Auswenig lernen

Hallo, ich bin eine Schülerin (17 Jahre) in der 13. Klasse eines Gymnasiums in Baden-Württemberg. Ich habe mich intensiv auf die nächste Deutschklausur vorbereitet und alle Aufgaben zur Textinterpretation aus dem Abitursbuch ab 1996 bis 2009 durchgearbeitet. Da ich gemerkt habe, dass meine Deutschlehrerin immer die letzte Abitursprüfung in der Deutscharbeit dran nimmt, habe ich einige Passagen aus der Lösung 2009 auswendig gelernt, weil ich mir ziemlich sicher war, dass genau dieser Text dran kommen würde. Das ist auch passiert.
Als meine Lehrerin mir die Klausur zurückgegeben hat, sagte sie ich hätte geschummelt, ohne einen Beweis zu haben. Ich habe ja nicht geschummelt! Sie meinte aber, auch wenn ich es auswendig gelernt habe stößt es gegen das Gesetz, weil ich fremdes Wissen übernommen habe. Ich bin der Meinung, da ich es auswendig gelernt habe, ist es Wissen, das ich mir angeeignet habe und das ich einwandfrei verwenden darf. Das macht man doch in Geschichte, Erdkunde, Biologie etc auch so!

Sie hat mir jetzt 2 Möglichkeit gegeben:
1. Ich gehe mit ihr zur Schulleitung ( & sie sagte, dass sie sicher wäre, dass die mir 0 Punkte (Note 6) dafür geben würden, weil auswendig lernen verboten ist)
2. Ich schreibe die Deutscharbeit nochmal !

Ich sehe nicht ein, warum ich sie noch einmal schreiben muss oder warum ich dafür eine 6 kriegen soll, ich habe das auswendig gelernt und kann es immer noch! Ich habe sogar noch das Konzept von der Klassenarbeit.
Ich bin unsicher, ob ich zur Schulleitung gehen soll. Ich habe nicht geschummelt, aber ist auswendig lernen wirklich verboten?



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3 thoughts on “Auswenig lernen

  1. Hallo, auswendig lernen ist mit Sicherheit nicht verboten. Das ganze Schulleben besteht praktisch nur aus dem Auswendig lernen von Zahlen, Fakten, Abläufen, der Berechnungswege usw.

    Ein Unterschied fällt aber auf. Bei der Textinterpretation soll man mit seinen eigenen Worten erklären, was zum Beispiel der Auto eines Buches aussagen wollte.
    Wenn sich nun ihre Auseinandersetzung mit der früherer Jahre gleicht, so ist dies schon merkwürdig anzusehen, weil es vermuten lässt, das es nicht ihre Interpretation ist. So gesehen, also „abgeschrieben“ aber in welcher Form und Umfang.
    Ob das reicht um durch zufallen?

    Unserer persönlichen Meinung nach, ist es kein abschreiben, wir möchten aber nicht, dass sie darauf ihre Entscheidung bauen.
    Sind nur sie betroffen?
    Können sie sich an ihren Vertrauenslehrer wenden?
    Gab es schon einmal so einen Fall an ihrer Schule?

    Wenn man sich die Meldungen im Internet zu diesem Thema anschaut scheint es aber so zu sein, dass bei Aufgaben die einen frei zu formulierenden Text erwarten, Plagiate durchaus dazu geeignet sich, die Prüfung als „abgeschrieben“ zu bewerten.

  2. An unserer Schule gibt es dazu strenge Zitierregel (Autor, Seite/Literatur, Datum). Ich weiss nicht, wie es rechtlich im Bezug auf die Schule und den privaten Gebrauch steht, jedoch gibt es auch von den vorgegeben Lösungen einen Urheber. Vllt. lässt sich auf den ersten Seiten Ihres Lösungsbuch eine Erklärung finden, wie der Autor zur Veröffentlichung seiner Texte steht.

    lg Kilian

  3. In dem Lösungsbuch steht, dass deren Inhalte urheberrechtlich geschützt sind und jede Vervielfältigung, Verbreitung oder Veröffentlichung einer Genehmigung des Verlages bedarf.
    Aber ich habe ja keines davon gemacht, ich habe es lediglich für meine Interpretation des Textes in der Klassenarbeit benutzt.
    Nun, meine Lehrerin denkt nicht, dass ich abgeschrieben habe, aber sie hat auch gesagt, dass auswendig lernen verboten ist. Und deswegen darf ich die Arbeit nachschreiben. Das ist so ungerecht.

    Danke für Eure Hilfe

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