Auto-Kredit

Hallo,
mein Schwager ist im Nov. 2011 plötzlich verstorben. Er hatte sein Auto über einen Kredit finanziert und diesen noch mit einer Ratenschutzversicherung abgesichert, die in seinem Todesfall zahlt. Er hatte keine Familie, nur seine Mutter und seinen Bruder ( meinen Mann). Nach seinem Tod hat seine Mutter die Bank und auch die Versicherung seinen Tod mitgeteilt und auch eine Sterbeurkunde mitgeschickt. Sie bekam dann von der Versicherung Post, dass sie den Fall bearbeiten und von der Bank, dass sie jetzt den Kredit übernehmen muss. Sie hat das Erbe zwar nicht wirklich ausgeschlossen, aber eigentlich gab es nichts zum erben. Die Kosten die für die Beerdigung, Wohnungsauflösung, Renovierung usw. entstanden, werden sicher nur knapp durch den Erlös des Autos gedeckt. So hofft meine Schwiegermutter jedenfalls. Die Kosten mussten von ihr jedoch auch erst mal vorgestreckt werden, was bei ihrer sehr geringen Altersrente nicht so einfach war. Wir konnten sie dabei auch nur teilweise unterstützen. Sie teilte der Bank mit, dass sie sich den Kredit für das Auto finanziell nicht leisten kann und ausserdem nicht mal einen Führerschein hat, also keine Verwendung für das Auto.

Die Bank schickte aber trotzdem einen Ratenvertrag, welcher am 01.02.2012 beginnen sollte, welchen meine Schwiegermutter jedoch nicht unterschrieb. Dann kam am 14.2. die erste Mahnung wo ihr mitgeteilt wurde, das der Verzugsschaden 19,90 Euro beträgt. Anfang März zahlte dann die Versicherung. Aber jetzt kam noch mal Post von der Bank wo sie meiner Schwiegermutter mitteilte, dass der Verzugsschaden inzwischen 169,71 Euro beträgt und das sie den Fahrzeugschein erst dann rausrücken, wenn sie diese Summe überwiesen hat. Mich würde interessieren, wie der Betrag so hochschnellen konnte inhalb eines Monats und ob es da vielleicht rechtliche Vorgaben gibt. Und zum zweiten ob die Bank den Fahrzeugschein wirklich einbehalten darf, obwohl die Kreditsumme bezahlt worde?



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One thought on “Auto-Kredit

  1. Ein Ratenkredit mit Todesfallabsicherung ist genau für den von ihnen beschriebenen Fall gedacht.
    Zuerst einmal unser Beileid zum Todesfall, den damit verbundenen Ärger braucht sicher niemand.
    Im Falle des Todes eine Kreditnehmers entfällt dessen Schuld nicht automatisch, sondern geht auf die Erben über.
    Damit dies nicht passiert, gibt es die Todesfallabsicherung in vielen Fällen auch eine bei Arbeitslosigkeit.

    Es ist uns völlig Schleierhaft, wieso sie einen Verzugsschaden zahlen sollte.
    Der Todesfall war im November, wobei anzunehmen ist, dass für diesen Monat die Rate noch bezahlt wurde.
    Dann müsste die Kreditversicherung eigentlich ab Dezember 2011 einspringen.
    Da es aber eine große Anzahl an unterschiedlicher Kreditversicherungen gibt, können sich die Geschäftsbedingungen durchaus unterscheiden.
    Ein uns bekannter Anbieter hätte die Raten nachträglich übernommen und auch die Verzugszinsen die von der Bank angerechnet werden, mit übernommen.
    Dabei muss man wissen, Kreditgeber und Kreditversicherer sind in aller Regel zwei unterschiedliche Unternehmen.

    Wir empfehlen ihnen einmal bei der Bank nachzufragen, wodurch der Verzugsschaden entstanden ist und warum er diese Höhe erreicht hat.
    Weiterhin bei der Kreditversicherung nachfragen, für welchen Monat sie gezahlt hat, ob das Auto komplett abgelöst wurde, und was die Bank der Kreditversicherung berechnet hat.

    Ein Zurückhalterecht für den Fahrzeugbrief ist mehr als fraglich.

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