Kooperationsvertrag vorschnell unterschrieben

Kooperationsvertrag vorschnell unterschrieben

Hallo liebe Fachleute,
ich habe folgendes Problem:

Vorgeschichte

ich bin selbständiger Transportunternehmer aus Berlin und habe mich im Januar diesen Jahres, telefonisch auf eine Anzeige bei einer Fa. in Hamburg gemeldet um Aufträge zu erhalten.
Die Fa. in Hamburg schien interessiert und wir vereinbarten einen Termin am 01.02.2010 um die Modalitäten abzusprechen.
Der Geschäftsführer der Fa. in Hamburg teilte mir noch mit, das ich nicht leer nach HH fahren müsse und bei der Gelegenheit gleich eine Fracht aus dem Osten mitbringen könnte.
Ich willigte ein und fuhr nach Lauchhammer (ca.170km von Berlin) um eine große Palette mit Fracht für Padborg in Dänemark (ca. 600km von Lauchhammer) abzuholen um dann zunächst nach HH zu fahren um das Gespräch zu führen.
Zwischenzeitlich bekam ich mehrere Anrufe aus HH mit Fragen, ob ich nachher noch was nach München bringen könnte, was ich mit ja beantwortete. Dann, das ich nach Padborg noch in Flensburg was abholen sollte, müsse aber bis 14:30 Uhr da sein. Als ich ihm sagte, ich würde das nicht schaffen bis zum angegebenen Zeitpunkt bekam ich zur Antwort eine Frage, wann ich denn da sein könnte wenn ich dort zuerst hinfahren würde. Meine Antwort lautete 15:30 Uhr, wollte aber gleichzeitig wissen wieviel Paletten es seien, da ich nur noch ein Stellplatz frei habe, und bekam zur Antwort das es sich nur um eine kleine Palette handeln würde, man warte auf mich. Also fuhr ich dorthin und traf eine nette Dame an, die mir sagte, das niemand mehr zum Verladen vor Ort sei und ich morgen wieder kommen solle. Im übrigen waren es zwei hoch volle (170 cm) Euro-Paletten. Also fuhr ich weiter nach Padborg um die Palette zu entladen die ich aus Lauchhammer mitgebracht habe. Dort wusste niemand etwas von der Palette und ich musste nach mehrmaligen Telefonaten mit dem Auftraggeber eine gute Stunde bis zum Entladen warten. Nun machte ich mich auf den Weg nach HH um mich mit der Fa. dort zu treffen. Auf dem Weg dorthin bekam ich einen Anruf mit der Frage wo ich jetzt sei. Ich Antwortete das ich rund 60km vor HH wäre. Ich müsse noch was in der Nähe abholen und könne das dann mit in den Osten nehmen wenn ich wieder fahre. Er sagt Bescheid das ich in einer halben Stunde zum laden da wäre. Was er nicht sagte war, das ich quer durch HH musste und dafür alleine schon fast eine Stunde brauchte (es war ca. 18:00 Uhr) Naja egal, ich wurde erwartet und bekam die Fracht. Wieder eine übergroße Palette für Bad Schandau, hinter Dresden an der Tschechischen Grenze.
Nun endlich gegen 19:00 Uhr war ich vor Ort bei der Fa. in HH um mit dem Gespräch zu beginnen. Als erstes sagte er, das wir uns beeilen sollen, da er nach Hause wolle. Er erzählte mir kurz, das sein Geschäft darauf beruhe, das die Fracht recht günstig überall hingebracht werden könne da er stets Sammeltouren mache, das heißt, das zwar für die einzelne Fracht keine Höchstpreise erzielt werden könne aber man könne auf einer Runde durch stetiges auf und abladen ein sehr gutes Geld machen.
Ich weiß, das es sehr schwierig ist heutzutage an gut bezahlte Fracht zu kommen und dachte das das eine gute Idee sei, zumal er sagte, das es so gut wie keine Leerfahrten gäbe. Also stimmte ich dem zu und unterschrieb einen Kooperationvertrag.
Ich verabschiedete mich und bekam zum Schluss noch die Mitteilung, das ich mich nächsten Morgen von Berlin aus bei ihm melden solle, weil er mir von Berlin aus noch was mit in den Süden gäbe bevor ich nach Bad Schandau fahre und in der Nähe von Bad Schandau auch noch was gäbe, das Richtung Hannover gefahren werden müsse.
Also habe ich mich am nächsten Morgen, am 02.02.2010, bei ihm gemeldet, um zu erfahren das er noch nichts habe und ich schon mal Richtung Bad Schandau fahren solle, er ruft mich an.
Er hat nicht angerufen, ich habe in der Zwischenzeit schon entladen und dann bei ihm angerufen um die Adresse von dem Ort zu erfahren, von wo aus die Fracht nach Hannover gebracht werden soll.
Er sagte das es den Auftrag nicht mehr gäbe, ich solle aber schon mal Richtung Radebeul ( in der Nähe von Dresden) fahren, da gibt es noch was in Richtung Berlin. Also machte ich mich auf dem Weg nach Radebeul, es ist jetzt 13:00 Uhr.
Unterwegs bekam ich einen Anruf, das die Fracht noch nicht fertig sei, es könne noch ein paar Stunden dauern, er meldet sich.
Mir war das langsam zu doof und machte mich leer auf den Heimweg. Um ca. 16:30 Uhr, ich war schon in Berlin, bekam ich einen Anruf, das sich der Auftrag erledigt habe und ich erst einmal nach Hause fahren solle.
Ja ich weiß das ich ein Dussel bin, aber was macht man nicht alles um aus der Krise raus zukommen.

Fragen

Ist das Grund genug, die Kooperationsvereinbarung fristlos zu kündigen?

Ist eine Kooperationsvereinbarung überhaupt bindend und mit einem Vertrag gleich zusetzen?

Die Vertragsdauer ist zunächst auf 3 Monate festgesetzt worden und enthält die Klausel das wenn vor Ablauf der 3 Monate gekündigt wird, er berechtigt sei als Ersatz des daraus entstandenen Schadens pauschal 800.- Euro fordern kann. Geht das?

Nachwort

tut mir Leid, das es so ein langer Vortrag geworden ist, ich weiß aber nicht was ich jetzt machen soll und hoffe auf schnelle Antwort



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