Post für einen bei angegebener Adresse nicht wohnhaften Adressaten

Ein guter Bekannter war bei mir für ein paar Wochen zu Besuch. Dabei hat er ohne mein Wissen kostenloses Infomaterial zu meiner Adresse über Internet angefordert und als Adresse xy (sein Name) bei yx (mein Nachnahme) angegeben. Nun kommt weiterhin so adressierte Post zu mir. Unter anderem auch Rechnungen und Zahlungsaufforderungen zu einem Vertrag, den er laut seiner Aussage nie abgeschlossen hat. Zuerst habe ich die Post noch mit seiner Erlaubnis geöffnet und ihn in Kenntnis gesetzt.

Die Vertragssache liegt auch schon bei seinem Anwalt. Aber die Post kommt immer noch zu mir. Wenn er jetzt die Adresse bei dem Anbieter ändert, könnte ihm das so ausgelegt werden, als erkenne er den Vertrag an. Kann ich einfach die Briefe bei der Post ungeöffnet wieder abgeben mit dem Vermerk, dass der Adressat nicht bei mir wohnt oder kriege ich dann selbst Probleme, zum Beispiel, dass Inkasso bei mir vor der Tür steht oder ähnliches. Was kann ich tun, damit die Post nicht mehr bei mir landet ohne dass ich in die ganze Sache noch mehr mit hineingezogen werde? Das Ganze belastet mich nämlich sehr.


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Also ich würde einfach mal bei der Post anrufen und denen sagen, dass bei dir Post ankommt, die einen falschen Empfänger trägt der hier nicht wohnt und was du nun machen sollst.
Die kennen sich doch damit aus und können dir sicher einen Tipp geben.
Sag dann aber bitte hier Bescheid, damit wir wissen, wie man sich in einem solchen Fall verhält.

Mein Eintrag hier ist jetzt einige Zeit her. Ich war schon einige Male bei der Post und hab die Briefe zurückgehen lassen. Aber es kommen immer wieder neue. Inzwischen kommen zu dieser Vertragsgeschichte schon Briefe von einem Inkassounternehmen immer mit dem Namen meines Bekannten und dann der Zusatz „bei“ (Mein Name und meine Adresse.) Und zwar sehr schnell. Donnerstag bei der Post gewesen, Gestern der nächste von der Inkassostelle im Briefkasten. Auch mit der Post habe ich telefoniert. Aber die müssen zustellen, solange die Adresse so formuliert ist. Man hat mir am Telefon geraten, meinen Namen durchzustreichen und das ganze mit dem Vermerk unbekannt verzogen in den Briefkasten zu werfen. Aber reicht der Briefkasten? Oder muss ich weiter zur Post? Darf ich einfach auf dem Umschlag herumschreiben?

Ich habe Angst, dass sich diese Sache hochspielt bis zum Mahnbescheid bzw. dass der Gerichtsvollzieher dann irgendwann mal bei mir vor der Tür steht. Ich hatte noch nie mit Inkasso oder Ähnlichem zu tun und hab keine Ahnung wie ich damit umgehen soll. Meine Nerven liegen enstprechend blank. Ich will ja auch meinem Bekannten, der ja laut eigener Aussage keinen Vertrag abgeschlossen hat, nicht in den Rücken fallen. Aber ich hab inzwischen Angst zum Briefkasten zu gehen. Was mache ich mit dem vorliegenden Brief von gestern. Ich bin total verunsichert.

Grundsätzliches. Sie haben kein Recht die Post zu öffnen.
Einmalig reicht es aus, dass sie dem Absender mitteilen, dass der Empfänger hier weder wohnt noch gemeldet ist.
Es besteht für sie keine Verpflichtung die Post nachzustellen oder zu übergeben.

In einem Fall wie dem ihren wird allgemein empfohlen, die falsch adressierte Post mit dem Vermerk „Empfänger unbekannt“ in den nächsten Postbriefkasten zu werfen. Juristisch gesehen könnte ihnen Sachbeschädigung an fremden Eigentum vorgeworfen werden, wenn sie die Briefe weg werfen. Vielleicht hilft auch ein Gespräch mit dem Postboten.
Alternativ der Post schriftlich mitteilen, dass der Empfänger der Post bei dir nicht anzutreffen ist und sie damit in Kenntnis gesetzt wurden, dass der Postbote wissentlich Post in den falschen Briefkasten wirft.
Sorgen wegen einem Gerichtsvollzieher müssen sie sich nicht machen.
Dieser kündigt der sich im ersten Fall vorher immer schriftlich an, Dann reicht es ihm mitzuteilen, das der Empfänger bei deiner Adresse weder gemeldet ist noch dort wohnt.
Damit sollte die Sache erledigt sein, denn spätestens dann, wird der GV sich auf die Suche nach dem richtigen Empfänger machen.



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