Lieferdienst – Unterschriftenfälschung

Wer kennt das nicht? In der heutigen Zeit bestellt man etwas online und ein paar Tage später wird es einem geliefert. So habe auch ich kürzlich einen Laptop im Wert von 1.200 Euro erstanden, der mir dann auch prompt die Woche darauf geliefert werden sollte. Zum Zeitpunkt der Lieferung (Mittwoch) befand ich mich selbst im Dienst an einem anderen Standort, sodass ich erst Freitag nach Hause zurückkehren konnte.
Direkt vor meiner Haustür (offener Vorgarten zur stark befahrenen Straße hin) fand ich schließlich ein Paket. Zunächst dachte ich, es handle sich schlich und ergreifend um Müll, jedoch war es dazu zu schwer. Darain fand ich schließlich meinen bestellten Laptop.

Zunächst hatte ich meinen Nachbarn in Verdacht, doch dieser befand sich selbst mit seiner Familie im Urlaub. Also rief ich beim – hier nicht näher genannten – Paketdienst an und fragte nach, wo wohl das Paket angegeben worden sei.
Daraufhin wurde mir glaubhaft versichert, ich hätte selbst für das Paket unterschrieben und es sei bei keiner anderen Adresse als meiner eigenen abgegeben worden.

Daher liegt für mich jetzt der Verdacht nahe, das der Paketbote schlicht und ergreifend selbst sein Kreuz darunter gesetzt hat. Entsprechend sauer bin ich, weil es nicht sein kann, dass ich so teures Gerät, dass ich per Vorkasse bezahlt habe, einfach vor die Tür geschmissen wird.

Wie sieht das in dieser Lage aus? Kann ich strafrechtlich in irgendeiner Form dagegen vorgehen, dass hier offenbar jemand meine Unterschrift gefälscht hat, obwohl dadurch kein Schaden entstanden ist? (Gerät war ja noch da und intakt (Gott sei dank, hat’s nicht geregnet…))

Es mag Eitel klingen, aber ich verstehe absolut keinen Spaß dabei, wenn irgendjemand in meinem Namen unterschreibt.



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7 thoughts on “Lieferdienst – Unterschriftenfälschung

  1. Hallo, ich sehe das auch als Urkundenfälschung an. Es mag fälle geben, wo das einem sogar lieb ist, dass man das Paket nicht abholen muss. Irgendwo sind aber Grenzen und gerade wenn es nicht vorher abgesprochen wurde.
    Ich würde dem Paketdienst schriftlich mitteilen, dass du dich zum zeitpunkt der Unterschrift in einer anderen Stadt aufgehalten hast, kein weiterer in der Wohnung wohnt der die Unterschrift geleistet haben kann und somit ein Dritter diese getätigt haben muss.
    Schreibe ihnen, dass du im nächsten Fall Anzeige erstatten wirst.
    Die werden sich ihren Fahrer zur Brust nehmen und ordentlich die Ohren waschen.
    Alternativ bleibt nur die sofortige Anzeige, damit kannst du aber einem Menschen das leben versauen.

  2. Das selbe ist mir auch letzte Woche passiert.

    Paketdienst kam (8:43 Uhr), hat in meinem Namen unterschrieben und das Paket einfach vor die Haustür gelegt.
    Er hat auch nicht bei mir oder einem Nachbarn geklingelt, obwohl meine Lebensgefährtin daheim war und es entgegen genommen hätte.
    Einfach in meinem Namen unterschrieben, obwohl ich zu dem Zeitpunkt im Büro 30km entfernt war.
    Hab mir dann von der DPD Zentrale den Beleg schicken lassen, wo eindeutigerkennbar ist, das mit meinem Namen unterschrieben wurde.

    Wie kann man gegen so jemanden vorgehen und was wird demjenigen blühen?
    Bei so etwas hört der Spass wirklich auf, da man so etwas einfach nicht bringen kann!

  3. Hallo eisi
    Dies ist ein deutlicher Fall von Urkundenfälschung.
    Zeigen sie diesem Beim Paketdienst an, so kann und sollte es dem Mitarbeiter den Job kosten.
    Zeigen sie dies bei der Polizei an, so erfolgt daraus eine Anzeige, deren Ausgang ungewiss ist und wir nur spekulieren könnten.

  4. Hallo und Danke für die Antwort,

    also beim Paketdienst direkt hab ich das schon gemeldet.
    In dem zuständigen Depot hat man sich dann entschuldigt aber auch gesagt, das der Fahrer mit ner Abmahnung davon kommt, weil die eh so große Probleme haben, Personal zu finden.

