Schadensersatzanspruch durch Versandverzögerung?

Am Donnerstag, den 02.06.16, hatte ich einen Auftrag bei Packlink aufgegeben: Lieferdienst GLS, Versandart GLS Euro Business Parcel (https://www.packlink.de/gls/euro-business-parcel), Abholung 03.06.16 zwischen 8-18 Uhr. Abholung ist nicht erfolgt. Ich meldete mich bei Packlink, es hieß die Ware werde am nächsten Tag abgeholt. Samstag nicht erfolgt. Heute nochmals bei Packlink gemeldet, soll heute abgeholt werden. Ware ist Leihware eines italienischen Unternehmens, für welche ich nun die Leihfrist verpasst habe und deshalb Gebühren in Höhe von 110,- € beim italienischen Unternehmen anfallen.

AGBs von Packlink unverständlich

Die Schuld liegt wohl bei GLS, welche für solche Schäden wohl auf haftet. Da ich jedoch einen Vertrag mit Packlink als Makler abschloss, bin ich natürlich an deren vertragliche Bedingungen gebunden. Eine genaue Zustellung wurde in meinem Vertrag zwar nicht erwähnt, jedoch die Abholung mit einem genauen Datum angegeben.

Die AGBs von Packlink sind für mich als Leihe nicht 100% nachvollziehbar; zwar wird erwähnt, dass die AGBs des jeweiligen Versandunternehmens (in dem Fall GLS) entsprechende Anwendung finden*, auf der anderen Seite ist keine Haftung seitens Packlink bei Versandverzögerung erwähnt und auch der Kundendienst argumentiert dass Abhol- und Lieferzeit nicht garantiert seien und somit keine Schadensersatzansprüche gegenüber GLS erhoben werden können.

*Packlink AGB Ausschnitt: “Allgemeine Geschäfts- und Transportbedingungen des jeweils ausgewählten Transportunternehmens (im Folgenden „Transportbedingungen“) werden dem Kunden bei Vertragsschluss des Transportvertrages zur Verfügung gestellt und finden auf den Transportvertrag zwischen Packlink und dem Kunden entsprechende Anwendung, wobei die Transportbedingungen des durch den Kunden ausgewählten Transportunternehmens bei Widersprüchen diesen AGB bezogen auf deren Geltungsanspruch vorgehen.“

Schadensersatz bei Verzögerung der Abholung

Mir ist die Gesetzeslage für solche Szenarien nicht bekannt. Ich vertraue aber der Gesetzgebung, dass bei einem eindeutigen Abholtermin eine Verzögerung Schadensersatzansprüche erlaubt, wenn der Schaden eine direkte Folge der Verzögerung ist.

Ich denke auch, dass es nicht angemessen ist, von einer Privatperson zu erwarten im Zeitraum von 8 – 18 Uhr nicht nur am geplanten Abholtermin, sondern auch an den zwei darauffolgenden möglichen Abholterminen, auf den Paketdienst zu warten.

Auch wenn eine oder beide meiner Einschätzungen womöglich falsch sind, bitte ich um Auskunft darüber, ob Packlink für die Verzögerung in irgendeiner Form für die anfallenden Kosten haftend gemacht werden kann.



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