Premium-account gmx

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Ich weiß, hier gibt es schon eine Frage zu diesem Premiumaccount von gmx, aber das hier weicht ein wenig davon ab, also hier noch mal.

Meine Schwester hat seit Jahren einen E-Mail-Account bei gmx. Wie auch in dem anderen Fall wurde ihr, zu ihrem Geburtstag, ein Premiumaccount für drei Monate zum Testen angeboten. Aber: Meine Schwester traut solchen Probeabos kein Stück und wollte es nicht abschließen und bis vor kurzem war sie auch der Meinung, dass sie es nicht abgeschlossen hat.
Jetzt ist GMX aber einer anderen Meinung. Angeblich hat sie mit ihrem Log-In und dem Passwort explizit einem Vertrag zugestimmt.
Es kann natürlich sein, dass dieser „Vertragsabschluß“ bewusst optisch so gehalten wurde, wie die Maske bei der sie sich sonst auch anmeldet.
Von da an geht die Geschichte ganz bekannt weiter. Plötzlich war ihr Account gesperrt, dann hat sie in der Hotline angerufen um zu fragen was los ist. Da hat sie dann erfahren, dass sie eben angeblich einen Vertrag abgeschlossen hat.
Ich habe ihr geraten, dass sie „ohne Anerkennung einer Rechtspflicht“ einen Widerruf schreibt, in dem sie darauf verweist, dass sie erstens keinen Vertrag abgeschlossen hat und zweitens der Annahme es würde einen geben, von der sie jetzt erst erfahren hat, widerspricht. Die Widerrufsfrist beginnt doch erst, wenn man die Widerrufsbelehrung erhalten hat, oder? Sie hat angeblich irgendwo ein Kreuzchen beim „Vertragsabschluß“/Log-In gemacht. Aber der Erhalt der Widerrufsbelehrung muss doch noch mal extra bestätigt werden, oder?
Es kann auch sein, dass sie von GMX eine E-Mail geschickt bekommen hat. Da von GMX auch ständig Spam kommt, löscht sie die E-Mails immer. Gilt eine nicht gelesene E-Mail als erhaltene Widerrufsbelehrung?
Kann man von einer übereinstimmenden Willenerklärung ausgehen, wenn sie nicht mal gemerkt hat, dass sie jetzt doch einem Vertrag zugestimmt hat. Könnte man da schon von arglistiger Täuschung sprechen?

Hätten wir vielleicht erstmal gar nicht widersprechen sollen und nur darauf pochen, dass es keinen Vertrag gibt?

Den E-Mail-Account will sie jetzt eh nicht wieder. Und auch wenn es sich um keine sehr hohe Summe handelt, sieht sie irgendwie nicht ein, für etwas zu bezahlen, was sie nie hatte haben wollen.

Vielen lieben Dank schon mal!

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