    Ich dachte, das da jemand evtl. schon Erfahrung hat, was demjenigen da blüht.
    Man will ja auch niemanden ruinieren oder so, aber irgendwie fühle ich mich da echt verkohlt und möchte da schon irgendwie etwas dafür haben.

  5. Wenn sie auf eine Art der „Entschädigung“ ansprechen, so ist dies moralisch gesehen wohl angebracht, rechtlich aber nicht angedacht.
    Ihnen ist kein wirtschaftlicher Schaden entstanden, so dass auch keine Entschädigung zu erwarten ist.
    Dennoch hätte der Paketdienst ihnen vielleicht einen Gutschein für einen kostenlosen Versand oder ähnliches als Entschuldigung übergeben können.

  6. Habe gerade versucht eine solche Sache anzuzeigen ! Vergebens ist eine Privatsache muß über einen Anwalt laufen. Es sollte bezahlte Ware geliefert werden, da ist ein DPD-Fahrer einfach hingegangen hat einen krickel als unterschrift gesetzt und die Ware ist zurückgegangen. was verwunderlich war wir hatte an diesem besagten Tag 2 Pakete von DPD erhalten,dieses eine ist warscheinlich nur vergessen worden. also hat der Fahrer einen Krikel gesetzt und die Ware ging zurück .nach Reklamation machte man mir Vorwürfe ich hätte ja verweigert (bezahlte Ware). ich solle das Porto schicken dann würden sie wieder versenden.
    Ein hin und her auch der Versender kümmerte sich nicht , so nahm ich es selbst in die Hand mit Vielen schreiben die nichts brachten . Vorwürfe vom Versender ich könne mich nicht in diese Angelegenheit einmischen.Dann bekam ich einen Anruf von DPD eine Dame, leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt, die mir dann erzählte sie hätten gewissen Fahrer entlassen weil das nicht die erste Sache wäre .Ich konne beim Versende die Ware kommen lassen er würde das Porto gutgeschrieben bekommen. Dieses teilete ich mit, dann wurde mir gesagt (die Schreiben waren selten höflich) so ginge das aber nicht er müßte ersteinmal ein SChriftstück bekommen wo dies drin steht und warum ich micht so sehr dort einmische. dann braucht er von mir eine Eidesstattliche Versicherung, daß keiner in unserem Haushaltelebende Person diesen Krickel gesetzt hat. Bin gespannt wie das noch weiter geht . Werde wohleinen Anwalt dazu nehmen müssen. Dieser Krickel ist keine Straftat unvorstellbar.

  7. sowas darf einfach nicht sein. Hier mal ein Auszug von den DPD-AGB

    4 LEISTUNGSUMFANG
    4.1 Die Leistung umfasst
    4.1.1 die Besorgung der Beförderung und die Beförderung durch Frachtführer, die Übernahme,
    den Umschlag und die Zustellung von Paketen;
    4.1.2 bei Nichtantreffen einen zweiten und, falls notwendig, einen dritten Zustellversuch;
    4.1.3 die Ablieferung mit befreiender Wirkung an jede unter der Zustelladresse angetroffene
    empfangsbereite Person, es sei denn, es bestehen begründete Zweifel an deren Empfangsberechtigung;
    die Identität dieser Person (z. B. anhand eines Personalausweises)
    muss nicht überprüft werden;
    4.1.4 die Rücksendung von unzustellbaren oder annahmeverweigerten Paketen an den
    Auftraggeber.
    4.2 Wert- oder Interessendeklarationen nach CMR oder Warschauer Abkommen/Montrealer
    Übereinkommen werden nicht berücksichtigt.
    Ein vor die Tür legen kann dazu führen, dass bei Verlust der Zustellbote den Schaden bezahlen muss. ich gehe davon aus, dass Sie sich eine Kopie des Kricksels haben zukommen lassen. Dazu sind übrigens die Logistiker verpflichtet.

    Ein hin und her auch der Versender kümmerte sich nicht
    Ich gehe davon aus, dass Sie Endverbraucher sind. Der Versender ein Gewerbetreibender. Die Gefahr des zufälligen Untergangs oder Beschädigung der Ware endet erst beim Versender, wenn der Kunde die Ware erhalten hat. So, jetzt kommt aber die Krux mit dem kricksel. Der Versender ging davon aus, dass Sie die Ware erhalten haben…….

    Übrigens das einfach vor die Tür oder Garten legen ist bei der GLS an der Tagesordnung. Das hängt aber viel mit dem Personal zusammen.

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