Erbrecht/ Vertragsrecht/ Betrug?

Erbrecht/ Vertragsrecht/ Betrug?

Sorry liebe Forumsmitglieder, denn leider weiß ich nicht in welche Kategorie ich meine Frage einstellen soll.
Ich habe vor knapp 2 Wochen die Pflege meiner 88 jährigen Mutter von meinem verstorbenen Bruder übernommen.
Dabei fielen mir schon einiges zu Beginn seltsam auf.
Gestern sollte ich mit meiner Mutter dann zur Bank, weil sie ihre finanziellen Angelegenheiten ordnen wollte, um die sich bisher mein Bruder gekümmert hat.
Die Angelegenheit wurde schon etwas suspekt, weil meine Mutter ihren Tresorschlüssel nicht fand, wo sie seltsamerweise die letzte Zeit ihr Geld gespart hat. ( die Gründe dafür erfuhr ich erst im Verlauf des Tages.)
Mein Bruder hatte Mutter überredet ihr Vermögen auf 2 Sparbücher anzulegen. Beide lauteten auf den Namen der ältesten Söhne. Die Begründung war, daß man ihr dann im Falle eines Pflegeheimaufenthaltes davon nichts wegnehmen könnte. Mutter war aber Verfügungsberechtigt.

Vor kurzem hat mein Bruder dann ein Codewort auf das eine Bankkonto eingefügt und Mutter dieses Codewort gegeben.
Dieses Codewort ist falsch, wie sich auf der Bank herausstellte.
Mutters Sparbücher lagen in einem Tresor. Den Schlüssel suchten wir erstmal, bis sich herausstellte, daß mein Bruder ihr die Schlüssel weggenommen hat ohne ihr Wissen.
Ein Sparkonto konnte ich ihr gestern zurückholen und auf ihren alleinigen Namen legen lassen, ohne irgendeine Verfügungsgewalt. ( Sie kann Vollmachten ausstellen, oder mit dem Rollstuhl gefahren werden, wenn sie davon etwas haben möchte.)
Als Mutter das letzte Mal in der Klinik war, hat mein Bruder von dem einen Konto mit dem Codewort schon mal 10000€ abgehoben, weil er dachte die stirbt sowieso. ( deshalb traute sich Mutter kein Geld mehr auf der Bank zu sparen und benutzte ihren Heimtresor).
3000€ hat sie ihm für einen Umzug freiwillig gegeben. Das ist okay, aber 4800€ hat er von ihrem Girokonto abgeräumt ohne ihr Wissen.
Von den 12000€ im Tresor fehlen 6000€.
Ich geh mal davon aus, daß sie dieses Geld abschreiben kann, da mein Bruder ja verstorben ist und weil er sich von der alten Frau einen Schrieb hat geben lassen, daß er von ihr kein Geld bekommen hat.
( Das hatte mich schon verwundert, wofür man so einen Zettel benötigt.)
Das Problem: auf dem Sparkonto von Mutter, daß sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen auf meinen Bruder geschrieben hat, liegen noch 15800€.
Die Bank sagt, daß diese in die Erbmasse meines Bruders übergehen. Es handelt sich um ein altes Sparbuch, in dem es noch eine Klausel gibt, daß in Mutters Todesfall jedes Kind 1/4 des Kontos bekommen wird.
Ich möchte Mutter dieses Geld gerne auf ihren Namen zurückholen, denn evtl. kann sie sich damit in eine Seniorenvilla einkaufen, sollte ihr Pflegezustand sich noch weiter verschlechtern.
Also hab ich gestern die Witwe meines Bruders angesprochen, ob die mit Mutter zur Bank gehen könnte, damit Mutter ihre Spargroschen auf ihren Namen zurückbekommt.
Die sagt aber: „Damit hätte sie nichts zu tun. Sie sei nicht der Erbe nach dem Gesetz sondern ihr Sohn.“
Sollte meine MUtter nun einen Rechtsanwalt einsetzen wollen, dann befürchte ich, daß ich nachher diesen bescheuerten „Prozeß“ erben könnte.
Ich möchte aber lieber meine Ruhe haben und keine Zankereien, die mich nichts angehen.
Gibt es eine Möglichkeit bei der Bank einen Widerspruch einzulegen, damit meine Mutter ihr erarbeitetes Geld zurückbekommt?

Herzlichen Dank



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