Schadensregulierung falsch gelaufen? Abrechnung nach Quotenvorrecht?

Hallo liebe Experten,
in folgendem Fall möchte ich gerne nach Eurer Einschätzung fragen:
Es ereignete sich ein rechts-vor-links Unfall in einem Parkhaus (öffentliches Parkhaus, Schild StVO). Unfallgegner fährt in Fahrerseite von meinem Auto, ich stand bereits zum Unfallzeitpunkt. Ich ging zum Anwalt, dieser fragt nicht nach Vollkaskoversicherung von mir, er fordert 100 % von gegnerischer Versicherung. Auf Nachfrage soll ich den Unfall bei eigener Versicherung vorsorglich melden, einen eigenen Gutachter beauftragen und Wagen zur Werkstatt bringen, was ich alles erledigt habe. Auch bei Meldung an die eigene Versicherung wurde ich von dieser auf nichts hingewiesen.
Gutachten ergibt, das Fahrzeug darf aufgrund Alter und Schaden repariert werden, Anwalt sagt ich soll Auto reparieren lassen, was ich in Auftrag gebe. Erst zwei Wochen nach Reparatur schreibt gegnerische Versicherung, dass nur 50 % gezahlt werden (Zahlung erfolgte bereits), da Parkplatzunfall. Anwalt will klagen.
Bei einem Gespräch mit Gutachter wegen Gutachterkosten weist dieser mich darauf hin, über Vollkasko abzurechnen (beim Anwalt war hiervon nie die Rede). Ich recherchierte und stellte fest, dass Vollkasko-Gutachter dann vor Reparatur das Auto hätte besichtigen dürfen, was nun nicht mehr möglich ist. Ich habe dies den Anwalt gefragt und ebenso, warum nicht gleich so abgerechnet wurde. Dieser begründet, er hätte nicht von Anfang an mit Vollkasko abrechnen dürfen. Der Weg wäre so richtig. Ich soll nun selbst an eigene Versicherung schreiben, dass Vollkasko beansprucht wird. Dies habe ich gemacht, meine Versicherung meldet sich jedoch nicht.
Wie ist hier die Rechtslage? Hat Anwalt recht? Wenn nein, wie sieht es mit der Haftung aus?
Die Chance, dass es nicht bei 50/50 bleibt ist zwar bei einer Klage nicht gering, aber bei der kombinierten Abrechnung nach Quotenvorrecht wäre eine Klage gar nicht notwendig gewesen, da nur sehr wenig Restschaden übrig bleibt und den hätte man dann auch einklagen können? So muss ich die 50 % bei Gutachter und Werkstatt bis zum Ende der Klage auslegen und das Risiko ist enorm höher? Was ist, wenn ich durch Klage nicht 100 % bekomme, sondern z. B. 80/20 dabei rauskommt?
Ist eine nachträgliche kombinierte Abrechnung nach Quotenvorrecht nun überhaupt noch möglich (gegnerische Versicherung hat 50 % Haftpflichtschaden bezahlt, Auto bereits repariert) und darf sich meine Versicherung weigern?.
Vielen Dank im voraus für Eure Antworten.



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