Sollte ich mir einen Anwalt nehmen/was kann auf mich zukommen?

Ich bin 17 Jahre alt und besitze den Führeschein „zum begleitetem Fahren ab 17“

Zum Fall:

Ich bin ohne die Personen, welche eingetragen sind, gefahren und habe dabei in einer Kurve kurz die Kontrolle verloren und habe dabei eine Hecke beschädigt. (Später sollte sich rausstellen, dass ich auch einen sich dahinter befindenen Sichtschutz leicht beschädigt habe.
Ich hab nach dem Unfall den Wagen wieder zuhause abgestellt.
Am nächten Morgen stand die Polizei vor der Tür (Zeugen hatten, während der Tatzeit, das Numemrnschild notiert) aber meine Eltern wussten von dem ganzen noch garnichts (ich hatte nicht zuhause geschlafen)
Am nächsten Tag bin ich gleich Morgens zur Geschädigten gegangen und habe alles wieder Repariert, sie wird von einer Anzeige absehen.
Heute kam ein Brief indem meine Eltern aufgefordert werden, Stellung zum Sachverhalt und zu der Vermutung zu nehmen, dass ich Gefahren sei.

Hauptpunkt ist soweit ich das verstanden habe: Fahrerflucht ( ich war mir garnicht bewusst, dass ausser am Wagen sonst noch irgendwo Schaden entstand)

Meine Frage ist nun, was kann überhaupt alles passieren?
Isrt es sinnvoll sich einen Anwalt zu nehmen (Kosten-Nutzen)?
kann ich meinen Führerschein komplett verlieren?
Bußgeld?
Aufbausimminar?
etc?



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10 thoughts on “Sollte ich mir einen Anwalt nehmen/was kann auf mich zukommen?

  1. Ein Anwalt wäre ratsam.
    In der Regel wird die Fahrerlaubnis widerrufen.
    Und wird erst nach einem Aufbauseminar wieder erteilt.
    Ein Bußgeld und 1Punkt in Flensburg.

    Aber, da sie Unfallflucht begangen haben kommt es viel dicker.§ 142 STGB Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

  2. Der Sachverhalt ist doch schon bei der Polizei bekannt. Ein Absehen von einer Anzeige von Seiten der Geschädigten ist nicht mehr möglich. Da es sich beim unerlaubten Entfernen vom Unfallort um ein Offizialdelikt handelt, ist auch kein Strafantrag von Nöten.
    In diesem Stadium würde ich vermutlich noch keinen Anwalt hinzuziehen. Ich würde abwarten, was die Staatsanwaltschaft macht. Wenn jemand ohne Begleitperson fährt, ist die Fahrerlaubnis zu widerrufen. Eine neue Fahrerlaubnis darf erst nach Absolvierung eines Aufbauseminars erteilt werden. Eine Sperrfrist ist hier nicht vorgesehen. Bezüglich des unerlaubten Entfernen vom Unfallort wäre eine Sperrfrist denkbar, ist aber in diesem Fall eher unwahrscheinlich. Theoretisch wäre ein Bußgeld denkbar, wenn die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellt und die Akte zur Verfolgung der Ordnungswidrigkeiten an die zuständige Bußgeldstelle übersendet. Möglich wären aber auch die Verhängung von Arbeitsstunden.

  3. Ja, also ich mache mir auch am meisten Sorgen um die „unfallflucht“.
    Ich habe den Gesetzestext gelesen. Da steht ja auch drinn, dass wenn ich mich binnen 24 stunde „melde“ wir das Strafmaß vermindert (solang es nicht im fließendem Verkehr war) oder sogar davon abgesehen werden.
    Das habe ich ja gemacht.

    Meint ihr das ich irgendeine Chance habe meinen Führerschein zu behalten (oder ihn mit 18 wieder zu bekommen)
    Ich meine ich hab mir bis jetzt Garnichts zu schulden kommen lassen.
    Danke für die bisherigen Antworten !

  4. Der Unfall fand aber im fließenden Verkehr statt. Und außerdem hast ja nicht du dich gemeldet, sondern die Polizei hat sich bei euch gemeldet. Das ist ein großer Unterschied.

    Und wie gesagt, eine Verhängung einer Sperrfrist halte ich in diesem Fall für eher unwahrscheinlich. Eher könnte ein Fahrverbot verhängt werden.

    Die Führerscheinstelle muss aber die Fahrerlaubnis widerrufen, da ohne Begleitperson gefahren wurde. Nach erfolgtem Aufbauseminar kann man eine neue Fahrerlaubnis bekommen.

    Ich würde aber nur nicht auf die Idee kommen, zu sagen, dass mit Begleitperson gefahren wurde. So zieht man diese mit in die Sch…!

  5. Da machen sie sich Sorgen um etwas wichtiges. Zum Glück nur Sachschaden….
    Solche Chaoten wie sie, besonders im Straßenverkehr (bin Vielfahrer) kann ich nicht ab. Was wäre wenn vor der Hecke eine Person gestanden hätte?? Sie vergessen, Unfallflucht, auch geht es nicht um Personenschaden, ist eine Straftat.
    Ich denke nicht das die Person im Gefängnis eine Gelegenheit hat um das Aufbauseminar zu absolvieren.
    Bei Unfallflucht wird die Fahrerlaubnis für längere Zeit entzogen.

