Anwalt fordert wegen Ebay-Bewertung Unterlassungsverpflichtung

Anwalt fordert wegen Ebay-Bewertung Unterlassungsverpflichtung und berechnet 300 €

Meine Frau hat am 6.4. für unsere Tochter (11 Jahre) ein billiges Skateboard zum Preis von 18,50 € incl. Verandkosten gekauft.

Sie hat es über ihr Konto gekauft und mich als Lieferadresse angegeben.

Als ich das wacklige Gefährt zu Hause gesehen habe, hat mich fast der Schlag getroffen. Nicht lenkbar und die Räder sind während der Fahrt von selbst abgefallen. Die Freundin meiner Tochter hat zweitgleich das gleiche Gerät gekauft, dort sind die Probleme gleich.

Ich habe direkt gesagt, dass das Teil zurück geht, daraufhin hat meine Frau am 12.04. eine Rückgabe angefragt, aber zunächst keine Antwort erhalten. Unserer Tochter wurde untersagt, damit zu fahren.

Am 15.04. benutzt die Tochter das Gerät aber doch und bricht sich den Unterarm, weil die Räder während der Fahrt abgefallen sind.

Am 17.04. haben wir noch immer keine Antwort wegen der Rückgabe, daraufhin eröffne ich einen Fall bei Ebay, dort gewährt man Käuferschutz und schickt mir ein Rücksendeetikett. Das Board wird daraufhin zurück geschickt.
(Es gibt aber noch ein weiteres Modell bei ihrer Freundin mit den gleichen Problemen.)

Ebenfalls am 17.04. gibt meine Frau eine schlechte Bewertung mit folgendem Text ab: „Vorsicht Schrott, nicht lenkbar und Räder fallen selbstständig ab“.

Darauf bombadiert sie der Verkäufer mit Mails und Drohungen, sie wollte aber bei der Bewertung bleiben und setzt noch einen weiteren Kommentar dazu: „Minderwertig, die Räder fallen von selbst ab. Unterarmbruch bei meiner Tochter“

Daraufhin folgen noch einmal Drohungen, die sie aber ignoriert.

Gestern am 5.05. ging ein Schreiben eines Anwartes an mich (ich war ja nur die Lieferadresse) ein: Bewertung stelle Rechtsverletzung, Mandant hätte Anspruch auf Unterlassung und Freistellung von Rechtsverfolgungskosten.

Es wird auf ein Urteil aus 2014 verwiesen, wonach bei Schmähkritik und falschen Tatsachen ein Unterlassungsanspruch bestegt.

Meine Behauptungen „nicht lenkbar“ seien falsch und „Vorsicht Schrott und Minderwertig“ seien Schmähkritik.

Ich soll eine Unterlassungserklärung bis 4.05. einreichen (das Schreiben ging allerdings erst am 05.05. ein) und die Rechnung in Höhe von 334 € zahlen.

In der „Strafbewehrte Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung“ soll ich mich dazu verpflichten, weitere Bewertungen zu unterlassen, die Bewertung zu entfernen und:

ausgehend von einem Gegenstandswert von 2500 € (das Skateboard kostete 14,99 € zzgl. Versandkosten) und einer 1,3 Geschäftsgebühr einen Betrag in Höhe von 334 € entsprechend der beiligenden Kostennote zu zahlen.

Noch einmal: ich bin nicht der Inhaber des Ebay-Accounts, sondern meine Frau. Ich war nur als Lieferadaresse genannt, wobei die Adresse ansonsten übereinstimmt.

Wie seht ihr hier die Rechtslage?


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