Abstraktionsprinzip bzw. Abstraktionsgrundsatz.

Abstraktionsprinzip bzw. Abstraktionsgrundsatz.

Mir hilft es beim Lernen und Verstehen mehr oder weniger komplexe Inhalte im Zusammenhang zu formulieren um eventuelle Verständnisprobleme ausschließen zu können.
Im Folgenden habe ich versucht das Abstraktionsprinzip darzustellen (vereinfacht und mit allgemein gehaltenem Bsp.).
Fallen dabei irgendwelche Fehler auf?

Eine Frage die aufkam:
Handelt es sich bei der Einigung um 2 Verträge?
(Ein Vertrag bzgl. des Überganges des Geldes, einer bzgl. der Sache)

Abstraktionsprinzip bzw. Abstraktionsgrundsatz.

Unterscheidet Verpflichtungs- und Erfüllungs- bzw. Verfügungsgeschäft.

Das Verpflichtungsgeschäft
– stellt eine Verpflichtung zur Leistung, bspw. durch einen Kaufvertrag dar.

A bietet sein Auto zum Verkauf an. B möchte das Auto kaufen.
A stimmt dem Kaufwunsch zu.
Ein Kaufvertrag i.S. $433 BGB ist entstanden.

Aus diesem Kauvertrag entstehen Rechte und Pflichten.

A ist B gegenüber verpflichtet das Auto zu übereignen,
also Eigentum an der Sache zu verschaffen und die Sache zu übergeben. (§433 I 1)

B ist A gegenüber verpflichtet den Kaufpreis zu zahlen und die Sache abzunehmen (§433 II)

Das Erfüllungsgeschäft
– Verpflichtungen müssen durch je ein Rechtsgeschäft erfüllt werden.
Erfüllung durch „Einigung und Übergabe“ i.S. §929 BGB

Die Einigung ist ein weiterer Vertrag (also ein mehrseitiges Rechtsgeschäft durch Willenserklärung):
A trifft die Aussage, dass er will, dass B Eigentümer des Autos wird
B ist hiermit einverstanden.

Ferner trifft B die Aussage, dass A Eigentümer des Geldes wird
A ist einverstanden Eigentümer des Geldes zu werden.

Die Übergabe ist eine Handlung, also ein Realakt, bei dem der Besitz verschafft wird.

Einigung und Übergabe sind das Rechtsgeschäft der Übereignung, im Zusammenspiel also der Eigentumsübergang.



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