Unwirksamer Widerruf von Online-Services?

Hallo,

hatte kürzlich bei einem online-Service-Vermittler den kostenlosen Nachweis von outlet-centern erhalten. Im Kleingedruckten habe ich
erst danach erfahren, daß dieser Service bei nicht rechtzeitiger Kündigung innerhalb eines Monats verbindlich für 12 Monate zu 96 Euro zzgl. USt. vereinbart gilt.

Ich habe dann noch am gleichen Tage per Fax an die im Impressum angegebene Adresse meine Stornierung bzw. Kündigung vorgenommen. Dennoch erhielt ich nach ca. 7 Wochen eine email-Nachricht, daß mein account nunmehr kostenpflichtig freigeschaltet worden sei.

Daraufhin habe ich nochmals unter Anhang meines Fax per email-Antwort auf meine rechtzeitige Kündigung hingewiesen und die sofortige Stillegung meines accounts gefordert.

Jetzt erhalte ich Mahnungen mit den üblichen Androhungen und einen Hinweis, daß ein Widerruf des Vertrages nach erfolgter Freischaltung gemäß § 312d Abs. 3 BGB unwirksam sei.

Nun hatte ich m.E. bereits vor der account-Freischaltung wirksam widerrufen. Ebenso tat ich es mit meiner Antwort auf die Nachricht zur erfolgten Freischaltung eines accounts.

Wie ist denn nun die Rechtslage? Wird hier möglicherweise ein Lücke zielgerichtet genutzt?



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One thought on “Unwirksamer Widerruf von Online-Services?

  1. Kündigen kann man nur rechtsgültige Verträge.
    Kündigt man einen „angeblich“ abgeschlossen Vertrag, dann hat man das bestehen des Vertrages anerkannt.
    Solche dubiosen Verträge widerspricht man.

    Die Widerrufsfrist beginnt nach erhalt der Belehrung auf einem dauerhaften Datenträger. Die Frist beträgt 14 Tage wenn man vor Vertragsabschluss belehrt wurde.
    Fand die Belehrung nach Vertragsabschluss statt, beträgt diese Frist 1 Monat.
    § 312d (3) sagt:
    „Das Widerrufsrecht erlischt bei einer Dienstleistung auch dann, wenn der Vertrag von beiden Seiten auf ausdrücklichen Wunsch des Verbrauchers vollständig erfüllt ist, bevor der Verbraucher sein Widerrufsrecht ausgeübt hat.“

    Ich bezweifle das eine Anmeldung eine Vertragserfüllung ist.

    Dein Problem ist das du ein Kündigungsschreiben geschickt hast.
    An deiner Stelle würde ich fachlichen Rat einholen bei einer Verbraucherzentrale/Rechtsanwalt.
    Sollte es sich um ein Kündigungsschreiben bei dir handeln besteht immer noch die Möglichkeit der Anfechtung.
    Meine Erfahrung ist, bei einem anwaltlichem Schreiben ziehen die Abo-Fallenbetreiber schnell ihre Forderungen zurück.

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