Bagatellschaden wird von Beschädigten ausgenutzt

Bagatellschaden wird von Beschädigten ausgenutzt

Hallo!
Ich habe es höchst wahrscheinlich geschafft, einem anderen Auto den Außenspiegel abzufahren. Leider ist die Situation für mich gerade total verwirrend und ich habe das Gefühl, dass mich nun die Besitzerin des Autos schamlos ausnutzt.
Der Schaden wurde vor etwa drei Wochen verursacht, als ich mit meinem Auto durch eine enge Straße fuhr. Im Kofferraum hatte ich einen Nagerkäfig und das Kopfsteinflaster war recht laut. Ich habe nicht einmal bemerkt, dass ich einen Spiegel abgefahren habe. Entweder habe ich dies tatsächlich nicht oder ich habe die entstandenen Geräusche auf den durch das Kopfsteinflaster im Kofferraum rumpelnden Käfig geschoben. Mein Spiegel knickte allerdings nicht einmal ein, jedoch sind leichte Kratzer an ihm vorhanden. Da mein Auto aber nicht mehr das neuste ist, kann ich nicht ausschließen, dass die Kratzer schon vorhanden waren.
Mir wurde es leider zum Verhängnis, dass ein Zeuge gesehen hat, wie ich den Spiegel abgefahren habe und mich daraufhin bei der Polizei angezeigt hat. Da die Polizei mir aus versehen im weiteren Verlauf die Daten der Person übermittelt hat, die mich angezeigt hat (und nicht die Daten des Fahrzeughalters) kann ich beinah ausschließen, dass der Zeuge gezielt vom Fahrzeughalter eingesetzt wurde, um einen neuen Spiegel spendiert zu bekommen. Die Person, die mich angezeigt hat war noch recht jung und wohnte 50km entfernt – und war sehr geschockt als ich dort angerufen habe..
Nachdem ich dann die richtigen Daten des Fahrzeughalters erhalten habe, habe ich mich sofort mit ihr in Verbindung gesetzt. Die Person sagte aus, dass sie bereits bei ihrem Fiat Vertragshändler war und dort die Aussage erhalten hat, dass ihr 200€ zustehen. Nach Polizei ist der Spiegel tatsächlich auch total beschädigt und muss ersetzt werden. Ich bin jedoch irritiert, dass ein unlackerter Spiegel ohne weitere Funktionen (Fiat Punto Baujahr 2003) so viel kosten soll – vor allem weil die Dinger im Internet für ca. 20 Euro zu erwerben sind. Ich erwähnte daraufhin, dass ich dafür gerne einen Beleg hätte und fragte, ob man den Schaden wohl auch in einer günstigen Werkstatt beheben könnte – worauf sie nicht einging. Stattdessen fuhr sie damit fort, dass sie ein Gutachten beantragen möchte, welches ich dann auch zu zahlen habe. Bei einem Schaden von maximal 200 Euro ist doch kein Gutachten notwendig, oder? Ein Kostenvoranschlag würde doch genügen. Dies sieht sie allerdings nicht so und besteht auf ein Guthaben auf meine Kosten.
Bei solch einem Schaden möchte ich aber nicht die Haftpflicht einschalten, da müsste ich so eigentlich günstiger davon kommen..
Weiter ging es damit, dass die Fahrzeughalterin erzählte, dass sie bereits einen nicht reparierten Schaden an der Vordertür habe und deswegen auch nicht den Spiegel erneuern möchte. Stehen ihr dann überhaupt 200€ zu? Die Arbeitskosten und eventuell auch die Mehrwertsteuer müsste ich dann doch nicht bezahlen, oder? Eigentlich müsste sie dann doch nur den Wert des Spiegels (20€) ersetzt bekommen.. So sehe ich das zumindestens Wie siehts in der Realität aus?
Ich frage mich zudem, ob die Fahrzeughalterin ein Recht darauf hat, die Preise der Vertragswerkstatt zu verlangen (wenn sie nicht einmal alte Schäden behebt) oder ich ein Recht darauf habe, eine günstigere Werkstatt zu verlangen?
Am Freitag habe ich einen Termin bei der Polizei. Wie wäre es, wenn ich die Aussage verweigere? Oder ist es empfehlenswerter alles genauso wie hier zu schildern?
Selbstverständlich sehe ich ein, dass ein verursachter Schaden ersätzt werden muss, jedoch fühle ich mich etwas ausgenutzt und habe auch ein sehr beschränktes Studentenbudget.
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen! Ein großes DANKE schon einmal im vorraus!



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