Hörzu-Abofalle

ich wurde vor 6 Monaten in der Stadt angesprochen, ob ich nicht jugendlichen Drogenabhängigen helfen wollen würde, indem ich Ihnen die Chance gebe, Zeitschriften auszutragen. Ich fand die Idee ganz gut und habe mir ein Hörzu-Abo andrehen lassen. Ich habe vor Ort in der Stadt unterschrieben und einen kleinen (A5 – A6) Zettel bekommen, auf dem wohl ein Auszug aus der AGB stand, die monatlichen Kosten, wann der Vertrag beginnt und ein Feld in dem ich meine Daten für einen Widerruf eintragen konnte.
Zuhause habe ich mir meine Finanzen angeguckt, das Ganze durchgerechnet und festgestellt, dass mir das Abo zu teuer ist. Also habe ich den Zettel ausgefüllt und in einem Umschlag abgeschickt um das Abo zu widerrufen. Leider ohne Einschreiben mit Rückschein.

Ungefähr einen Monat später habe ich eine schriftliche Bestätigung des ABOS bekommen. Entweder ist mein Widerruf also nie angekommen oder er wurde schlichtweg ignoriert. Also habe ich eine Mail geschrieben und die Sache erklärt. Die Mail wurde allerdings anscheinend schlichtweg ignoriert. Ich habe keinerlei Rückmeldung bekommen und das Abo lief weiter.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keinerlei Ahnung, wie die Kündigungsfrist für das Abo ist. Dies stand nicht in dem Bestätigungsbrief des Abos und ziemlich sicher auch nicht auf dem urpsrünglichen Zettel, den ich beim Unterschreiben des Abos bekommen habe und später zwecks Widerruf weggeschickt habe. Zu allem Überfluss bin ich kurz nach Beginn des Vertrages auch noch umgezogen und habe daher vielleicht einen weiteren Brief nicht bekommen. In der letzten Mail hatte ich außerdem erwähnt, dass ich umgezogen bin. Seitdem bekomme ich die Zeitschrift an die neue Adresse (wobei ich keine Ahnung habe, wie der Verlag an die neue Adresse gekommen ist).

Ich habe dann das Thema schleifen lassen und habe erst wieder vor einem Monat, als die zweite Rate von meinem Konto abgebucht wurde, eine Mail geschrieben, mit dem Hinweis auf meinen Widerruf. Keine Reaktion. Nochmal einen Monat später habe ich eine Mail geschrieben, mit dem Hinweis, dass ich die nächste Rate zurückbuchen würde. Darauf bekam ich endlich eine schriftliche Mitteilung in der es hieß, ich solle ihnen einen „Einschreibebeleg oder Übertragungsbericht der E-Mail“ zukommen lassen, als Beweis des Widerrufs.
Da ich keinen Einschreibebeleg des Widerrufs habe, habe ich Ihnen die Mail geschickt ausgedruckt und zugeschickt, die ich ihnen geschickt hatte, als ich festgestellt hatte, dass mein Widerruf erfolglos war. Die haben Sie allerdings nicht als Beweis anerkannt. Und auf den Wunsch der Kündigung schrieben sie, sie müssten auf „Erfüllung des Vertrages [den ich nie gesehen habe] bestehen“ und die Verpflichtungszeit betrage 24 Monate.

Ich weiß nun nicht, wie (und ob) ich weiter vorgehen kann. Ich habe im Internet gesucht und weder AGB oder einen entsprechenden Vertrag gefunden. Alle Abos die ich online für die Zeitschrift Hörzu finden kann, haben maximal eine Laufzeit von einem Jahr. Da ich außerdem nie einen Vertrag über mein Abo gesehen habe und erst nach erheblichem Aufwand überhaupt erfahren habe, für welchen Zeitraum mein Abo gilt, kann ich mir nicht vorstellen, dass das alles rechtens ist… Habe ich irgendwelche Möglichkeiten?



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Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert

One thought on “Hörzu-Abofalle

  1. Der Zeitschriftenhändler wird nachweisen können, dass dir bei Vertragsschluss alle relevanten Vertragspunkte bekannt waren und dass du auch ordentlich über dein Widerrufsrecht informiert wurdest. Das wirst du damals unterschrieben haben.

    Du hingegen kannst nicht nachweisen, dass du tatsächlich innerhalb der Widerrufsfrist widerrufen hast.

    Somit wirst du wohl kaum vorzeitig aus dem Vertrag heraus kommen. Kündige aber jetzt schon zum Ablauf der 24 monatigen Vertragslaufzeit. Sonst läufst du Gefahr, den letztmöglichen Termin dafür auch wieder zu verschusseln und die sicher ebenfalls vereinbarte Aboverlängerung auszulösen.

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