Klage oder Strafanzeige?

Es ist gegen Entscheidungen einer Behörde vorzugehen (Verwaltungsrecht). Diese Entscheidungen waren aber auch Straftaten (Strafrecht). Was wäre zu tun?


Vergleiche ich deine Frage mal mit dem Medizinrecht bei einem Arztfehler wo ich einen Fall in der Bekanntschaft hatte, da wurde dem Betroffenen vom Anwalt geraten, zunächst einmal die strafrechtliche Schiene zu fahren.
Die Erklärung war verständlich.
Wird der Arzt wegen seinem Fehler verurteilt, so steigen die Chancen auch die zivilrechtliche Klage durch zu bekommen.
Wird der Arzt nicht verurteilt, so ist damit aber nicht gleich der zivilrechtliche Weg versperrt.
Ein solcher Fall dürfte dir vielleicht damals auch aus Amerika bekannt sein. O.J. Simpson

Also würde ich sagen, statt „oder“
zuerst strafrechtlich gegen die Behörde vorgehen und dann die zivilrechtlichen Ansprüche geltend machen.
Aber dazu brauchst du auf jeden Fall einen Anwalt.


Ich wüsste nicht, wozu. Im Strafrecht gibt’s überhaupt keinen Anwaltszwang, im Zivilrecht ab Landgericht aufwärts. Weiß (noch) nicht, wie’s im Verwaltungsrecht aussieht. Und ich kenne bislang nur „Anwälte“, denen ich das Primitivste erklären müsste, aber einmal an der Kanzlei anklopfen kostet 500 € Vorschuss. Mit ein paar Jährchen Prozesserfahrung kommt halt was zusammen. Einer ließ sich sogar mal vor der Verhandlung abwimmeln (das hätte ich nun wieder nicht gedurft) …

Die Behörde, gegen die vorzugehen wäre, ist übrigens ein Amtsgericht. Tatbestand: Hehlerei in Tateinheit mit Rechtsbeugung (oder umgekehrt) – schaunmermal, was für Paragraphen wir noch so finden. Geldwäsche möglicherweise auch – aber das war schon anderen Leuten zu heiß. Die müssen ja wohl wahnsinnig sein – echt zu doof oder zu faul, in dem Paragraphen, um den’s gerade geht, nur mal einen Absatz weiter zu lesen, da suchen sie lieber wochenlang spitzfindige Ausreden, sonst wäre das ganze Theater gar nicht nötig. Jetzt rollen Köpfe, sie haben’s doch nicht anders gewollt.

Kurz nach der Wende konnten sie sich noch ‚rausreden („wir müssen erst lernen“) – nach 22 Jahren deutsche Einheit zieht das nicht mehr. Das einzige, was sie gelernt haben: Pecunia non olet – aber das wussten schon die alten Römer.

Jednfalls hab ich erst mal mit dem zuständigen Verwaltungsgericht Kontakt aufgenommen, schaunmermal.


Dachte ich’s mir doch: Restitutionsklage als „unzulässig“ verworfen – nur den einzigen Grund, aus dem sie wirklich hätten ablehnen dürfen, haben sie bis heute nicht gefunden.

Dafür eine halbe Seite hanebüchene „Begründungen“ und natürlich wieder der unvermeidliche „Hinweis“, dass es dagegen keine Rechtsmittel gäbe. Tut mir leid, so dumm wie die immer noch tun und mich gerne hätten, kann nun mal kein Mensch sein.



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