Einsicht in den psychologischen Befundsbericht

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich litt an einer Posttraumatischen Belastungsstörung und unterzog mich einer stationären Psychotraumatherapie. Am Entlassungstag wurde mir die Einsicht in den Entlassungsbericht, sowie die Herausgabe dessen verweigert.
Mir ist bekannt, dass unter bestimmten Voraussetzungen, wie z.B. selbstschädigendem Verhalten, Persönlichkeitsstörungen usw. die Herausgabe nur bedingt erfolgt, um den weiteren Therapieverlauf nicht zu gefährden.
Von therapeutischer Seite aus bestünde in irgend einer Weise Bedenken. Ich bin z.B. weder depressiv, noch besitze ich selbstschädigende Verhaltensweisen oder eine Persönlichkeitsstörung.
Jedoch wurde von der Klinikleitung angewiesen, keine Bedundsberichte, ganz gleich, unter welcher Diagnose der Patient leidet bzw. litt, herauszugeben.

Ist das Rechtmäßig ?

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3 Kommentare zu “Einsicht in den psychologischen Befundsbericht

  1. lyrica

    Jeder Patient hat Einsichtsrecht in die Krankenunterlagen. Wenn sich das Krankenhaus stur stellt, kann man Einsicht über den Rechtsweg erlangen. Das ist jedoch mühsam, kostet Zeit und Geld.

    Besser ist es, wenn man zum Hausarzt geht und eine Kopie des entsprechenden Dokuments (Arztbrief/Entlassungsbericht) verlangt.

    Reply
  2. Anonymous

    PATIENTENRECHTE IN DER BEHANDLUNG
    Einsichtsrecht
    Jeder Patient hat ein Recht auf Einsicht in diese Dokumentation, ohne daß er ein besonderes Interesse erklären muß. Das Einsichtsrecht erstreckt sich nach der Rechtsprechung und dem ärztlichen Berufsrecht nicht auf den Teil der Dokumentation, der subjektive Eindrücke und Wahrnehmungen des Arztes enthält. Aus datenschutzrechtlicher Sicht wird die Auffassung vertreten, daß nach dem Bundesdatenschutzgesetz auch dieser Teil der ärztlichen Aufzeichnungen zu offenbaren ist. Um sein Einsichtsrecht wahrzunehmen, kann der Patient einen Arzt oder eine sonstige Person seines Vertrauens mit der Einsicht beauftragen. Patienten können Kopien der Dokumentation von dem behandelnden Arzt oder Krankenhaus anfordern, die in angemessener Zeit erstellt werden müssen.
    In der Regel hat der Patient die Kopierkosten zu tragen.
    Das Einsichtsrecht bezieht sich auch auf Befunde und Röntgenbilder. Der Patient kann sich Röntgenbilder ausleihen, muß sie aber zurückgeben. Bei einem Arztwechsel lassen sich dadurch Doppeluntersuchungen und damit verbundene Belastungen und Kosten vermeiden.
    Das Einsichtsrecht kann in Ausnahmefällen eingeschränkt sein, unter anderem, wenn Rechte anderer in die Behandlung einbezogener Personen (z.B. Angehörige, Freunde) berührt werden. Diese Einschränkung ist vom Arzt zu begründen. Nach einer Behandlung im Krankenhaus wird in der Regel ein ”Arztbrief” an den weiterbe-handelnden (Vertrags-)Arzt ausgestellt. Patienten haben das Recht, auch diesen Arztbrief einzusehen und zu bestimmen, wer ihn erhält.

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  3. Anonymous

    Habe mich auch selbst einmal in Psychiatrie 2eingewiesen“,war kaum dort, als mir klar wurde, daß es ein Fehler war. Im Abschlußbericht wurde ich als „paranoid/schizo“ bezeichnet.
    Vollkommen ohne Untersuchung, der chefarzt hat mir nur einmal die Hand geschüttelt um „Guten Morgen“ zusagen.
    Jetzt steht jedoch dieser Befund für immer in meiner „Akte“.
    Kann ich dagegen etwas tun?

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