Muss man trotz schwere Psychische Erkrankung vor Gericht?

Ich habe in kürze eine Gerichtsverhandlung(ich bin natürlich unschuldig, nur das sagen ja alle).
Ich bin psychosomatisch erkrankt, wobei sich die Krankheit mehr auf die Psychische Art ausprägt.

Ich bin seit jahren arbeitsunfähig.
Habe vor kurzem eine 3monatige Therapie gemacht wo ich anfang nächstes Jahres wieder für 3 monate hin muss.
Die Krankheiten/Diagnosen sind u.a. Agoraphobie,
sprich, Platzangst, Angst vor gewissen Orten und zusammenhängenden Situationen, Angst-Panik attacken die stärker werden je weiter die entfernung zum „geschützen Ort´´ wird.
Dazu kommen noch schwergradige Depressionen etc. etc. .
Die Frage ist wie folgt: Muss ich trotz der Erkrankung vor Gericht erscheinen?


Sofern sie geladen wurden, müssen sie vor Gericht auch erscheinen.
Dies ist nicht der Fall, wenn ein ärztliches Attest die Verhandlungsunfähigkeit bezeugt.
Eine reine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung reicht nicht aus.
Sprechen sie mit ihrem behandelnden Arzt, der in der Lage ist ein solches Attest auszustellen.
Allerdings muss das Gericht dieses nicht anerkennen und kann sie zu einem Gutachter schicken, was aber wohl nur in wirklich wichtigen Fällen passieren würde.


Mein Problem ist es, das ich im Moment nicht mal mehr das Haus verlassen kann. Also steht die Krankheit ganz schön am Höhepunkt, nur wenige Stunden am Tag fühle ich mich etwas besser , sodass ich mal kurz raus gehe zum Müllweg bringen. Das wars aber auch.

Das was ich nicht verstehe ist , dass das Gericht , trotz dieser Extremkrankheit mich zwingen können dort zu erscheinen. Stress ist ein Katapullt für die Krankheit und solch einen Stress wäre doch eine zumutung.
Die 3monatige Therapie hat kein stück was gebracht weil ich dort nicht einmal meinen Kopf frei bekommen konnte. Das kann doch nicht das Deutsche Staatssystem sein worauf wir vertrauen und bauen… Ich kann nicht mals einkaufen gehen, wie soll ich schaffen bis zum Gericht zu kommen und dann da noch stand zu halten. Es kann doch nicht sein das es dafür keine klare Rechte gibt.

Es ist schwer eine solche Krankheit, ihre Symthome und Auswirkungen auf den Alltag richtig zu verstehen. Ich glaube, es ist eher fast unmöglich nachzuempfingen, welche Belastung so ein Termin für sie sein kann.

Allerdings kann das Gericht für ihre Situation nichts und muss ja erst einmal um ihre Gesundheit nicht weiter zu Belasten, Kenntnis von den Umständen erlangen.

Mit einem aussagekräftigen Attest, sollte es – je nach zu verhandelnden Fall möglich sein, auf ihre Anwesenheit zu verzichten.



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