Wesentliche Bestandteile bei Grundstücks- / Hausverkauf

Wesentliche Bestandteile bei Grundstücks- / Hausverkauf

Hallo!
Ich habe das nach dem Tod meines Vaters geerbte Haus über einen Makler verkauft. Vor dem Verkauf, aber nach der Besichtigung durch den späteren Käufer wurde das Haus geräumt und besenrein übergeben.
Im Notarvertrag ist nur eine fest eingebaute Sitzbankgruppe mit dazugehörigen Stühlen und Tisch explizit erwähnt, sonst heißt es im Vertrag: „[FONT=Arial]…mit allen Bestandteilen und gesetzlichem Zubehör…“[/FONT]
Natürlich habe ich mir vieles, was ich selbst noch verwenden möchte, behalten (Möbel, Gartenmöbel, Gartengeräte, usw.). Mit dabei war auch ein Fahnenmast im Garten (ca.6,50 Meter Aluminiumrohr). Der Mast steckte in einem im Boden eingegrabenen Rohr (sonst nichts verschraubt oder einbetoniert oder ähnliches – einfach rausziehen und fertig). Das Rohr verblieb im Boden und könnte jederzeit wieder als Hülse für einen Fahnenmasten verwendet werden. Jetzt mault der Käufer, er habe den Mast mitgekauft und er wolle ihn wieder haben. Der Makler stellt sich auf die Seite des Käufers und sagt, der Fahnenmast wäre schließlich im Boden verankert gewesen und damit nach §§ 93 und 94 BGB „wesentlicher Bestandteil“ des Grundstückes.
Aus meiner Sicht ist der Fahnenmast das aber eben nicht. Denn Fahnenmast und Bodenhülse sind nach der Trennung ja noch einzeln für sich brauchbar. In die Hülse kann jederzeit wieder ein neuer Mast gesteckt werden. „Zubehör“ ist es aus meiner Sicht auch nicht, sondern eher ein „Scheinbestandteil“ nach §95 BGB. Schließlich ist der Mast ja nur zu einem vorübergehenden Zweck aufgestellt worden (eben bspw. an Feiertagen ein Fahne zu hissen). „Gesetzliches“ Zubehör, wie im Notarvertrag formuliert, sowieso nicht.
Liege ich da falsch? Nach der Theorie des Maklers müsste dann ja auch die Wäschespinne, die im Garten in einem im Boden eigegrabenen Rohr steckte, auch Bestandteil der Immobilie sein (die will der Käufer komischerweise nicht wieder haben…).
Mir ist es nicht um den Fahnenmasten, aber der Transport des Teils über rund 250 Kilometer übersteigt den Wert bei weitem, da ich ja nur wegen des Masten wieder einen LKW mieten müsste.
Ich hoffe mir kann jemand helfen und sagen ob ein lose in einer Bodenhüse steckender Fahnenmast jetzt „wesentlicher Bestandteil“, „Zubehör“ oder was auch immer ist?? Und vor allem ob ich das Ding wirklich wieder zurückgeben muss. Für mich ist es nämlich einfach nur (patriotische) Dekoration…



AnwaltOnline | Frag einen Anwalt

Ihre Rechtsfrage einem Anwalt stellen. Sie haben eine Rechtsfrage und möchten diese gern einem Anwalt vorstellen? Wir haben die Lösung für Sie.
In Kooperation mit AnwaltOnline können Sie über dieses Formular Ihre Rechtsfrage direkt an einen Anwalt senden. 

Ihr AnwaltOnline – Anwalt sagt Ihnen vorher, was Ihre Beratung kosten würde. Anders als bei anderen Anbietern können Sie Ihre Frage kostenlos und unverbindlich stellen – es fallen keinerlei Einstellgebühren an. Wenn Sie die Kosten nicht übernehmen wollen, sagen Sie einfach Bescheid. Auch wenn wir nichts mehr von Ihnen hören, kommt kein Auftrag zustande und fallen keine Kosten an. Vielmehr wird die Beauftragung erst wirksam, wenn Sie sich hierfür entscheiden und die veranschlagten Kosten überweisen. Bei AnwaltOnline haben Sie die volle Kostenkontrolle.





Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.