Foto bei Hausverbot machen

Foto bei Hausverbot machen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wüsste gern ob es erlaubt ist ein Foto von jemandem zu machen, dem ein Hausverbot erteilt wurde. Dieses Foto soll nicht veröffentlicht werden, sondern lediglich den anderen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden, damit die über das Verbot Bescheid wissen.

Zum Hintergrund:
Das ganze ist in einem Hausaufgabenhilfe-Center passiert. Die Person wurde mehrfach aufgefordert sich an die dort geltenden Regeln zu halten. Nach wiederholten Verstößen, wurde ein Hausverbot für diesen Tag erteilt. Die Person hat das Gebäude verlassen, kam aber kurz danach wieder rein. Nach erneuter Aufforderung das Gebäude zu verlassen wurde die Person aggressiv und das Hausverbot auf unbestimmte Zeit verlängert. Außerdem hat einer der Mitarbeiter ein Foto der Person gemacht. Diese wurde dadurch noch aggressiver und wollte den Mitarbeiter angreifen. Andere Mitarbeiter und Freunde der Person sind allerdings dazwischengegangen und weiteres wurde verhindert.

Ich habe mich nun aber gefragt ob das Foto legal ist. Wenn ich das (StGB – Einzelnorm) richtig interpretiere, dann müsste es in Ordnung sein. Ich habe noch weiter danach gesucht und Beiträger von Personen gefunden, die das für in Ordnung halten und welche, die das für Gesetzeswidrig halten gefunden. Da ich in diesem Bereich keine Ahnung habe, würde ich mich freuen, wenn mich jemand über die Rechtslage aufklären würde.



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One thought on “Foto bei Hausverbot machen

  1. Ich wäre hier vorsichtig und würde einen Fachanwalt vorher befragen.

    Das Recht des Menschen „am eigenen Bild“ berührt das „Allgemeine Persönlichkeitsrecht“ des Menschen.
    Oft geht es aber vor allem darum, ob Fotos veröffentlicht bzw. verbreitet werden können oder nicht.
    Aber, was ist eine V e r ö f f e n t l i c h u n g bzw. V e r b r e i t u n g eines Personenbildes ?

    Laut § 22 des KunstUrhG düfen Bildnisse (hier Foto) nur mit der Einwilligung des Abgebildeten v e r b r e i t e t oder
    ö f f e n t l ic h zur Schau gestellt werden.

    Meiner persönlichen Meinung, als Nichtjurist, nach, wird das Foto, dadurch, dass man es anderen Menschen (auch
    Mitarbeitern) zur Verfügung stellt irgendwie v e r b r e i t e t.
    Ich bin mir aber nicht sicher, ob es dazu nicht schon anderslautende höchstrichterliche Entscheidungen gibt. Wenn Sie sicher gehen wollen, würde ich mal einen Fachanwalt diesbezüglich befragen.

    § 201a STGB:
    (1) Mit Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

    1. von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, unbefugt eine Bildaufnahme herstellt oder überträgt und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich
    der abgebildeten Person verletzt……………………
    3.eine durch eine Tat nach den Nummern 1 oder 2 hergestellte Bildaufnahme gebraucht oder einer 3ten Person
    z u g ä n g l i c h macht .

    2) Ebenso wird bestraft, wer unbefugt von einer anderen Person eine Bildaufnahme, die geeignet ist, dem Ansehen der abgebildeten Person erheblich zu schaden, einer 3ten Person zugänglich macht.
    ……………..
    4) Abs.1 Nummer 2, auch in Verbindung mit Abs.1 Nummer 3 oder Nr. 4, Abs.2 und 3 gelten nicht für Handlungen, die in Wahrnehmung überwiegender berechtigter Interessen erfolgen, namentlich der Kunst oder der Wissenschaft,
    der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dienen.

    Gruß
    Law & Order

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