Unterlassene Hilfeleistung ?

Brauche jetzt mal einige Tipps. Liege z.Zt.wieder im KH und habe „noch“ keinen Kopf´um folgenden Fall selbst zu checken ?

2.OP innerhalb von 14 Tagen. Bin noch ziemlich schlapp, aber ein Raucher „quält“ sich halt zu den Raucherzonen. Das bekommt die eine Stationsschwester mit und gibt deren Schwestern die „order“ mir bei der morgentlichen Toilette nicht zu helfen. Nach dem Motto, „wer rauchen kann braucht keine Pflegehilfe auf diesen Sektor“.

Starker tobak, oder ? Fällt das schon unter „unterlassene Hilfeleistung “ ? Oder gibt es da noch andere §§ bzw. Urteile.



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4 thoughts on “Unterlassene Hilfeleistung ?

  1. Hallo, zuerst einmal wünschen wir ihnen auf diesem Wege alles Gute und eine baldige Genesung.
    In unseren Augen handelt es sich dabei keineswegs um unterlassene Hilfeleistung.

    Die Definition der unterlassenen Hilfeleistung beschreibt diese im Rahmen eines Unglücksfalls.
    Es muss also ein Unglück erfolgen, dass dem Verunglückten es unmöglich macht, sich selbst zu helfen.
    Unterlassene Hilfeleistung kann bei Vorliegen eines Unglücksfalls oder einer gemeinen Gefahr oder Not entstehen.

    Was aber ist nun ein Unglücksfall?

    Als Unglücksfall wird ein plötzlich eintretendes Ereignis bezeichnet, das eine erhebliche Gefahr für ein Individualrechtsgut mit sich bringt, z.B. eine begangene gefährliche Körperverletzung

    In ihrem Fall ist es eher so zu verstehen und durchaus üblich, dass die Schwestern mit Bewunderung ihre rasche Genesung beobachten und sich lieber auf die vermeintlich wirklich Bedürftigen konzentrieren.
    Wir sind uns sicher, dass dies werde aus Vorsatz noch aus Ärger über ihre Rauchgewohnheiten passiert.
    Es ist doch so, dass jede Station notorisch unterbesetzt ist und die vorhandenen Pflegekräfte sich immer das schwächste Glied in der Kette ihrer Patienten aussuchen.
    Man sagt nicht umsonst, dass Raucher im Durchschnitt eher wieder auf den Beinen sind und weniger Pflege benötigen als Nichtraucher.

    Genießen sie ihre Zeit, erholen sie sich gut und werden sie schnell wieder gesund.

  2. Danke für die Genesungswünsche. Konnte auch nichts Entsprechendes finden.

    Auf der einen Seite bekommt mein Bett-Nachbar auf Kosten der KK jeden Tag 3 Flaschen gutes Bier weil er ein Alk ist und ihm wird pflegerisch geholfen. Auf der anderen Seite werden die Raucher „bestraft“.

    Würde jetzt gerne einmal dazu einen Diskussionspunkt hier aufmachen……..

  3. Hallo Schlappeseppel,

    jetzt musste ich erst mal schmunzeln und dachte, das wäre mal was, wenn die KK die Kosten für Zigaretten übernehmen müsste, nur weil sie für Alkoholiker das Bier „bezahlt“.

    Der Unterschied hierbei ist, dass Alkoholismus als Krankheit anerkannt ist und Rauchen nicht.

    Ich bin auch Raucherin und war nach diversen OP´s relativ schnell wieder draussen zum Rauchen, denn es ist was Wahres dran, wenn es heißt Raucher sind schneller wieder auf den Beinen.

    Haben Sie schon mal geguckt, wieviele Ärzte und Schwestern selber rauchen und Keiner davon wird sich sich je beschweren, dass Patienten zu „früh“ Arbeit abnehmen oder erleichtern, auch wenn es „nur“ aus Suchtgründen ist .

    Ich hätte einmal einen Grund gehabt mich über eine Ärztin zu beschweren, habe es aber nicht getan, weil ich wusste, dass ich noch ein bisschen bleiben „darf“

    Diese Ärztin muss eine große Rauchergegnerin gewesen sein.

    Sie sollte mir Sonntags Blut abnehmen auf Anweisung des Stationsarztes und es hieß, dass man nicht wüsste, wann sie Zeit hat.
    Also meldete ich mich bei den Schwestern ab, dass ich auf dem Raucherbalkon bin und bat mir Bescheid zu sagen, wenn die Göttin in weiß auf der Station erscheint.

    Das war auch ok für die Schwestern und sie sagten mir auch bald, dass Frau Doktor auf Station ist und ich war gerade dabei die Zigarette auszumachen, aaaber leider wollte die Ärztin ausgerechnet zuerst bei mir Blut abnehmen und rannte der Schwester wutschnaubend nach, schimpfte wie ein Rohrspatz auf die Raucher, dass die ganze Station was davon hatte

    Scheinbar wäre es ihr lieber gewesen, wenn Patienten jammernd im Bett liegen, anstatt schnell wieder mobil zu sein

    Jedenfalls war sie so geladen, dass sie mir die Nadel ziemlich schmerzhaft und zudem an einer Stelle (Oberseite/Unterarm) förmlich „reinrammte“, wo keine Vene war und natürlich kein Blut kam und aus Wut darüber, ließ sie die Nadel stecken und „suchte“ erst eine andere Vene, wo es dann klappte.

    Und erst dann entfernte sie die beiden Nadeln. Ich dachte, ich wäre im falschen Film und sie wolle ein Sieb aus mir machen.

    Da ich auch noch Blutverdünner nehmen muss, „lief“ ich dementsprechend aus, trotz Druck auf die Einstichstellen und bescherte den Schwestern zusätzliche Arbeit, die durchaus zu vermeiden gewesen wäre .

    Das wäre ein Grund gewesen sich über die Ärztin zu beschweren, das grenzte ja an beabsichtigte Körperverletzung, oder?

    Aber ich dachte mir, es nutzt sowieso nichts, zumal Keiner mit im Zimmer war, der das hätte bestätigen können und schließlich bleibe ich ja nicht ewig hier und wer weiß, vielleicht muss ich ja nochmal in das Krankenhaus

    Aber ich denke, hier ist nicht der richtige Platz für einen Diskussionspunkt aufzumachen .

    liebe Grüße
    Roja

  4. Hallo Roja,

    das mit dem „Nichthelfen“ bei mir, kam von der Stationsschwester. Durch die permanente Unterbesetzung war das ein sicher der Hauptgrund. Aber o.k.

    Nun mal was zu dem Thema Ärzte. Hatte einen sehr netten Oberarzt der nach der OP täglich bei mir vorbei kam. Einen Tag nach der OP sagte er mir, dass ich Alles Essen darf, sogar auch Bier trinken darf. Dann sagte ich schlagfertig, dass das ja super sei und dass zu dem Bier eine Zigarette die Krönung wäre. Jetzt war ich schon auf eine „Predigt“ gefasst.

    Das Gegenteil war aber der Fall. Ich solle ruhig rauchen, dass fördert -in meinem Fall- die Verdauung. Er hat Nichts dagegen einzuwenden. 3 Tage später sah er mich auf der Bank im Vorhof rauchend in der Sonne sitzen und sagte: „so ist es recht“…… !

    Auch sowas kann es geben. Übrigens war der Oberarzt „Nichtraucher“.

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