Unterschriftenleistung trotz Gedächnisverlust rechtskräftig???

Unterschriftenleistung trotz Gedächnisverlust rechtskräftig???

Hallo liebe Berater und/oder ähnlich Betroffene!!

Ich habe mehrere dringende Fragen zu einer völlig verzwickten Sachlage, in der ziemlich offensichtlich auch der beauftragte Rechtsanwalt nicht so richtig weiß, wie er damit umgehen soll, da nicht wirklich etwas passiert!

Vorab sei gesagt, dass alles was ich schildern werde, einem Freund (ich nenne ihn hier mal Toni) passiert ist. Ich werde aber bemüht sein, alles so genau wie möglich zu beschreiben und hoffe, dass jemand Rat weiß oder aus ähnlichen Situationen Tipps geben kann!

Angefangen hat alles mit einem schweren Autounfall vor ca. 3 Jahren. Er kam daraufhin mehr tot als lebendig in ein öffentliches Krankenhaus. Ich denke, dass ich es betonen sollte, da er zu diesem Zeitpunkt Soldat (verpflichtet) bei der Bundeswehr war.

1. Frage: Hätte er nicht in ein Bundeswehr-Krankenhaus verlegt werden müssen??

U. a. erlitt Toni auch einen Schädelbruch und man musste ihn über einen langen Zeitraum im Koma halten. Es wurden während des Komas und auch noch danach starke Schmerzmittel verabreicht.
Diese Situation hatte zur Folge, dass ein Vormund bestimmt wurde, der nicht nur ein enger Freund sondern auch sein Vorgesetzter war.
Was er nicht wußte, dass dieser Mann auch der Geliebte seiner derzeitigen Lebensgefährtin war (ist).

Die Beiden haben dann wohl einen Komplott geschlossen und sich an allem was Geld hergab bereichert!
So wurden ca. 12.000 € von seinem Konto genommen und dieses auch gleich aufgelöst. Lebensversicherung sowie Bausparverträge wurden vorzeitg gekündigt und das Geld wurde beiseite geschafft. Alles was Inventar, Schmuck und Wertgegenstände waren, wurden veräußert.

2. Frage: Hatte sein Vormund und die Lebensgefährtin tatsächlich das Recht so zu handeln, dass Toni nach seiner erstaunlichen Genesung vor dem NICHTS und zunächst mittellos da stand???

Leider leidet Toni seit dem Unfall unter Gedächnisverlust! Womit das nächste Problem auftaucht. Kaum aus dem Koma erwacht, kam der „gute Freund“ öfters mit Papieren zu ihm und erklärte ihm glaubhaft,
dass er diese unterschreiben müsse! Da er Vertrauen in seinen Vorgesetzten und seine Freundin hatte, tat er alles, was die Beiden von ihm verlangten.

3. Frage: Sind diese Unterschriften überhaupt rechtskräftig?

Unter den besagten Papieren befand sich auch ein Schriftstück, welches vom Vorgesetzten selbst aufgesetzt worden ist, im dem Toni seinen, mit sofortiger Wirkung einsetzenden Austritt aus dem Wehrdienst unterschieben hat, wodurch auch sämtliche Zahlungen wie Sold, gesetzliche Versicherungsbeiträge etc. eingestellt worden sind. Das hatte zur Folge, dass auf einmal heftige Rechnungen für den KH-Aufenthalt, Operationen und von der Reha kamen, da er nirgends mehr versichert war!

4. Frage: Kann das von Seiten der Bundeswehr überhaupt auf diesem Wege laufen? Gibt es nicht so etwas ähnliches wie Überbrückungszahlungen?

5. Frage: Ist es möglich, dass er rückwirkende Ansprüche an den Bund geltend machen kann?

6. Frage: Hat Toni nicht ein Recht auf Einsicht in seine Personalakte sowie auch in seine Krankenakte vom Krankenhaus?

Die 5. Frage kommt daher, dass er sich inzwischen an einige Vorkommnisse wie z.B. den Papieren wieder erinnern kann, aber alles irgendwie keinen Zusammenhang ergibt. Wir sind ziemlich sicher, dass da noch mehr gelaufen ist, als er z. Z. weiß. Die Einsicht würde wahrscheinlich viel klären. Vor allem, weil auch sämtliche persönlichen Unterlagen (zu Hause) sowie auch die unterschriebenen Schriftstücke auf wundersame Weise nicht auffindbar sind. Es ist so, als hätte er nie existiert! Auch sein Personalausweis, Führerschein und Sozialversicherungsausweis war verschwunden!
Somit hat er keinerlei Beweise über seinen früheren Besitz bzw. alles was danach kam. Mit der Krankenakte könnte man wenigstens die behandelnden Ärtzte ausfindig machen und um Aussage zu seinem damaligen Zustand/Zurechnungsfähigkeit bitten.

Um dem ganzen Übel noch die Krone aufzusetzen, behauptet seine ehemalige Freundin, Toni sei Vater ihres Kindes. Er hat damals die Vaterschaft in seiner Unwissenheit anerkannt und zahlt natürlich für das Kind und auch für sie. Jetzt zweifelt er die Vaterschaft aus gegeben Umständen nätürlich an. Leider hat er aber nicht die finanziellen Möglichkeiten einen Vaterschaftstest zu machen. Sein Anwalt sagte ihm, dass er den Test selber zahlen (ca. 2000 €) und das Gericht diesen veranlassen muß, da das Ergebnis sonst vor keine Gültigkeit bzw. Relevanz hätte.

7. Frage: Muss Toni den Test tatsächlich selbst bezahlen oder gibt es Stellen, an die man sich für eine (vorläufige) Kostenübernahme wenden kann?
Braucht er wirklich die Genehmigung des Gerichts?

Ich bin jedem sehr, sehr dankbar, der sich die Zeit genommen hat, dieses „Drehbuch“ zu lesen und einen vielleicht auch nur kleinen Tipp, Rat oder Anstoß zu mancher der vielen Fragen hat!

Wir sind mittlerweile echt am ende und ratlos , da wie gesagt vom Anwalt auch nichts kommt!

DANKE IM VORAUS

Honeybee



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