  6. StVG §6e: Führen von Kraftfahrzeugen in Begleitung
    Eine auf der Grundlage der Rechtsverordnung nach Absatz 1 erteilte Fahrerlaubnis der Klassen B und BE ist zu widerrufen, wenn der Fahrerlaubnisinhaber entgegen einer vollziehbaren Auflage nach Absatz 1 Nummer 2 ein Kraftfahrzeug ohne Begleitung durch eine namentlich benannte Person führt.
    Also ist der Führerschein schon mal weg.

    Fahren ohne Fahrerlaubnis ist jedenfalls nicht gegeben, da Ihr Sohn nur gegen eine Auflage (Fahren in Begleitung) verstoßen hat. Dies stellt lediglich eine Ordnungswidrigkeit dar. Quelle: Hallo, Sachverhalt: mein Sohn hat mit 17 Jahren… – JustAnswer

    Das Problem dürfte der Unfall sein und das er eben in Ausführung der Ordnungswidrigkeit passierte.
    Dazu habe ich diese Seite gefunden
    Falschaussage Strafrecht frag-einen-anwalt.de

    kann gegen sie wegen ´unerlaubten Entfernens vom Unfallort´, umgangssprachlich Fahrerflucht, gem. § 142 StGB ermittelt werden. Dies ist mit einer Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe bedroht.
    Weiterhin müsste Ihre Tochter mit einem Bußgeld in Höhe von € 150, 4 Punkte, dem Entzug der Fahrerlaubnis und einem Aufbauseminar wegen Fahrens ohne Begleitperson und weiteren 5-7 Punkten wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort rechnen.

    Ich würde an deiner Stelle mich mit den Eltern zusammen setzen und doch in Erwägung ziehen, ein Beratungsgespräch beim Anwalt aufsuchen.
    Das Helferlein

  7. Geringer Schaden? €1.400.- ist nicht viel und so hoch ist Erheblichkeitsgrenze die viele Gerichte handhaben.

    Beispiel:
    Die Kammer gibt dabei ausdrücklich ihre seit dem Jahre 2004 bestehende ständige Rechtsprechung, die von einer Wertgrenze für die Bestimmung des bedeutenden Fremdschadens in Höhe von 1.000,00 EUR ausging, auf und bemisst nunmehr den Schadensbetrag, mit dem ein bedeutender Fremdschaden im Sinne des § 69 Abs. 2 Nr. 3 StGB anzunehmen ist aufgrund nachfolgender Begründung mit 1.400,00 EUR.
    […]
    So sah das Oberlandesgericht Schleswig Im oben zitierten Urteil eine solche von 1.200,00 DM im Jahre 1977 als angemessen an, während das Oberlandesgericht Frankfurt am Main im Beschluss vom 10.08.1976 (Az. 2 Ss 396/76, zitiert nach Juris) noch von einer solchen Wertgrenze in Höhe von 1.000,00 DM ausging.
    Quelle: LG Frankfurt 9a. Strafkammer

  8. Über die Schadenshöhe hat der TE nichts gesagt. Aber nachdem der TE den Schaden selbst richten konnte, bin ich davon ausgegangen, dass die Schadenshöhe nicht sehr hoch war. Darüber kann man an dieser Stelle nur spekulieren.

  9. Hallo !
    Bitte streitet euch hier doch nicht… :/
    Ich habe morgen den Termin bei der Polizei, dann wird sich alles klären.
    Ich werde morgen schreiben, wie es ausgegangen ist.
    grüße!

  10. Lieber Jayhuni,

    wenn du nicht ohnehin ehrlich alles zugeben möchtest, hast du das Recht, die Aussage zu verweigern. Die Polizei muss dir nachweisen, dass du gefahren bist und den Tatbestand des unerlaubten entfernens vom Unfallort begangen hast.

    Es gibt durchaus Fälle dieser Art, bei denen der Polizei das nicht gelingt und deshalb das Ermittlungsverfahren eingestellt wird. Ins Gefängnis musst du nicht. Es würde eine Geldstrafe und einen Entzug der Fahrerlaubis geben.

    Wenn du diesen Weg gehen willst, nicht zu gestehen, brauchst du als Beschuldigter zum heutigen Anhörungstermin nicht zu erscheinen. Rufe einfach an und sage dem Polizisten, dass du von deinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen möchtest. Dann warte ab, wie es weitergeht. Falls Anklage erhoben wird oder du einen Strafbefehl zugeschickt erhältst, wäre immer noch Zeit, einen Anwalt einzuschalten.

    Aber: lösche dann auch deine Beiträge hier. Fall das nicht geht, nimm Kontakt mit dem Webmaster von Gratisrecht auf und bitte ihn , das zu tun. Deine Frage ist öffentlich einsehbar und erscheint sogar schon bei Google. Sie ist z.B. verlinkt über twitter mit juratweet.de Rechtliches Twittern. Da lesen Juristen und andere Interessierte mit.

    So ein öffentliches Geständnis im Internet ist keine gute Idee.

    Viele Grüße und mach künftig nicht mehr so einen Quatsch (das Fahren und die Unfallflucht meine ich).

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