Sturz auf einer nassen Tanzfläche

Hallo!

Meine Frage ist, ob der Betreiber einer Diskothek haftbar gemacht werden kann, wenn ich auf der Tanzfläche ausgerutscht bin und mich verletzt habe.
Der Parkettfußboden war durch den von den Gästen reingetragenen Schnee feucht/nass. Der Betreiber hatte keine Warnschilder aufgestellt und hat zwischendurch auch nicht gewischt.

Schonmal vielen Dank für eure Antworten



AnwaltOnline | Frag einen Anwalt

Ihre Rechtsfrage einem Anwalt stellen. Sie haben eine Rechtsfrage und möchten diese gern einem Anwalt vorstellen? Wir haben die Lösung für Sie.
In Kooperation mit AnwaltOnline können Sie über dieses Formular Ihre Rechtsfrage direkt an einen Anwalt senden. 

Ihr AnwaltOnline – Anwalt sagt Ihnen vorher, was Ihre Beratung kosten würde. Anders als bei anderen Anbietern können Sie Ihre Frage kostenlos und unverbindlich stellen – es fallen keinerlei Einstellgebühren an. Wenn Sie die Kosten nicht übernehmen wollen, sagen Sie einfach Bescheid. Auch wenn wir nichts mehr von Ihnen hören, kommt kein Auftrag zustande und fallen keine Kosten an. Vielmehr wird die Beauftragung erst wirksam, wenn Sie sich hierfür entscheiden und die veranschlagten Kosten überweisen. Bei AnwaltOnline haben Sie die volle Kostenkontrolle.





Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert

3 thoughts on “Sturz auf einer nassen Tanzfläche

  1. ich denke mal, dieses Urteil kann man auch auf Deinen Fall übertragen:

    „Gastwirt muss Tanzfläche verkehrssicher halten“

    Ein Tanz am Rosenmontag wurde einer Ballbesucherin zum Verhängnis. Sie stürzte auf der Tanzfläche an einer Stelle, an der ein gefülltes Bierglas heruntergefallen und zersplittert war. Die Scherben hatte man zwar aufgelesen; der Mann mit dem „Wischer“ ließ aber über eine Viertelstunde auf sich warten. Und da war das Unglück schon passiert. Wegen eines gebrochenen Sprunggelenks am rechten Fuß und anhaltenden Beschwerden wollte die Frau vom Gastwirt 8.000 DM Schmerzensgeld. Das Oberlandesgericht Düsseldorf bejahte ihren Anspruch (22 U 228/97). Die Tanzfläche aus Terrakotta-Fliesen sei wegen der Bierlache besonders glatt gewesen, was die Tanzenden schlecht erkennen konnten, schon deshalb, weil es auf der Tanzfläche sehr eng war. Entweder habe der Gastwirt selbst „nicht ausreichend Vorsorge für eine solche Gefahrenlage getroffen“ oder seine Mitarbeiter hätten geschlampt. Mit umgeschütteten Gläsern müsse man bei einem Karnevalsfest rechnen. In so einem Fall müsse der Wirt die Gäste warnen, notfalls die verschmutzte Tanzfläche räumen oder die Musik abstellen lassen, bis aufgewischt worden sei, um Unfälle zu verhindern. Den Einwand, dass die verletzte Frau „ein paar kleine Likörchen“ getrunken hatte und möglicherweise nicht mehr ganz sicher auf den Beinen war, ließen die Richter nicht gelten. Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 19. Juni 1998 – 22 U 228/97

    Quelle: Auf Bierlache ausgerutscht und gestürzt

  2. Dieses Urteil habe ich auch schon gelesen, aber mir wurde gesagt, dass es etwas anderes ist ob mal kurz ein Bierglas umgekippt wird, was dann auch schnell wieder beseitigt werden könnte oder ob man den ganzen Abend selbst (und auch die übrigen Leute) den Schnee von draußen reinträgt. Weil diese Nässe sieht man und grundsätzlich stellt man sich im Winter auf Glätte ein. Und man kann doch nicht vom Personal verlagen, dass sie jedem Gast, der von draußen kommt, hinterherwischt….
    Ich bin mit jetzt selbst nicht mehr sicher – man kennt das ja selbst auch, wenn man im Winter von draußen in sein eigenes Haus geht und mit nassen Schuhen auf den Fliesen ausrutscht….

  3. Wer sagte das das Urteil nicht zutrifft?

    Urteile unterer Gerichte sind immer Einzelentscheidungen.
    Ein anderes Gericht,ein anderer Richter und schon kann es ein anderes Urteil geben.

    Dieses Urteil passt zwar auch nicht,aber die Begründung ist interessant.
    Zitat:
    „Etwas anderes gilt nur dann, wenn die Besucher wegen besonderer Umstände mit Flüssigkeit rechnen müssen. Das ist etwa der Fall, [….] wenn zum Beginn der Veranstaltung die Besucher von einer regen- oder schneenassen Straße in die Halle gehen. Hier ist eine rechtzeitige Reinigung naturgemäß unmöglich.“
    Zitat Ende.

    Ich vermute mal das die Tanzfläche nicht im Eingangsberreich liegt.
    Und da ist die Begründung in diesem Urteil interessant.
    Zitat:
    eine ausreichend große abstumpfende Fußmatte ausgelegt. Dies sei in der Regel ausreichend. Den Boden zusätzlich bei widrigen Wetterverhältnissen während des Andrangs von Kirchenbesuchern ständig trocken zu halten, sei unzumutbar und unrealistisch.
    Zitat Ende.

    Ps.
    Wie wollen sie in einer Diskothek die Tanzfläche trocknen?
    Dazu müssten alle Besucher die Tanzfläche verlassen, und das wird sehr schwierig sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.