Reklamation- Darf der Verkäufer uns einen Gutschein verwehren?

Ich habe mich eben hier angemeldet und habe direkt eine Frage.

Im Juni 2013 haben wir eine Matratze im Wert von 270€ bei einer Firmenkette gekauft. Nun müssen wir die Matratze reklamieren. Der Verkäufer wollte die Matratze zuerst nachbessern, was in unserem Fall allerdings keinen Sinn mehr macht, da wir bereits neue Matratzen gekauft haben. Nun ist er nur bereit die Matratze „Ware gegen Ware“ zurückzunehmen. Seine Aussage war, dass wir uns für den Preis Decken und Kissen aussuchen könnten. Da wir diese jedoch nicht bis unter die Decke stapeln wollen, war unser Wunsch uns einen Gutschein über den Wert auszustellen. Dies hat der Verkäufer abgelehnt und bietet lediglich „Ware gegen Ware“ an.

Meine Frage ist nun, ob es dem Verkäufer erlaubt ist, uns einen Gutschein zu verwehren und uns damit zu zwingen die Summe an einem Tag auszugeben, für Ware, die wir nicht gebrauchen können?

Ich freue mich sehr über Antworten!


Antworten auf diese Rechtsfrage

Die Frage ist hier eher, warum der Haendler ueberhaupt Ersatz leisten will. Gesetzlich ist er dazu jedenfalls nicht mehr verpflichtet („Gewaehrleistung“ nur 2 Jahre). Entweder hat er sich vertraglich dazu verpflichtet (freiwillige Garantie) oder er ist aus reiner Kulanz zu einer Ersatzleistung bereit.

Im Fall einer vertraglichen Verpflichtung richtet sich die Art der Ersatzleistung ausschliesslich nach den dazu getroffenen vertraglichen Vereinbarungen. Das sind i.d.R. die Garantiebedingungen. Hier kann der Haendler eine eigene Garantie zugesichert haben oder im Auftrag des Herstellers eine Herstellergarantie abwickeln.

Falls der Haendler hingegen aus Kulanz zu einer Ersatzleistung bereit ist, entscheidet dieser natuerlich selbt, welche Leistung er anbietet und welche nicht.

Aber selbst wenn die zweijaehrige „Gewaehrleistungsfrist“ noch nicht abgelaufen waere, haettet ihr noch lange keinen Anspruch auf Rueckabwicklung des Kaufvertrages sondern lediglich auf Nachbesserung oder Ersatzlieferung. Dass ihr euch bereits eine andere Matratze gekauft und somit keine Verwendung fuer eine weitere habt, ist hierfuer voellig unbedeutend.


Die Matratze wurde von Ihnen anscheinend von 06.2013 bis 2016 verwendet.
Kann der Verkäufer diese Gebrauchszeit, falls er überhaupt zu etwas verpflichtet ist, Ihnen nicht zudem als Abnutzung in Anrechnung bringen? Das Teil muss doch in dieser Zeit gebrauchsfähig gewesen sein, sonst hätten Sie doch bereits vorher reklamiert!?
Was sagen die AGB / Garantie Bedingungen des Verkäufers hierzu?
Haben Sie die alte Matratze überhaupt noch?


Das darf der nicht..würde ich mal so aus dem Bauch raus sagen.
Ich persönlich habe mich ja auch mit dem Thema mal beschäftigt und habe verschiedene Meinungen gelesen..die meisten gingen aber in die Richtung, dass es nicht zulässig ist.

Habe mich ja auch schlau gemacht und mir ebenso eine neue Matratze gekauft. Zum Glück ist alles gut gelaufen aber es gab einen Fall bei mir, wo der Verkäufer und ich sogar vor Gericht waren.

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