Kann Anwalt Rechnung stellen ohne Auftrag?

Kann Anwalt Rechnung stellen ohne Auftrag?

Guten Abend,

bei folgender, fiktiver Situation beschäftigt mich die Rechtslage interessehalber:

Ein Arbeitnehmer möchte in der Firma von Chef 1 anfangen. Zur Zeit ist er bei Chef 2 beschäftigt. Der Arbeitnehmer unterliegt laut seinem Arbeitsvertrag einem Wettbewerbsverbot. Der Arbeitnehmer hat eine kostspielige Ausbildung absolviert die für seinen Beruf notwendig ist.
Diese wurde von Chef 2 bezahlt und ist momentan halb getilgt.
Aufgrund des Wettbewerbsverbots schlägt Chef 1 vor, sich bei einem Anwalt zu erkundigen, wie die Rechtslage um so ein Verbot steht und, ob der Arbeitsvertrag des Arbeitnehmers rechtskräftig ist. Die Kosten hierfür wird ausdrücklich Chef 1 tragen.
Der von Chef 1 konsultierte Rechtsanwalt benötigt für die Beurteilung der Rechtslage noch Informationen des Arbeitnehmers. Hierfür ruft er ihn an und möchte die Gründe für die Kündigung wissen. Diese schickt ihm der Arbeitnehmer per Email zu.
Ein paar Tage später erhält der Arbeitnehmer die Kopie eines Briefes den der RA von Chef 1 an den RA von Chef 2 geschickt hat.
In diesem Brief wurde u. A. „gedroht“ die restlichen Kosten für die Ausbildung anzufechten usw.
Daraufhin entschied sich der Arbeitgeber doch lieber wieder für Chef 2 zu arbeiten.
Einige Zeit später erhält der Arbeitgeber eine Rechnung des RA von Chef 1 dessen Betrag auf dem Streitwert (den restlichen Ausbildungskosten) beruht.
Daraufhin ruft der Arbeitnehmer den RA an und erinnert ihn daran, dass er ihn nie beauftragt hat, sondern Chef 1.
Chef 1 erklärt sich bereit 50 % der Rechnung zu bezahlen. Die anderen 50 % soll nun der Arbeitnehmer zahlen, der
dem RA niemals einen Auftrag erteilt hat und schon gar nicht den, die Ausbildungskosten anzufechten.

Wie steht es wohl nun um die Rechtslage?



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3 thoughts on “Kann Anwalt Rechnung stellen ohne Auftrag?

  1. Hallo, wo kein Auftrag, da keine Rechnung.

    Der von Chef 1 konsultierte Rechtsanwalt

    Damit ist doch alles gesagt. Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen, hat ein altes Forumsmitglied, dass leider nicht mehr da ist mal geschrieben.

    Das Helferlein

  2. Der Anwalt von Chef 1 behauptet aber dass der Arbeitnehmer eindeutig den Auftrag erteilt hätte,
    da er ihm Informationen bereit gestellt hat und dadurch ein Mandat zustande gekommen sei.
    Und da der Arbeitnehmer am Telefon die Chance hatte klar zustellen, dass er das nicht möchte.

  3. Dann ist es wie so oft im Leben, dann muss der Anwalt Klagen und die Beauftragung durch den Arbeitnehmer beweisen.
    Vielleicht hat der Arbeitnehmer eine Telefonanlage die eingehende Anrufe speichert. wäre ein Indiz, dass der Anwalt ihn angerufen hat.
    Ich Sage immer die Zeiten in denen man sich auf das Wort des anderen verlassen kann sind eindeutig vorbei.
    Das Helferlein

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