Vorfahrt missachtet mit Unfall: Folgen bei Aussage im Ordnungswidrigkeitsverfahren

Vorfahrt missachtet mit Unfall: Folgen bei Aussage im Ordnungswidrigkeitsverfahren

Hallo,

folgender Unfall ist passiert:
Fahrer A ist an eine Kreuzung mit ausgefallener Ampel herangefahren. Fahrer A musste laut Beschilderung Vorfahrt achten. Fahrer A wollte die vierspurige Vorfahrtsstraße geradeaus überqueren. Aufgrund der besonderen Situation tastete Fahrer A sich vorsichtig in die Kreuzung herein. Fahrer A prüfte, ob ein queren der Kreuzung möglich ist und fuhr in die Kreuzung ein, als dies möglich schien. Bereits als das Auto von Fahrer A mit der Vorderachse die erste Spur überquert hatte, sah Fahrer A von links auf dieser Spur ein Auto herannahen. Trotz des Versuchs von Fahrer A durch Beschleunigen den Gefahrenbereich zu verlassen, kam es zur Kollision. Der Wagen von Fahrer B traf frontal auf das linke Hinterrad des Wagens von Fahrer A. Der Wagen von Fahrer A wurde daraufhin um 180 Grad gedreht. Es gab keine Verletzten. Beide Autos sind wirtschaftliche Totalschäden.

Bei der Versicherung habe ich (Fahrer A) angegeben, dass ich die Schuld nicht bei mir sehe. Fahrer B hätte auf die Situation reagieren können und damit den Unfall verhindern können. Außerdem schätze ich die gefahrene Geschwindigkeit von Fahrer B als der Situation (Ampelausfall, Berufsverkehr) nicht angepasst ein (rein subjektiv).

Da ich hätte Vorfahrt achten müssen, hat die Polizei mich zunächst als Verusacher aufgeschrieben. Dementsprechend habe ich jetzt eine Anhörung im Bußgeldverfahren erhalten.

Meine Frage: Muss ich bei der Anhörung das gleiche angeben, wie bei der Versicherung? Kann ich mich auch einfach gar nicht dazu äußern?
Wenn ich den Verstoß nicht zugebe und mitteile, dass Fahrer B sich mglw. nicht angepasst verhalten hat, hat das dann Konsequenzen für Fahrer B? Kann es dann zu einem Prozess kommen?

Hintergrund: Ich möchte es so schnell wie möglich abgewickelt haben. Einen Prozess von staatlicher Seite oder durch Fahrer B angestrengt, möchte ich umgehen. Vor allem, weil der Streitwert insgesamt nicht besonders hoch ist. Außerdem möchte ich keinen Anwalt bezahlen.

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