Falsche Angaben vom Verkäufer bei Moped-Privatkauf über Ebay-Kleinanzeigen

Falsche Angaben vom Verkäufer bei Moped-Privatkauf über Ebay-Kleinanzeigen

Hallo,
bevor Kommentare kommen … Ja, natürlich hätte ich mir das Moped selbst ansehen sollen. Gelernt – passiert nie wieder.

Zum Thema:
Ich habe mir ende April ein Oldtimer-Moped (Simson Schwalbe) gekauft. Angaben des Verkäufers „Schwalbe im Topzustand … „. Grundsätzlich wurden viele Teile an der Schwalbe neu gemacht und sie wurde auch neu lackiert. Ich hatte ein Telefonat und regen Emailverkehr mit dem Verkäufer (Privat) und habe hier viele viele Fragen gestellt. Ich wusste großteils schon welche Fragen ich stellen muss und was defekt sein kann.

Er schickte mir den Vertrag, ich überwies das Geld und beauftragte dann eine Spedition, die die Schwalbe abholen sollte. Schwalbe kam und der Spediteur meinte, dass sie etwas wackelig stehe. Im Übergabeprotokoll war nichts, bis auf einem kleinen Kratzer erwähnt.

Ich habe mich nicht gleich unter die Schwalbe gelegt und nachgesehen. Ich dachte mir, dass der Ständer nunmal leicht ausgenackelt ist. Dann stand Sie eine Woche in der Garage, weil ich beruflich unterwegs war.
Als ich sie fahren wollte, merkte ich dass sie mehr als nur wackelig steht und sah mir das ganz an. Ich stellte fest, dass der Rahmenteil, an dem der Ständer befestigt ist, unten total ausgerissen war. Alte Schweißnähte waren gerissen und auch ein Teil der Trittbrettstütze war wohl schon einmal komplett abgebrochen und stümperhaft hingeschweißt worden.
Zudem hat sich herausgestellt, dass der Lenker verzogen ist (zum Geradeausfahren, muss ich leicht rechts lenken) und die Felge vorne total eiert.

Der Lack wurde zwar schön lackiert, jedoch auf die alten Schichten, weshalb er sich nun schon leicht ablöst. Ich hatte per Email gefragt, ob die Teile vom Fachmann gesandstrahlt und lackiert wurden – „die Teile wurdem vom Fachmann lackiert“.

Im Vertrag steht, dass die Schwalbe unfallfrei ist und auch sonst keine Schäden hat (ADAC-Vorlagevertrag). Es gibt keinen Passus mit „gekauft wie gesehen“.

Inzwischen habe ich die Schwalbe zur Reperatur gegeben (der Verkäufer war nun vier Wochen im Urlaub und hat meine Beanstandungsemails nicht gelesen). Eigentlich wollte ich nur einen ungefähren Preis der Reperaturkosten, aber dann wurde die Arbeit einfach erledigt (keine Werkstatt, sondern Privatperson).
Dieser meinte jedoch, dass die Schwalbe definitiv nicht unfallfrei ist, was an verbogenem Lenker, fehlendem Lenkeranschlag rechts, verbogener (eiernder) Felge und gebrochener Trittbrettstütze eindeutig zu sehen sei. Zudem war der untere Teil des Rahmens total durchgerostet und wäre fast komplett auseinandergefallen.
Wie gesagt, er hat es nun geschweißt und alles hält wieder bombenfest.

Meine Frage nun. Kann ich eine Rücknahme mit Erstattung des Kaufpreises und aller sonstigen Auslagen (Lieferung, Reperatur) verlangen? Gibt es hier eine Chance?
Ich habe den gesamten Emailverkehr, sein Internetangebot, den Schweißer und Spediteur notfalls als Zeugen.
Ein Gutachter kann trotz Reperatur die Theorie des Unfallschadens sicherlich bestätigen.

Oder kann man eine Teilrückerstattung des Kaufpreises und der Reperaturkosten verlangen?

Er betonte mehrmals, dass das Gefährt in einem Topzustand ist und komplett überholt wurde. Von den Schäden muss er wissen, da die Schwalbe von ihm neu aufgebaut und auch der Rahmen Anfang 2010 neu lackiert wurde.

Entschuldigen für die wirren Angaben. Wenn Informationen fehlen, dann einfach sagen.

Vielen lieben Dank im voraus!



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