Geldforderung nach Teillieferung

Ein Onlinehändler sendet nach 2 Jahren seine Geldforderung da angeblich eine Teillieferung aus der Bestellung nicht bezahlt wurde. Kann man denn als Onlinehändler nach über 2 Jahren von einem Kunden Geld fordern, das man bei einer Umtauschaktion versehentlich auf des Kunden Konto überwiesen hat?

Teillieferung bei einer Bestellung Rückerstattung von Rücksendekosten

Also praktisch wenn mehr Geld aufs Konto des Kunden überwiesen wurde als nötig und es beide Parteien nicht bemerkten. Das Problem ist, dass der Händler noch keinen Beweis erbracht hat, ob er wirklich mehr Geld als nötig überwiesen hat und auch der Kunde selbst hat keine Überweisungskopien mehr.

Der Händler droht nichts desto trotz aber mit gerichtlichem Mahnungsschreiben.

  • Verfällt denn evtl der Anspruch des Händlers nach genannter Zeitfrist?
  • Verfällt er evtl auch, weil das Geld aus Eigenverschulden auf das Konto des Kunden überwiesen wurde?
  • Und hat nicht der Händler Beweisschuld zu tragen?
  • Welches Gesetz greift denn hier?


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3 thoughts on “Geldforderung nach Teillieferung

  1. die Verjährung für solche Fälle beträgt drei Jahre, gerechnet ab Ende des Jahres in dem der Anspruch begann.
    Der Händler ist in der Beweislast. Er muss zum einen die Überweisung als solche beweisen, aber auch die falsche Rücküberweisung, ihre genaue Höhe und Zeitpunkt sowie die dem Kunden zustehende Summe.
    Der Kunde kann sich zurück lehnen und abwarten. Hinzu kommt, konnte der Kunde, sofern es diese überhöhte Rücküberweisung überhaupt gab, ihre Unrechtsmäßigkeit nicht erkennen, so braucht er die zu viel gezahlte Summe nicht erstatten.
    Nun zum gerichtlichen Mahnverfahren. Dieses kann von jedem eingeleitet werden. Dabei prüft das Gericht nicht die Rechtmäßigkeit des Anspruches.
    Kommt daher ein gerichtlicher Mahnbescheid, müssen sie fristgerecht, die Frist steht im Bescheid (zumeist zwei Wochen) Widerspruch bei Gericht einlegen.
    Damit ist für den Kunden sie Sache erneut erledigt, denn nun muss der Händler klagen.

  2. Super! Dankeschön für die Hilfe.Eine Frage hätte ich noch zum Mahnverfahren: Bei eingelegtem Widerspruch kann es doch dann für den Kunden deutlich teurer (Anwaltskosten etc.) werden, als wenn er den „überschüssigen“ Betrag (gesetzt den Fall er ist „nur“ im Bereich unter 100€) bezahlt, oder?

  3. Natürlich, aber das wäre eine „Milchmädchen-Rechnung“ eine Mahnung zu zahlen nur weil sich wehren teurer werden könnte? Das wäre das Ende des Rechtssystems, obwohl es durchaus Fälle geben kann, wo dies der bessere Fall wäre.Eine weitere Möglichkeit Kosten für den Kunden zu vermeiden wäre, wenn dieser den Händler auffordert, seine Ansprüche im Rahmen der Schadensminderungspflicht vor Einschaltung von Rechtsmitteln verständlich und nachvollziehbar dar zulegen.Salopp ausgedrückt, ich bekomme noch Geld von dir reicht eben nicht aus Ansprüche durch zu boxen.

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