Zeuge die „tumultartigen Szenen im Gästeblock“ denn „aus einiger Entfernung“ ueberhaupt so gut beobachten konnte, um den Beschuldigten glaubhaft entlasten zu koennen.

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